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Fonds: "Aufträge fast ausnahmslos auf der Verkaufsseite"
28.05.25 12:30
Deutsche Börse AG
Frankfurt (www.fondscheck.de) - Nach der imposanten Rallye der vergangenen Monate und der schnellen Erholung nach dem "Zoll-Crash" im April neigen viele Anleger und Anlegerinnen mittlerweile zu schnelleren Gewinnmitnahmen, wenn es an den Aktienmärkten etwas unruhiger wird, so die Deutsche Börse AG.
"In der durch den Zollstreit verursachten Abwärtsbewegung am vergangenen Freitag habe man extrem hohe Umsätze und viele Orders, fast ausnahmslos auf der Verkaufsseite, verzeichnet", berichte Matthias Präger von der Baader Bank.
Abgaben beobachte der Fonds-Händler im europäischen Raum für den cominvest Fondak (ISIN DE0008471012) und den FT Frankfurt-Effekten-Fonds (ISIN DE0008478058). Im Zuge der Erholung sei vor allem der JPM Europe Equity Plus (ISIN LU0289089384) gekauft worden, der gerade auf ein neues Allzeithoch gestiegen sei. Bei den weltweit anlegenden Aktienfonds zeige sich ein ähnliches Bild. Der international streuende DWS Top Dividende (ISIN DE0009848119) werde ebenso verkauft wie der DWS Global Growth (ISIN DE0005152441) und der Deka-GlobalChampions CF (ISIN DE000DK0ECU8).
Mit Blick auf die asiatischen Börsen herrsche vor allem in Bezug auf China große Skepsis. "Das Thema Zollstreit steht über allem und schürt die Unsicherheit", erkläre Präger. Auf den Abgabelisten ständen folgerichtig der FF - China Focus (ISIN LU0173614495) und der FF - Greater China (ISIN LU0048580855). Wenn entsprechend Aktienfonds gesucht würden, dann zumeist der HSBC GIF Hong Kong Equity (ISIN LU0011817854).
Ivo Orlemann von der ICF Bank sehe bei insgesamt dünnen Umsätzen zumindest im Bereich der Technologie-Fonds relativ großes Interesse. Ganz oben auf den Einkaufslisten: Der FF - Global Technology Fund (ISIN LU0099574567). Auch der Franklin Technology Fund (ISIN LU0260870158) und der BlackRock Global Funds - World Technology (ISIN LU0171310443) seien gesucht. Für den DWS Artificial Intelligence (ISIN DE0008474149) überwiege laut Orlemann zwar ebenfalls die Nachfrage, "es kommt aber schon auch zu Gewinnmitnahmen, je nachdem, was Trump und Musk wieder von sich geben".
"Hohe Umsätze mit deutlichem Kaufüberhang" sehe Präger im Segment der Geldmarktfonds. Favorisiert würden der DWS Flexizins Plus Fund (ISIN DE0008474230) und der Deutsche Floating Rate Notes (ISIN LU0034353002). "Die weltpolitische Situation treibt scheinbar immer noch sehr viele Anleger in diese "sicheren Häfen"." Das bestätige auch Orlemann, der "recht gute Umsätze" für den Fixed Income One (ISIN AT0000A347S9) und den UniOpti4 (ISIN LU0262776809) erkenne. Allerdings werde hier auf beiden Seiten aktiv gehandelt.
Von einer "eher gestiegenen Nachfrage" berichte der Händler der ICF Bank bei Immobilienfonds. "Abgabedruck haben wir hier zurzeit eher nicht." Während der hausInvest (ISIN DE0009807016), der Deka-ImmobilienEuropa (ISIN DE0009809566) und der UniImmo: Europa (ISIN DE0009805515) überwiegend gekauft würden, habe das Interesse an dem WestInvest InterSelect (ISIN DE0009801423) zuletzt etwas abgenommen.
