Fernost-Fonds unter der Lupe


01.08.07 11:30
Echte Werte

Göttingen (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "Echte Werte" nehmen den Fernost Fonds unter die Lupe.

Die luxemburgische Fondsgesellschaft Nestor wolle ihrem Aushängeschild "Fernost Fonds" eine neue Strategie zuordnen. Ab Herbst 2007 solle Managerin Anna Ho nur noch in kleine Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von bis zu einer Milliarde US-Dollar investieren.

Bislang habe das Portfolio des "Fernost Fonds" zu etwa 90 Prozent aus kleinen und zu 10 Prozent aus mittelgroßen Unternehmen bestanden. Indem sich der "Fernost Fonds" nun ausschließlich auf kleine Unternehmen beschränke, wolle Nestor sein Produkt stärker von dem nahezu identischen Konkurrenzprodukt "Asian Small Cap" aus dem Hause Carlson abgrenzen. Fondsmanagerin Anna Ho zeichne für beide Fonds verantwortlich. Beim Carlson-Fonds müsse sie jedoch aufgrund des hohen Volumens verstärkt auf mittelgroße Unternehmen ausweichen.

Zudem solle Ho für das Produkt von Nestor künftig verstärkt in indische Unternehmen investieren. Bislang sei dies nur beschränkt möglich gewesen: M. M. Warburg sei als zuständige Depotbank nicht in Indien zugelassen. Daher habe für den "Fernost Fonds" nicht an der Börse in Bombay gehandelt werden können. In diesem Herbst werde M.M. Warburg wohl die notwendige Zulassung erhalten. Der Indien-Anteil im Portfolio solle dann von aktuell 4 auf bis zu 20 Prozent steigen.

Anna Ho habe in China meist 20-30 Unternehmen in Beobachtung. Parameswhara Krishnan, zuständig für die Aktienauswahl in Indien, beobachte etwa 60-100 Werte. Gut 30 bis 50 Titel würden insgesamt das Portfolio bestücken. Aufgrund der geringeren Liquidität von Small- und Mid Caps würden die Einzeltitelgewichte nicht über 5% hinausgehen.

Kurse von Unternehmen mit niedrigem Börsenwert seien generell schwankungsanfälliger als Large Cap Investments. Die regionale Beschränkung der von Anna Ho betreuten Fonds begünstige ebenfalls überdurchschnittliche Kursschwankungen.

Ein Blick in die Vergangenheit zeigt jedoch, dass diese hohe Volatilität stets in stolze Performance mündete, so die Experten von "Echte Werte". (Ausgabe 2)
(01.08.2007/fc/a/f)