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Euro mit Atempause auf hohem Niveau


05.12.12 09:18
UniCredit Research

München (www.aktiencheck.de) - Das griechische Bondrückkaufprogramm und die Ende November veröffentlichten guten Konjunkturindikatoren aus der Eurozone bilden weiterhin die Grundlage für einen gut unterstützten Euro, so die Analysten von UniCredit Research.

Daran werde sich heute voraussichtlich nichts ändern, wenngleich das Aufwärtsmomentum in EUR/USD angesichts bevorstehender Ereignisse wie der EZB-Zinsentscheidung und des US-Arbeitsmarktberichtes spürbar nachlassend dürfte. Auch seien in anderen Asset-Klassen Gewinnmitnahmen nicht auszuschließen. So hätten schon gestern Abend die US-Aktienmärkte etwas an Zuspruch verloren. Die Analysten würden für den Euro selbst kurzfristig durchaus noch Aufwärtspotenzial sehen, aber nicht davon ausgehen, dass die Höchstkurse vom 17. September bei 1,3172 bereits heute schon getestet würden.

Gegenwärtig tue sich USD/JPY schwer, weiteres Aufwärtspotenzial zu entwickeln. Zwar wirke die insgesamt verbesserte globale Risikobereitschaft noch JPY-belastend, aber der bislang ebenfalls negative Faktor der am 16. Dezember anstehenden japanischen Wahlen scheine an Einfluss zu verlieren. Dadurch limitiere sich auch der Aufwärtsspielraum für EUR/JPY, welcher bis maximal 108.00 reichen dürfte.

Seit einige Schweizer Geschäftsbanken angekündigt hätten, auf Frankenguthaben Negativzinsen und/oder Gebühren zu erheben, sei die CHF-Nachfrage deutlich zurückgegangen. Im Vorfeld der SNB-Sitzung am 13. Dezember würden die Analysten zudem ohnehin die Schließung weiterer Franken-Longpositionen erwarten. EUR/CHF dürfte sich bis dahin zumindest auf aktuellem Niveau halten.

Schatzkanzler Osborne werde heute mit Sicherheit nicht einen Haushalt vorstellen, der kurzfristige Wachstumsimpulse beinhalte. Die Analysten würden daher weiteren Aufwärtsspielraum in EUR/GBP erwarten. (05.12.2012/ac/a/m)