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Ethna-DYNAMISCH-Fonds: 09/2023-Bericht, ResMed zu einer Top-10-Position aufgebaut - Fondsanalyse
10.10.23 13:00
ETHENEA
Munsbach (www.fondscheck.de) - Der Börsenmonat September ist auch in diesem Jahr seinem schlechten Ruf gerecht geworden, so die Experten von ETHENEA im Kommentar zum Ethna-DYNAMISCH (ISIN LU1939236748 / WKN A2PB19, T USD ACC H; ISIN LU0455734433 / WKN A0YBKY, A EUR DIS; ISIN LU0455735596 / WKN A0YBKZ, T EUR ACC).
Die globalen Aktienmärkte hätten vergangenen Monat den Rückwärtsgang eingelegt. Zwar warte der marktkapitalisierungsgewichtete S&P 500 noch mit knapp zweistelligen Gewinnen auf. Unter der Oberfläche, jenseits der US-Schwergewichte, sehe das Bild allerdings anders aus. Beim gleichgewichteten S&P 500 habe sich auf Jahressicht nichts getan. Er habe zuletzt auf Richtungssuche um die Nulllinie gependelt. Dabei würden die Fundamentaldaten gar nicht mal schlecht aussehen. Angesichts des schwierigen ökonomischen Umfeldes würden sich sowohl Umsätze als auch Gewinne durchaus robust halten. Auch das Bewertungsniveau des gleichgewichteten S&P 500 sei nicht anspruchsvoll.
Das Anlegersentiment sei inzwischen wieder deutlich pessimistischer geworden. Der Fear & Greed Index von CNN sei beispielsweise wieder im Bereich der "extremen Angst" angekommen. Ein Tiefpunkt, der zuletzt während der US-Regionalbankenkrise im März erreicht worden sei. Von ähnlich tiefen Niveaus seien in der Vergangenheit - als Gegenindikator - tendenziell positive Impulse ausgegangen. Und auch die endende Saisonalitätsschwäche geselle sich zu den unterstützenden Faktoren. Diese hätten die Experten in der Summe dazu veranlasst die Nettoaktienquote per Monatsende, durch die vollständige Auflösung ihrer Absicherung, auf rund 67% anzuheben. Damit reflektieren wir ein leicht verbessertes Chance-Risiko-Profil, so die Experten von ETHENEA.
Dennoch würden sich die Experten noch nicht zu sehr aus der Deckung wagen, denn Belastungsfaktoren seien weiterhin vorhanden. Insgesamt bleibe die Markteinschätzung der Experten tendenziell ausgewogen. Mit ihrer Position in kurzlaufenden Anleihen höchster Bonität (21%) sowie einer ausgeprägten Kassenposition (13%) würden sie diesem Umfeld zusätzlich gerecht zu werden versuchen. Beim gegenwärtigen Zinsniveau würden auch diese defensiven Elemente wieder attraktive Renditen von fast 4% bieten.
Aus Bottom-Up-Perspektive würden sich derzeit zunehmend Chancen ergeben. Eine Opportunität - ResMed - hätten die Experten im September wahrgenommen. ResMed sei ein US-amerikanisches Medizintechnikunternehmen mit einer Marktkapitalisierung von rund 21 Mrd. Euro. Es stelle Beatmungsgeräte und Nebenprodukte (z.B. Masken) für Patienten her, die unter obstruktiver Schlafapnoe (OSA) leiden würden. Eine Krankheit, bei der Atemstörungen während des Schlafes auftreten würden, die wiederum ernsthafte Herz-Kreislauf-Erkrankungen nach sich ziehen würden. ResMed stehe schon lange auf der Beobachtungsliste der Experten. Der Marktführer mit einer rund 30-jährigen Kapitalmarktgeschichte zeichne sich durch starkes Wachstum, hohe Margen und eine robuste Bilanz aus. Genau die Eigenschaften, die die Experten bei ihren Investitionskandidaten suchen würden.
Nach einem starken Kursverfall in den vergangenen Wochen habe die Experten nun auch die Bewertung überzeugt. Ursächlich für den Kursrutsch seien die Erfolge neuartiger GLP-1-Abnehmmedikamente, da Übergewicht ein wesentlicher Risikofaktor für OSA sei. Die Experten würden die Befürchtungen und die Kursreaktion für völlig übertrieben halten. Denn erstens sei Übergewicht nur einer von vielen Risikofaktoren, zweitens seien Beatmungsgeräte selbst nach einer substantiellen Gewichtsreduktion in der großen Mehrheit der Fälle weiterhin notwendig und drittens habe der Markt für Beatmungsgeräte zur Behandlung von OSA in der Vergangenheit bereits mehrfach vermeintlichen Disruptionen (z.B. Adipositas-Chirurgie) standgehalten.
Die Experten würden im Gegenteil sogar von einem positiven Nettoeffekt für ResMed ausgehen. Denn der vermutlich leicht reduzierten OSA-Population stehe eine höhere OSA-Diagnoserate gegenüber, da Übergewichtspatienten aufgrund ihres GLP-1-Interesses in das Gesundheitssystem aufgenommen würden und so unentdeckte OSA-Erkrankungen identifiziert werden könnten. Mit diesem aus ihrer Sicht asymmetrischen Chance-Risiko-Profil hätten die Experten ResMed im September unmittelbar zu einer Top-10-Position aufgebaut.
