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Finanzmarkt folgt weiter der Spur des Geldes
11.07.14 12:05
Man
Vaduz (www.fondscheck.de) - Angesichts der für die Sommermonate typischen geringen Volatilität und keiner größeren geopolitischen Probleme, die für Aufruhr sorgen könnten, folgen die Märkte weiterhin der Spur des Geldes, so die Experten von Man.
Die US-Notenbank FED, als wichtigster Impulsgeber für das weltweite Marktklima, dürfte auf absehbare Zeit auf ihrem liquiditätsgetriebenen Kurs bleiben und das geldpolitische Umfeld damit positiv beeinflussen. Dennoch sollten potenzielle politische Risiken im Auge behalten werden, so das FRM-Investmentteam bei Man. "Der russisch-ukrainische Konflikt bleibt weiterhin ungelöst und auch die Lage im Nahen Osten ist als zunehmend instabiler einzuschätzen. Das könnte sich ungünstig auf die Entwicklung der Aktienmärkte auswirken, insbesondere wenn die Ölförderung betroffen sein sollte. Fraglich ist auch, wie es mit der wirtschaftlichen Stabilität und dem Wirtschaftswachstum Chinas weitergeht. Hier könnte der schwächelnde Immobilienmarkt für unangenehme Überraschungen sorgen."
Die regelmäßigen Liquiditätsspritzen der Zentralbanken hätten den Märkten in den vergangenen sechs Monaten jedoch eine ungewöhnliche Widerstandskraft gegenüber äußeren Einflüssen verliehen. Mit Ausnahme japanischer Aktien hätten die meisten großen Anlageklassen Gewinne verzeichnet. US-Anleihen etwa hätten entgegen den Erwartungen zulegen können und sowohl die Aktien- als auch die Anleihemärkte in den Schwellenländern hätten nach einer längeren Durststrecke wieder aufatmen können.
Der Juni habe sich über alle Strategien hinweg als ein positiver Monat für die Hedgefonds-Industrie erwiesen. Zum zweiten Mal in Folge hätten vor allem Managed Futures punkten können und sich als Haupttreiber für die insgesamt gute Performance gezeigt. Dabei seien die Long-Positionierungen in den Aktienmärkten der entwickelten Volkswirtschaften die Zugpferde der starken Entwicklung gewesen.
Auch diskretionäre Manager könnten sich über den Verlauf des Monats kaum beschweren, auch wenn die Gewinne überschaubar gewesen seien. Freuen können hätten sich vor allem diejenigen, die bei japanischen und amerikanischen Aktien long gegangen seien. Doch die allgemein niedrige Volatilität mache es diskretionären Managern derzeit schwer, überhaupt interessante oder vielversprechende Handelsoptionen zu finden. Emerging Market-Manager seien in solch einem Umfeld vergleichsweise besser zurechtgekommen. Durch die Jagd der Anleger nach Rendite und die Mittelzuflüsse in den Markt hätten sich risikoreichere Werte durchsetzen können - trotz geringer Volatilität.
Wie bereits im vergangenen Monat hätten bei den Rohstoff-Managern diejenigen zu den Gewinnern gehört, die auf Energiewerte gesetzt hätten.
Der Erfolg von Equity Long-Short-Strategien habe im Juni abhängig von den Regionen variiert. Europäische Manager hätten im Vergleich zu ihren amerikanischen Pendants eher schlecht abgeschnitten. Mid- und Small Cap-Werte in Europa hätten im Vergleich zu Aktien großer Unternehmen geschwächelt und auch Technologie-, Konsumgüter- sowie Finanzaktien hätten insgesamt unter der breiteren Marktentwicklung gelegen. US-Manager hingegen hätten den Monat mit einem leichten Plus abgeschlossen. Vor allem Manager, die sich auf M&A-Aktivitäten konzentriert hätten, hätten im Juni Gewinne einfahren können.
