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Finanzmarkt Investoren gehen zu einseitig vor


21.12.07 13:43
Lyxor Asset Management

Paris (aktiencheck.de AG) - Bei ihrer Geldanlage gehen viele Investoren zu einseitig vor, so die Experten von Lyxor Asset Management.

"Es gibt immer noch Anleger, deren Portfolios von einzelnen Aktien dominiert werden", sage Prof. Dr. Alexander Kempf, der Direktor des Centre for Financial Research an der Universität zu Köln. Im aktuellen "ETF"-Kundenmagazin von Lyxor Asset Management spreche er über sinnvolle Asset Allocation, den Schwerpunkt dieser Ausgabe. Er rate Anlegern, bei der Vermögensanlage nicht zu stark auf einzelne Assets oder Asset Klassen zu setzen. "Eine deutliche Risikoreduzierung lässt sich schon mittels weniger Asset Klassen erreichen. Unsere Untersuchungen haben gezeigt, dass der Grad der Diversifikation anfangs mit jeder weiteren Asset Klasse deutlich zunimmt, die entsprechende Kurve dann aber allmählich abflacht", erkläre Kempf.

Man stelle sich doch die Frage, welche Asset Klassen in jedem Depot enthalten sein sollten. Karl Matthäus Schmidt, Sprecher des Vorstands bei der quirin bank, gebe dazu im "ETF"-Kundenmagazin von Lyxor Asset Management folgende Antwort: "Neben den traditionellen Anlageklassen wie Liquidität, Aktien und festverzinslichen Wertpapieren sollte man auch Edelmetalle, Rohstoffe, Währungen, Hedgefonds und Private Equity-Strukturen einbeziehen. Durch ein breit diversifiziertes Portfolio reduziert der Anleger sein Risiko", sage Schmidt. Er selbst setze dabei auf die Core-Satellite-Strategie.

Als Kerninvestments, die eine solide Rendite erwirtschaften sollten, kämen seiner Ansicht nach die marktbreiten Aktienindices MSCI World und MSCI Europe infrage. Große Chancen, als Satellit eine überdurchschnittliche Performance zu erzielen, biete derzeit der DJ STOXX 600 Basic Resources, der die größten Unternehmen der Grundstoffbranche abbilde.

Experten seien sich einig, dass börsengehandelte Investmentfonds in Form von Exchange Traded Funds vor allem langfristig ein sinnvolles Instrument bei der Asset Allocation seien. "Auf lange Ratingperioden von fünf bis zehn Jahren landen ETFs mindestens in der oberen Hälfte der Ratingtabellen - viele zählen sogar zum oberen Drittel der jeweiligen Peer Group", sage Werner Hedrich, Leiter des Fondsresearch bei Morningstar Deutschland, im "ETF"-Kundenmagazin. Aufgrund der höheren Kosten sei es fraglich, ob es aktiv gemanagte Fonds schaffen würden, in einer Zeitperiode von mehr als drei Jahren vor dem entsprechenden Indexfonds zu liegen. "Dies gelingt allenfalls bei ineffizienten Asset Klassen oder bei Nebenwerten", so Werner Hedrich. (21.12.2007/fc/a/m)