Edelmetallpreise unter Druck


28.06.11 11:59
Commerzbank Corp. & Markets

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Gold hat es bislang nicht geschafft, die psychologisch wichtige Marke von 1.500 USD je Feinunze zurückzuerobern, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.

In Euro gerechnet handle das gelbe Edelmetall um die Marke von 1.050 EUR je Feinunze auf einem 5-Wochentief. Preisauftrieb könnte Gold im weiteren Wochenverlauf durch die Entwicklung der Schuldenkrise in Griechenland erhalten.

Die Preise von Platin und Palladium seien im Zuge der allgemeinen Rohstoffschwäche in den letzten Wochen deutlich unter Druck gekommen. Die höhere Risikoaversion und die Flucht aus riskanteren Anlageklassen hätten dafür gesorgt, dass Platin gestern zwischenzeitlich auf 1.664 USD je Feinunze und damit den tiefsten Stand seit mehr als drei Monaten gefallen sei. Palladium habe bei 722 USD je Feinunze ein 6-Wochentief verzeichnet. Mit zum Preisrückgang beigetragen hätten u.a. die spekulativen Finanzanleger, die ihre Netto-Long-Positionen bei Platin in der Woche zum 21. Juni um 18% auf 16,5 Tsd. Kontrakte und damit den niedrigsten Stand seit September 2010 abgebaut hätten.

Im Falle von Palladium sei der Rückgang der Netto-Long-Positionen dagegen weit weniger stark ausgefallen. Der Palladiumpreis sei vielmehr zuletzt von nennenswerten Abflüssen aus den ETFs belastet worden. Die Bestände in Platin-ETFs hätten sich wiederum relativ konstant gehalten. (28.06.2011/ac/a/m)