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Europäische Anleihefonds mit Mittelabflüssen im 1. Quartal - US-Anleihefonds weniger schwach
28.03.17 11:18
Nordea
Stockholm (www.fondscheck.de) - Die kumulierten Mittelflüsse der letzten drei Monate (einschließlich Februar 2017) im europäischen Anleihesegment zeigen bemerkenswerte regionale Unterschiede, die teilweise die diesjährige politische Risikolage widerspiegeln, so die Analysten der Nordea.
Die europäischen Anleihefonds hätten, mit Ausnahme des europäischen Hochzinssegments, über alle Klassen hinweg über einen gleitenden Dreimonatszeitraum Mittelabflüsse verzeichnet. US-Anleihefonds hätten sich weniger schwach als ihre europäischen Pendants entwickelt. Das bestätigt die Analysten der Nordea in ihrer relativen Vorliebe für hochwertige US-Anleihen gegenüber europäischen Anleihen. Während die Abflüsse aus US-Staatsanleihen minimal geblieben seien, hätten Unternehmensanleihen Anfang 2017 sogar Zuflüsse verzeichnet, was vermutlich an dem seit Jahresbeginn allgemein risikofreundlichen Umfeld liege.
Durch den sinkenden US-Dollar und positive makrowirtschaftliche Überraschungen seien Schwellenländeranleihefonds wieder beliebter geworden. Nach Abflüssen Ende 2016 hätten sie Anfang dieses Jahres wieder Zuflüsse verzeichnet. Insofern hätten die Anleihemärkte weitgehend denselben Stimmungsumschwung bei Investoren wie Aktien auf einer regionalen Ebene reflektiert.
"Grundsätzlich ist der viel zitierte Reflationshandel an den Mittelflüssen nicht ablesbar", sage Witold Bahrke, Senior Macro Strategist bei Nordea Asset Management. "Die Zuflüsse in europäische und US-amerikanische inflationsgeschützte Anleihen haben sich netto sogar verlangsamt und sind mittlerweile leicht negativ. Das widerspricht dem immer wieder bemühten Reflationsnarrativ. Zudem scheinen keine Belege für eine zunehmende Umschichtung aus Anleihen vorzuliegen. Insgesamt erlitten Anleihen nur im November 2016, zum Höhepunkt des Reflationsrummels, netto negative Mittelflüsse, während sie danach wieder in den positiven Bereich zurückkehrten."
"Die Chance eines Wahlsiegs von Le Pen hat die Entwicklung europäischer Staatsanleihen deutlich beeinflusst. Sofern die Wahrscheinlichkeit eines Le Pen-Siegs nicht deutlich sinkt, ist in Europa mit einiger Volatilität der Zu- und Abflüsse zu rechnen, wobei die Abflüsse tendenziell dominieren dürften. Im Staatsanleihesegment favorisieren wir daher die USA gegenüber Europa. Ohne extreme politische Entwicklungen erwarten wir in Europa jedoch keine Katastrophe an den Anleihemärkten." (28.03.2017/fc/a/f)
Die europäischen Anleihefonds hätten, mit Ausnahme des europäischen Hochzinssegments, über alle Klassen hinweg über einen gleitenden Dreimonatszeitraum Mittelabflüsse verzeichnet. US-Anleihefonds hätten sich weniger schwach als ihre europäischen Pendants entwickelt. Das bestätigt die Analysten der Nordea in ihrer relativen Vorliebe für hochwertige US-Anleihen gegenüber europäischen Anleihen. Während die Abflüsse aus US-Staatsanleihen minimal geblieben seien, hätten Unternehmensanleihen Anfang 2017 sogar Zuflüsse verzeichnet, was vermutlich an dem seit Jahresbeginn allgemein risikofreundlichen Umfeld liege.
"Grundsätzlich ist der viel zitierte Reflationshandel an den Mittelflüssen nicht ablesbar", sage Witold Bahrke, Senior Macro Strategist bei Nordea Asset Management. "Die Zuflüsse in europäische und US-amerikanische inflationsgeschützte Anleihen haben sich netto sogar verlangsamt und sind mittlerweile leicht negativ. Das widerspricht dem immer wieder bemühten Reflationsnarrativ. Zudem scheinen keine Belege für eine zunehmende Umschichtung aus Anleihen vorzuliegen. Insgesamt erlitten Anleihen nur im November 2016, zum Höhepunkt des Reflationsrummels, netto negative Mittelflüsse, während sie danach wieder in den positiven Bereich zurückkehrten."
"Die Chance eines Wahlsiegs von Le Pen hat die Entwicklung europäischer Staatsanleihen deutlich beeinflusst. Sofern die Wahrscheinlichkeit eines Le Pen-Siegs nicht deutlich sinkt, ist in Europa mit einiger Volatilität der Zu- und Abflüsse zu rechnen, wobei die Abflüsse tendenziell dominieren dürften. Im Staatsanleihesegment favorisieren wir daher die USA gegenüber Europa. Ohne extreme politische Entwicklungen erwarten wir in Europa jedoch keine Katastrophe an den Anleihemärkten." (28.03.2017/fc/a/f)


