Edelmetallpreise unter Druck


28.03.11 13:42
Commerzbank Corp. & Markets

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die Edelmetallpreise stehen zum Wochenauftakt im Einklang mit den anderen Rohstoffpreisen unter Druck, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.

Offensichtlich komme es an diesen Märkten zu Gewinnmitnahmen, nachdem Gold letzten Donnerstag ein neues Rekordhoch markiert habe und Silber auf den höchsten Stand seit 31 Jahren gestiegen sei. Im Falle von Gold sei der Preisanstieg auch nicht von Zuflüssen in Gold-ETFs begleitet worden, so dass einige Investoren diesen möglicherweise als übertrieben erachtet hätten. Während der Goldpreis inzwischen 30 USD unter dem Allzeithoch liege, halte sich Silber mit knapp 37 USD je Feinunze noch in der Nähe des Hochs von letzter Woche.

Das aktuelle Umfeld mit zahlreichen Unwägbarkeiten - z.B. Atomkrise in Japan, Krieg in Libyen, Unruhen im Nahen Osten, Schuldenkrise in den Euro-Peripherieländern - spreche weiter für einen steigenden Goldpreis, so dass dieser seinen Aufwärtstrend bald wieder aufnehmen sollte. In Bezug auf die Schuldenkrise würden heute Morgen Gerüchte über einen Notfallplan die Runde machen, mit dem die EZB das angeschlagene irische Bankensystem unterstützen wolle.

Bei der Marktpositionierung der spekulativen Finanzanleger habe es in der Woche zum 22. März weder bei Gold noch bei Silber große Verschiebungen gegeben. Im Falle von Gold seien die Netto-Long-Positionen im Wochenvergleich moderat um 1,5% und im Falle von Silber um 2,8% ausgeweitet worden. (28.03.2011/ac/a/m)