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Extremes Wetter stützt Rohstoffe


24.02.14 16:06
Saxo Bank

Kopenhagen (www.fondscheck.de) - Rohstoffe fuhren in der dritten Woche in Folge Gewinne ein, insbesondere der Agrar- und Edelmetallsektor überzeugten, sagt Ole Hansen, Rohstoffexperte bei der Saxo Bank.

Vom Wirtschaftswachstum abhängige Sektoren wie Energie und Industriemetalle hätten auch positiv abgeschlossen, seien jedoch vom Abschwung in der chinesischen Produktion gebremst worden.

Die widrigen Wetterverhältnisse auf dem amerikanischen Kontinent seien weiterhin die wichtigsten Treiber. "Der extrem kalte Winter in den USA hat die Nachfrage nach Erdgas, Heizöl und in der Konsequenz auch WTI-Öl nach oben schnellen lassen. Im Gegensatz dazu hat in Brasilien der heißeste Januar seit Wetteraufzeichnung zu einer Rallye der Kaffeesorte Arabica geführt, da die extrem trockenen Bedingungen zu Produktionsverringerungen geführt haben", sage Hansen.

Gold und Silber hätten ihre starken Gewinne der letzten Wochen gefestigt. Das Momentum und die technischen Händler seien wieder auf die Käuferseite gewechselt und würden nun auf einen Treiber warten, der die Edelmetalle weiter nach oben schieben könnte. "Beim Ausbleiben dieses Treibers jedoch werden sowohl bei Gold als auch bei Silber einige Long-Positionen aufgelöst, sollten beide den 200-Tage-Durchschnitt von 1.302 bzw. 21,02 US-Dollar pro Feinunze unterschreiten", sage Hansen.

Die Ölsorte WTI habe zum ersten Mal in diesem Jahr die Marke von 100 USD pro Barrel geknackt und die sechste Woche in Folge mit Gewinnen abgeschlossen. Der Spread zur Sorte Brent sei auf 7 USD pro Barrel geschrumpft. "Das kalte Wetter in den USA stützt die starke Raffinerieproduktion aufgrund des erhöhten Bedarfs an Heizöl und des allmählichen Abbaus des Überangebots in Cushing, Oklahoma", sage Hansen abschließend. (24.02.2014/fc/a/m)