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Emerging Markets aktuelle Konjunkturdaten


01.10.07 14:18
cominvest

Haar (aktiencheck.de AG) - Die konjunkturelle Entwicklung in Slowenien scheint an einem Wendepunkt angekommen zu sein, so die Analysten von cominvest.

Nach dem sehr starken Anstieg des realen BIP um 7,2% gegenüber dem Vorjahr sei im weiteren Jahresverlauf eine langsame Abschwächung der hohen Dynamik zu erwarten. Für das Gesamtjahr folge dennoch ein leicht höheres Wirtschaftswachstum als im letzten Jahr, 5,7% nach 5,2% im letzten Jahr. Im kommenden Jahr sei dann eine Verlangsamung auf rund 5,0% wahrscheinlich.

Die anschließende Entwicklung dürfte davon abhängen, ob sich der Ausblick für die Konjunktur im Euroraum eintrübe. Mit einem Exportanteil von 75% am BIP sei die Wirtschaft von der Stimmung im Euroraum sehr abhängig. Steuerliche Maßnahmen, die beispielsweise die private Nachfrage nach Immobilien stützen würden, könnten daher nur dämpfend wirken. Als Folge geringerer Impulse vom Außenhandel sei mit einer spürbaren Verringerung der Investitionsdynamik zu rechnen. Nach der bisher sehr starken Kursentwicklung trübe sich daher der Ausblick für die Börse ein.

Die Bewertung der Konjunkturaussichten in Ungarn falle zunehmend unterschiedlich aus. Ausschlaggebend hierfür sei vor allem die Einschätzung, inwieweit niedrigere Zinsen die Konjunktur beleben könnten. Da sich der Exportanteil auf fast 80% am BIP belaufe, dürfte dem Außenhandel und damit dem Ungarischen Forint die zentrale Rolle für die weitere wirtschaftliche Entwicklung zukommen. Der Forint werde vermutlich nachgeben, wenn die Notenbank die schwächere Konjunktur zum Anlass nehme, die Zinsen schneller als erwartet zurückzuführen. Im späteren Jahresverlauf 2008 sei daher mit einer konjunkturellen Belebung zu rechnen.

Die aktuellen Konjunkturdaten seien vermutlich noch nicht ausreichend, um die südafrikanische Notenbank von einer nochmaligen Anhebung der Leitzinsen im Oktober abzuhalten. Der Südafrikanische Rand werde dadurch unterstützt. (01.10.2007/ac/a/m)