Erdbeben in Chile ohne Auswirkung auf die Kupferproduktion


26.03.12 13:17
Commerzbank Corp. & Markets

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Das schwere Erdbeben gestern in der zentralen Region Chiles, dem mit Abstand weltweit größten Kupferminenproduzenten, hatte Medienberichten zufolge keine Auswirkungen auf die Kupferminen des Landes, berichten die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.

Laut Angaben der Minenbetreiber laufe die Produktion normal. Der Großteil der Kupferminen befinde sich zudem im Norden des Landes, der vom Erdbeben nicht betroffen gewesen sei. Aufgrund der aktuell angespannten Angebotslage am globalen Kupfermarkt hätten mögliche Angebotsausfälle höchstwahrscheinlich eine preistreibende Wirkung. Aussagen von Codelco zufolge, dem weltweit größten Kupferproduzenten, würden sich die Kupferproduzenten generell einem "herausfordernden Umfeld" mit alternden Minen, größeren geopolitischen Risiken und einer höheren Komplexität bei der Entwicklung neuer Projekte gegenüber sehen.

Zudem könnte gemäß Einschätzungen von Codelco die Kupfernachfrage in den kommenden Jahren aufgrund des Wachstums in den Schwellenländern im historischen Vergleich überdurchschnittlich zulegen. Der Kupferpreis sei zuletzt u.a. von spekulativen Finanzanlegern unterstützt worden. Gemäß CFTC-Daten hätten diese in der Woche zum 20. März ihre Netto-Long-Positionen um 20% auf 17,1 Tsd. Kontrakte ausgebaut. Dies entspreche dem höchsten Stand seit Anfang August 2011. Damit wachse allerdings auch das Korrekturpotenzial, sollten die spekulativen Finanzanleger Gewinne mitnehmen und ihre Positionen glattstellen. (26.03.2012/ac/a/m)