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Energiemärkte werfen Schatten
10.07.14 12:00
Saxo Bank
Kopenhagen (www.fondscheck.de) - Die auf Multi-Asset-Anlagen spezialisierte Investmentbank Saxo Bank hat ihren Ausblick für das dritte Quartal 2014 veröffentlicht, so die Analysten der Saxo Bank.
Darin würden die Analysten im dritten Quartal eine vergleichsweise positive Entwicklung erwarten und an ihrer optimistischen Einschätzung zur US-Konjunktur festhalten. Demnach werde die US-Wirtschaft nach den schlechten Ergebnissen des ersten Quartals (minus 2,9 Prozent) erneut wachsen.
Ferner sei zu erwarten, dass Aktien besser als Anleihen abschneiden würden und sich eine weitere Schwächung des US-Dollars in Grenzen halte. Laut Saxo Bank solle mit dem allmählichen Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik der FED auch die Volatilität wieder steigen, die momentan so niedrig sei wie nie zuvor. Zudem dürfte der Ölpreis nach Einschätzung der Bank zwar auf hohem Niveau verharren, aber nicht weiter zulegen.
Weltwirtschaftliche Risikofaktoren seien der chinesische Immobilienmarkt und sein hoher Refinanzierungsbedarf, ein möglicher Wachstumseinbruch in Frankreich oder Deutschland infolge rückläufiger Exporte nach Asien sowie die anhaltend hohen Energiepreise. Steigende Energiepreise würden den Konsum belasten, da sie das verfügbare Einkommen der Verbraucher verringern würden.
Steen Jakobsen, Chefökonom der Saxo Bank, sehe zudem Probleme durch die ungleiche Verteilung des Kapitals: "Nur 20 Prozent der Wirtschaft, nämlich börsennotierte Aktiengesellschaften und Banken, verfügen über nahezu 100 Prozent des Kapitals. Den übrigen 80 Prozent, also überwiegend kleinen und mittleren Unternehmen, wird damit regelrecht die Luft abgeschnürt."
Die Börsenbewertungen erschienen zwar angemessen, doch das sei lediglich durch die entsprechend niedrigeren Kapitalkosten dieser "privilegierten 20 Prozent" bedingt, so die Analysten der Saxo Bank. Das Vertrauen in die quantitative Lockerung und die verbreitete Präferenz für Aktienanlagen würden diese Entwicklung nur noch verstärken. Jakobsen weiter: "Wenn sich an dieser extremen Ungleichverteilung nichts ändert, droht eine Japanisierung, ein Jahrzehnt der Stagnation. Im Interesse einer florierenden Weltwirtschaft ist eine Korrektur dieses Ungleichgewichts daher dringend geboten."
Peter Garnry, leitender Aktienstratege bei Saxo Bank, betone, dass Aktieninvestments nach wie vor Voraussetzung für deutliche Kapitalzuwächse seien. Das relative Re-Pricing zwischen Aktien und Anleihen habe sich auch 2014 fortgesetzt, denn seit 1995 liege der Gesamtertrag bei Aktien gegenüber Anleihen noch unter dem Niveau der Aktienrisikoprämien. Garnry weiter: "Aktien sind nach wie vor die attraktivste Anlageform. Sie sind derzeit fair bewertet und es bestehen keinerlei Hinweise auf eine Blasenbildung."
Infolge der Verschärfung der Situation im Irak habe der Erdölpreis stark angezogen, wenngleich der Anstieg prozentual noch moderat sei. Ein weiterer Anstieg würde vor allem die Währungen jener Länder belasten, die stark von Energieimporten abhängen würden und pro BIP-Einheit am energieintensivsten seien. Insbesondere Indien, Südkorea und Südafrika würden eine hohe Energieintensität des BIP aufweisen und seien insofern gefährdet. Aber auch die Türkei, Polen und Ungarn seien aufstrebende Volkswirtschaften, die stark von Erdölimporten abhängen würden. Davon würden auch ihre Währungen bestimmt.
Hierzu John J. Hardy, Leiter Devisenstrategie bei der Saxo Bank: "Wir haben gerade eine Phase hinter uns, in der die Ölpreise so stabil waren wie nie zuvor. Insofern wird die Preisentwicklung weitaus extremer verlaufen müssen, um sich spürbar negativ auf Wirtschaft und Währungen auszuwirken."
Saxo Bank setze im dritten Quartal 2014 vor allem auf folgende Positionen: short EUR/JPY, short AUD (Australischer Dollar) vs. USD und CAD (Kanadischer Dollar), long NOK (Norwegische Krone)/SEK (Schwedische Krone) bei Schwäche sowie long MXN (Mexikanischer Peso)/TRY (Türkische Lira).
Trotz der jüngsten Outperformance von Rohstoffwerten gebe die Situation im Irak Anlass zu ernsten Sorgen im Hinblick auf die weltweite Erdölversorgung. Sofern dem Vormarsch militanter Sunniten kein Einhalt geboten werden könne, sei ein Anstieg der Erdölpreise im weiteren Verlauf dieses Jahres unvermeidlich.
Ole S. Hansen, Rohstoffexperte der Saxo Bank, erkläre: "Dass der Irak seine Produktionsziele erfüllen kann, ist jetzt höchst unwahrscheinlich. Damit wächst der Druck auf Saudi-Arabien, seine Produktion zu steigern, damit der Erdölmarkt keine Engpässe erlebt."
