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Euro hat Mühe, sein Niveau zu halten


02.11.12 10:33
UniCredit Research

München (www.aktiencheck.de) - Der verheerende Sturm an der US-Ostküste machte auch vor den Finanzmärkten keinen Halt, so die Analysten von UniCredit Research.

Vorübergehend habe es keine Notierungen an den US-Börsen gegeben und der USD sei unter Druck geraten. Auch scheinen die FX-Märkte gegenwärtig Probleme zu haben, die US-Daten richtig einzuschätzen, so die Analysten von UniCredit Research. So habe EUR/USD gestern vom verbesserten ADP-Report profitiert, habe aber infolge eines ebenfalls verbesserten ISM-Indexes Kursverluste hinnehmen müssen. Diesen Paradigmenwechsel würden die Analysten der "Würdigung des Krisenmanagements" zuschreiben.

Wie nun heute Nachmittag ein ordentlicher Stellenaufbau gewertet würde, sei ebenfalls nicht ganz klar. Die Analysten würden dennoch vermuten, dass dieser wieder dem globalen Bild zugute käme und EUR/USD leicht profitiere. Von starken Kurssteigerungen sei man jedoch weit entfernt, nachdem ein griechisches Gericht die von den internationalen Geldgebern geforderte Rentenreform als möglicherweise verfassungswidrig eingestuft habe. Insgesamt betrachtet, dürfte EUR/USD heute nicht über 1,30 hinausgehen.

Der gestrige ADP-Report habe USD/JPY wieder über 80 ansteigen lassen und EUR/JPY mit nach oben gezogen. Heute jedoch seien die Sorgen um Griechenland wieder in den Vordergrund gerückt und hätten auch EUR/JPY erneut unter Druck gebracht. Für den Tagesverlauf sehe man Aufwärtspotenzial bis maximal 104,10.

Die neuen Sorgen um Griechenland, einschließlich des Hinauszögerns des Troika-Reports, hätten auch wieder den Safe-Haven-Status des CHF aktiviert. Hinzu sei ein verbesserter Einkaufsmanager-Index aus der Schweiz gekommen. Ohne SNB-Interventionen halte man ein weiteres Abbröckeln durchaus für möglich.

Verbesserte Wirtschaftsdaten aus UK würden Sterling in einer Phase relativer Stärke halten. Kurse unter 0,80 EUR/GBP seien in Reichweite. (02.11.2012/ac/a/m)