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Euro-Nachfrage geht zurück


28.11.12 10:39
UniCredit Research

München (www.aktiencheck.de) - Die Einigung der internationalen Kreditgebern auf neue Hilfen für Griechenland konnte den Euro nicht weiter beflügeln, so die Analysten von UniCredit Research.

Ein deutlicher Kursrückgang an der Börse in Griechenland, neu entfachte Diskussionen über die Euro-Beschlüsse und ein Rückgang der Euro-Nachfrage von der Cross-Seite hätten den Euro im Tagesverlauf auf ein Kursniveau bis auf 1,2915 USD gedrückt. In Asien sei er in einer Range von 1,2912 zu 1,2946 USD gehandelt worden. Im weiteren Tagesverlauf würden um 10:00 Uhr aus dem Euroraum die M3-Zahlen für Oktober (Erwarttung: 2,8%), um 14:00 Uhr die vorläufigen CPI-November-Zahlen aus Deutschland (Erwartung: 1,8%), um 16:00 Uhr die US-Neubauverkäufe für Oktober (Erwartung: +390 Tsd.) und um 20:00 Uhr das Beige Book der FED erwartet.

Die positive Stimmung der letzten Tage sei dahin, das Verkaufsinteresse dürfte sich bei nachhaltigen Kursen unter 1,2900 USD verstärken. Das Korrekturpotenzial aus dem Anstieg der letzten Tage liege bei Kursen im Bereich von 1,2770 bis 1,2840 USD, weiteres Abwärtspotenzial bis um 1,2530 ergebe sich bei einer Stabilisierung unter 1,2770 USD.

Das Yen-Verkaufsinteresse sei am Devisenmarkt vorerst zum erliegen gekommen und auch die Aktienbörsen in Japan hätten heute Verluste hinnehmen müssen. Das Korrekturrisiko der letzten Tage habe sich zwar leicht abgebaut, EUR/JPY-Kurse bis um 104,60 seien aber noch zu berücksichtigen. Die Spekulation auf eine politische Veränderung in Japan werde aber bis zur Wahl am 16. Dezember erhalten bleiben und der Kurs sich dadurch in den nächsten Tagen um die Marke von 105,00 einpendeln.

Der EUR/CHF-Handel habe sich gestern erneut in einer engen Bandbreite von 1,2034 bis 1,2053 vollzogen. Wirtschaftszahlen würden heute nicht erwartet. Um 18:15 Uhr halte zwar der SNB-Vorsitzende Thomas Jordan in Bern eine Rede über "Geldpolitik und Anlagepolitik der Nationalbank im Zeichen der Frankenstärke", neue Erkenntnisse bzw. eine großartige Einflußnahme auf die Kursentwicklung würden aber nicht erwartet.

Die vorläufigen BIP-Zahlen aus Großbritannien seien gestern wie vom Markt erwartet mit 1,0% veröffentlicht worden. Nachlassendes Kaufinteresse bei EUR/USD und Gewinnmitnahmen in GBP/JPY habe auch bei EUR/GBP für eine leichte Korrektur gesorgt. Wichtige Wirtschaftsdaten würden im Laufe des Tages nicht veröffentlicht, der Kursrückgang müsste sich im weiteren Handelsverlauf aber noch leicht fortsetzen. (28.11.2012/ac/a/m)