Allgemein sei zu beobachten, dass sich die anspruchsvollen Bewertungen einiger Qualitätstitel zuletzt deutlich abgebaut hätten. Hier dürften sich auch in den kommenden Wochen und Monaten weitere Chancen ergeben. Darüber hinaus würden die Experten genau auf die Entwicklungen am Anleihenmarkt blicken. Langlaufende US-Staatsanleihen, deren Renditen sich im September sprunghaft nach oben bewegt hätten, würden eine zunehmend attraktive Möglichkeit darstellen, das Portfolio gegen ökonomische Risiken abzusichern. Mit dem bedachten Umgang solcher Opportunitäten würden die Experten ihren Anlegern auch weiterhin einen risikokontrollierten Zugang zu den Kapitalmärkten bieten. (Ausgabe vom 30.09.2023) (10.10.2023/fc/a/f)
Die globalen Aktienmärkte hätten vergangenen Monat den Rückwärtsgang eingelegt. Zwar warte der marktkapitalisierungsgewichtete S&P 500 noch mit knapp zweistelligen Gewinnen auf. Unter der Oberfläche, jenseits der US-Schwergewichte, sehe das Bild allerdings anders aus. Beim gleichgewichteten S&P 500 habe sich auf Jahressicht nichts getan. Er habe zuletzt auf Richtungssuche um die Nulllinie gependelt. Dabei würden die Fundamentaldaten gar nicht mal schlecht aussehen. Angesichts des schwierigen ökonomischen Umfeldes würden sich sowohl Umsätze als auch Gewinne durchaus robust halten. Auch das Bewertungsniveau des gleichgewichteten S&P 500 sei nicht anspruchsvoll.
Das Anlegersentiment sei inzwischen wieder deutlich pessimistischer geworden. Der Fear & Greed Index von CNN sei beispielsweise wieder im Bereich der "extremen Angst" angekommen. Ein Tiefpunkt, der zuletzt während der US-Regionalbankenkrise im März erreicht worden sei. Von ähnlich tiefen Niveaus seien in der Vergangenheit - als Gegenindikator - tendenziell positive Impulse ausgegangen. Und auch die endende Saisonalitätsschwäche geselle sich zu den unterstützenden Faktoren. Diese hätten die Experten in der Summe dazu veranlasst die Nettoaktienquote per Monatsende, durch die vollständige Auflösung ihrer Absicherung, auf rund 67% anzuheben. Damit reflektieren wir ein leicht verbessertes Chance-Risiko-Profil, so die Experten von ETHENEA.
Aus Bottom-Up-Perspektive würden sich derzeit zunehmend Chancen ergeben. Eine Opportunität - ResMed - hätten die Experten im September wahrgenommen. ResMed sei ein US-amerikanisches Medizintechnikunternehmen mit einer Marktkapitalisierung von rund 21 Mrd. Euro. Es stelle Beatmungsgeräte und Nebenprodukte (z.B. Masken) für Patienten her, die unter obstruktiver Schlafapnoe (OSA) leiden würden. Eine Krankheit, bei der Atemstörungen während des Schlafes auftreten würden, die wiederum ernsthafte Herz-Kreislauf-Erkrankungen nach sich ziehen würden. ResMed stehe schon lange auf der Beobachtungsliste der Experten. Der Marktführer mit einer rund 30-jährigen Kapitalmarktgeschichte zeichne sich durch starkes Wachstum, hohe Margen und eine robuste Bilanz aus. Genau die Eigenschaften, die die Experten bei ihren Investitionskandidaten suchen würden.
Nach einem starken Kursverfall in den vergangenen Wochen habe die Experten nun auch die Bewertung überzeugt. Ursächlich für den Kursrutsch seien die Erfolge neuartiger GLP-1-Abnehmmedikamente, da Übergewicht ein wesentlicher Risikofaktor für OSA sei. Die Experten würden die Befürchtungen und die Kursreaktion für völlig übertrieben halten. Denn erstens sei Übergewicht nur einer von vielen Risikofaktoren, zweitens seien Beatmungsgeräte selbst nach einer substantiellen Gewichtsreduktion in der großen Mehrheit der Fälle weiterhin notwendig und drittens habe der Markt für Beatmungsgeräte zur Behandlung von OSA in der Vergangenheit bereits mehrfach vermeintlichen Disruptionen (z.B. Adipositas-Chirurgie) standgehalten.
Die Experten würden im Gegenteil sogar von einem positiven Nettoeffekt für ResMed ausgehen. Denn der vermutlich leicht reduzierten OSA-Population stehe eine höhere OSA-Diagnoserate gegenüber, da Übergewichtspatienten aufgrund ihres GLP-1-Interesses in das Gesundheitssystem aufgenommen würden und so unentdeckte OSA-Erkrankungen identifiziert werden könnten. Mit diesem aus ihrer Sicht asymmetrischen Chance-Risiko-Profil hätten die Experten ResMed im September unmittelbar zu einer Top-10-Position aufgebaut.
Allgemein sei zu beobachten, dass sich die anspruchsvollen Bewertungen einiger Qualitätstitel zuletzt deutlich abgebaut hätten. Hier dürften sich auch in den kommenden Wochen und Monaten weitere Chancen ergeben. Darüber hinaus würden die Experten genau auf die Entwicklungen am Anleihenmarkt blicken. Langlaufende US-Staatsanleihen, deren Renditen sich im September sprunghaft nach oben bewegt hätten, würden eine zunehmend attraktive Möglichkeit darstellen, das Portfolio gegen ökonomische Risiken abzusichern. Mit dem bedachten Umgang solcher Opportunitäten würden die Experten ihren Anlegern auch weiterhin einen risikokontrollierten Zugang zu den Kapitalmärkten bieten. (Ausgabe vom 30.09.2023) (10.10.2023/fc/a/f)
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