Mit Blick auf die Entwicklung des Goldpreises, der 2013 zum ersten Mal seit 13 Jahren gefallen sei, seien die Analysten für den weiteren Jahresverlauf vorsichtig optimistisch. Im ersten Quartal habe der Goldpreis bei durchschnittlich USD 1,225 pro Feinunze gelegen. (10.07.2014/fc/a/m)
Darin würden die Analysten im dritten Quartal eine vergleichsweise positive Entwicklung erwarten und an ihrer optimistischen Einschätzung zur US-Konjunktur festhalten. Demnach werde die US-Wirtschaft nach den schlechten Ergebnissen des ersten Quartals (minus 2,9 Prozent) erneut wachsen.
Ferner sei zu erwarten, dass Aktien besser als Anleihen abschneiden würden und sich eine weitere Schwächung des US-Dollars in Grenzen halte. Laut Saxo Bank solle mit dem allmählichen Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik der FED auch die Volatilität wieder steigen, die momentan so niedrig sei wie nie zuvor. Zudem dürfte der Ölpreis nach Einschätzung der Bank zwar auf hohem Niveau verharren, aber nicht weiter zulegen.
Weltwirtschaftliche Risikofaktoren seien der chinesische Immobilienmarkt und sein hoher Refinanzierungsbedarf, ein möglicher Wachstumseinbruch in Frankreich oder Deutschland infolge rückläufiger Exporte nach Asien sowie die anhaltend hohen Energiepreise. Steigende Energiepreise würden den Konsum belasten, da sie das verfügbare Einkommen der Verbraucher verringern würden.
Steen Jakobsen, Chefökonom der Saxo Bank, sehe zudem Probleme durch die ungleiche Verteilung des Kapitals: "Nur 20 Prozent der Wirtschaft, nämlich börsennotierte Aktiengesellschaften und Banken, verfügen über nahezu 100 Prozent des Kapitals. Den übrigen 80 Prozent, also überwiegend kleinen und mittleren Unternehmen, wird damit regelrecht die Luft abgeschnürt."
Die Börsenbewertungen erschienen zwar angemessen, doch das sei lediglich durch die entsprechend niedrigeren Kapitalkosten dieser "privilegierten 20 Prozent" bedingt, so die Analysten der Saxo Bank. Das Vertrauen in die quantitative Lockerung und die verbreitete Präferenz für Aktienanlagen würden diese Entwicklung nur noch verstärken. Jakobsen weiter: "Wenn sich an dieser extremen Ungleichverteilung nichts ändert, droht eine Japanisierung, ein Jahrzehnt der Stagnation. Im Interesse einer florierenden Weltwirtschaft ist eine Korrektur dieses Ungleichgewichts daher dringend geboten."
Infolge der Verschärfung der Situation im Irak habe der Erdölpreis stark angezogen, wenngleich der Anstieg prozentual noch moderat sei. Ein weiterer Anstieg würde vor allem die Währungen jener Länder belasten, die stark von Energieimporten abhängen würden und pro BIP-Einheit am energieintensivsten seien. Insbesondere Indien, Südkorea und Südafrika würden eine hohe Energieintensität des BIP aufweisen und seien insofern gefährdet. Aber auch die Türkei, Polen und Ungarn seien aufstrebende Volkswirtschaften, die stark von Erdölimporten abhängen würden. Davon würden auch ihre Währungen bestimmt.
Hierzu John J. Hardy, Leiter Devisenstrategie bei der Saxo Bank: "Wir haben gerade eine Phase hinter uns, in der die Ölpreise so stabil waren wie nie zuvor. Insofern wird die Preisentwicklung weitaus extremer verlaufen müssen, um sich spürbar negativ auf Wirtschaft und Währungen auszuwirken."
Saxo Bank setze im dritten Quartal 2014 vor allem auf folgende Positionen: short EUR/JPY, short AUD (Australischer Dollar) vs. USD und CAD (Kanadischer Dollar), long NOK (Norwegische Krone)/SEK (Schwedische Krone) bei Schwäche sowie long MXN (Mexikanischer Peso)/TRY (Türkische Lira).
Trotz der jüngsten Outperformance von Rohstoffwerten gebe die Situation im Irak Anlass zu ernsten Sorgen im Hinblick auf die weltweite Erdölversorgung. Sofern dem Vormarsch militanter Sunniten kein Einhalt geboten werden könne, sei ein Anstieg der Erdölpreise im weiteren Verlauf dieses Jahres unvermeidlich.
Ole S. Hansen, Rohstoffexperte der Saxo Bank, erkläre: "Dass der Irak seine Produktionsziele erfüllen kann, ist jetzt höchst unwahrscheinlich. Damit wächst der Druck auf Saudi-Arabien, seine Produktion zu steigern, damit der Erdölmarkt keine Engpässe erlebt."
Mit Blick auf die Entwicklung des Goldpreises, der 2013 zum ersten Mal seit 13 Jahren gefallen sei, seien die Analysten für den weiteren Jahresverlauf vorsichtig optimistisch. Im ersten Quartal habe der Goldpreis bei durchschnittlich USD 1,225 pro Feinunze gelegen. (10.07.2014/fc/a/m)