Kredit-Manager hätten diesen Monat wieder ein wenig aufgeatmet und kleine Gewinne erzielt, insbesondere wenn sie auf renditestarke Unternehmen gesetzt hätten. Auch im Bereich Relative Value sei es etwa Statistical Arbitrage-Managern gelungen, solide Ergebnisse zu liefern, wobei die Schwellenländermärkte die Nase vorn vor den entwickelten Märkten gehabt hätten. (11.07.2014/fc/a/m)
Die US-Notenbank FED, als wichtigster Impulsgeber für das weltweite Marktklima, dürfte auf absehbare Zeit auf ihrem liquiditätsgetriebenen Kurs bleiben und das geldpolitische Umfeld damit positiv beeinflussen. Dennoch sollten potenzielle politische Risiken im Auge behalten werden, so das FRM-Investmentteam bei Man. "Der russisch-ukrainische Konflikt bleibt weiterhin ungelöst und auch die Lage im Nahen Osten ist als zunehmend instabiler einzuschätzen. Das könnte sich ungünstig auf die Entwicklung der Aktienmärkte auswirken, insbesondere wenn die Ölförderung betroffen sein sollte. Fraglich ist auch, wie es mit der wirtschaftlichen Stabilität und dem Wirtschaftswachstum Chinas weitergeht. Hier könnte der schwächelnde Immobilienmarkt für unangenehme Überraschungen sorgen."
Die regelmäßigen Liquiditätsspritzen der Zentralbanken hätten den Märkten in den vergangenen sechs Monaten jedoch eine ungewöhnliche Widerstandskraft gegenüber äußeren Einflüssen verliehen. Mit Ausnahme japanischer Aktien hätten die meisten großen Anlageklassen Gewinne verzeichnet. US-Anleihen etwa hätten entgegen den Erwartungen zulegen können und sowohl die Aktien- als auch die Anleihemärkte in den Schwellenländern hätten nach einer längeren Durststrecke wieder aufatmen können.
Auch diskretionäre Manager könnten sich über den Verlauf des Monats kaum beschweren, auch wenn die Gewinne überschaubar gewesen seien. Freuen können hätten sich vor allem diejenigen, die bei japanischen und amerikanischen Aktien long gegangen seien. Doch die allgemein niedrige Volatilität mache es diskretionären Managern derzeit schwer, überhaupt interessante oder vielversprechende Handelsoptionen zu finden. Emerging Market-Manager seien in solch einem Umfeld vergleichsweise besser zurechtgekommen. Durch die Jagd der Anleger nach Rendite und die Mittelzuflüsse in den Markt hätten sich risikoreichere Werte durchsetzen können - trotz geringer Volatilität.
Wie bereits im vergangenen Monat hätten bei den Rohstoff-Managern diejenigen zu den Gewinnern gehört, die auf Energiewerte gesetzt hätten.
Der Erfolg von Equity Long-Short-Strategien habe im Juni abhängig von den Regionen variiert. Europäische Manager hätten im Vergleich zu ihren amerikanischen Pendants eher schlecht abgeschnitten. Mid- und Small Cap-Werte in Europa hätten im Vergleich zu Aktien großer Unternehmen geschwächelt und auch Technologie-, Konsumgüter- sowie Finanzaktien hätten insgesamt unter der breiteren Marktentwicklung gelegen. US-Manager hingegen hätten den Monat mit einem leichten Plus abgeschlossen. Vor allem Manager, die sich auf M&A-Aktivitäten konzentriert hätten, hätten im Juni Gewinne einfahren können.
Kredit-Manager hätten diesen Monat wieder ein wenig aufgeatmet und kleine Gewinne erzielt, insbesondere wenn sie auf renditestarke Unternehmen gesetzt hätten. Auch im Bereich Relative Value sei es etwa Statistical Arbitrage-Managern gelungen, solide Ergebnisse zu liefern, wobei die Schwellenländermärkte die Nase vorn vor den entwickelten Märkten gehabt hätten. (11.07.2014/fc/a/m)