Die Umsätze der an der Börse Frankfurt gehandelten aktiven Fonds seien in den ersten vier Monaten 2025 um 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Im April habe der Zuwachs sogar bei 38 Prozent gelegen. Aktienfonds hätten ihre Führung mit einem Marktanteil von jetzt 52 Prozent (Vorjahr: 46 Prozent) weiter ausbauen können. Deutliche Einbußen hätten im Gegenzug die offenen Immobilienfonds verzeichnet, deren Anteil an den Umsätzen zwischen Januar und April von fast 30 Prozent im Jahr 2024 auf weniger als 20 Prozent gesunken sei. Im April seien sie mit nur 13 Prozent sogar hinter die Mischfonds (18 Prozent) zurückgefallen. (28.05.2025/fc/a/f)
"In der durch den Zollstreit verursachten Abwärtsbewegung am vergangenen Freitag habe man extrem hohe Umsätze und viele Orders, fast ausnahmslos auf der Verkaufsseite, verzeichnet", berichte Matthias Präger von der Baader Bank.
Abgaben beobachte der Fonds-Händler im europäischen Raum für den cominvest Fondak (ISIN DE0008471012) und den FT Frankfurt-Effekten-Fonds (ISIN DE0008478058). Im Zuge der Erholung sei vor allem der JPM Europe Equity Plus (ISIN LU0289089384) gekauft worden, der gerade auf ein neues Allzeithoch gestiegen sei. Bei den weltweit anlegenden Aktienfonds zeige sich ein ähnliches Bild. Der international streuende DWS Top Dividende (ISIN DE0009848119) werde ebenso verkauft wie der DWS Global Growth (ISIN DE0005152441) und der Deka-GlobalChampions CF (ISIN DE000DK0ECU8).
Ivo Orlemann von der ICF Bank sehe bei insgesamt dünnen Umsätzen zumindest im Bereich der Technologie-Fonds relativ großes Interesse. Ganz oben auf den Einkaufslisten: Der FF - Global Technology Fund (ISIN LU0099574567). Auch der Franklin Technology Fund (ISIN LU0260870158) und der BlackRock Global Funds - World Technology (ISIN LU0171310443) seien gesucht. Für den DWS Artificial Intelligence (ISIN DE0008474149) überwiege laut Orlemann zwar ebenfalls die Nachfrage, "es kommt aber schon auch zu Gewinnmitnahmen, je nachdem, was Trump und Musk wieder von sich geben".
"Hohe Umsätze mit deutlichem Kaufüberhang" sehe Präger im Segment der Geldmarktfonds. Favorisiert würden der DWS Flexizins Plus Fund (ISIN DE0008474230) und der Deutsche Floating Rate Notes (ISIN LU0034353002). "Die weltpolitische Situation treibt scheinbar immer noch sehr viele Anleger in diese "sicheren Häfen"." Das bestätige auch Orlemann, der "recht gute Umsätze" für den Fixed Income One (ISIN AT0000A347S9) und den UniOpti4 (ISIN LU0262776809) erkenne. Allerdings werde hier auf beiden Seiten aktiv gehandelt.
Von einer "eher gestiegenen Nachfrage" berichte der Händler der ICF Bank bei Immobilienfonds. "Abgabedruck haben wir hier zurzeit eher nicht." Während der hausInvest (ISIN DE0009807016), der Deka-ImmobilienEuropa (ISIN DE0009809566) und der UniImmo: Europa (ISIN DE0009805515) überwiegend gekauft würden, habe das Interesse an dem WestInvest InterSelect (ISIN DE0009801423) zuletzt etwas abgenommen.
Die Umsätze der an der Börse Frankfurt gehandelten aktiven Fonds seien in den ersten vier Monaten 2025 um 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Im April habe der Zuwachs sogar bei 38 Prozent gelegen. Aktienfonds hätten ihre Führung mit einem Marktanteil von jetzt 52 Prozent (Vorjahr: 46 Prozent) weiter ausbauen können. Deutliche Einbußen hätten im Gegenzug die offenen Immobilienfonds verzeichnet, deren Anteil an den Umsätzen zwischen Januar und April von fast 30 Prozent im Jahr 2024 auf weniger als 20 Prozent gesunken sei. Im April seien sie mit nur 13 Prozent sogar hinter die Mischfonds (18 Prozent) zurückgefallen. (28.05.2025/fc/a/f)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 83,812 € | 82,837 € | 0,975 € | +1,18% | 16.04./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| LU0099574567 | 921800 | 85,00 € | 58,40 € | |
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