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Fondshandel: Anleger atmen auf
22.10.14 15:27
Deutsche Börse AG
Frankfurt (www.fondscheck.de) - Turbulente Aktienbörsen sorgen für überdurchschnittliche Umsätze im Fondshandel, so die Deutsche Börse AG.
"Dabei bewegten sich Investoren meist analog zum Markt", beschreibe Ivo Orlemann von ICF Kursmakler und begründe das Herdenverhalten mit allgemeiner Ratlosigkeit hinsichtlich der Gründe für die Unsicherheit. Hohe Abschläge seien mit deutlichen Rückflüssen einhergegangen, und umgekehrt hätten sich Anleger bei steigenden Kursen wieder positioniert. "Da ist viel Psychologie im Spiel." Etwa rüttele allein der Verdacht auf eine Rückkehr der Finanzkrise den Markt auf. Kämen dann noch Themen wie Ebola und nach unten korrigierte Konjunkturprognosen hinzu, mache sich schnell Pessimismus breit.
Seit Wochenbeginn gehe es bereits wieder etwas gelassener zu. Insgesamt hätten sich Verkäufe und Käufe in den vergangenen zwei Wochen zu Orlemanns Überraschung in etwa die Waage gehalten. "Neben Mischfonds stehen bei unseren Kunden Biotechnologiewerte im Vordergrund."
"Anleger sind regelrecht aus dem Markt geflüchtet", beschreibe Matthias Präger von der Baader Bank die Verlustphasen bei den Aktienindices. "Wir hatten brutale Verkaufsorders, die in vielen Fällen durch gerissene Stopps ausgelöst wurden." Zwar habe die anschließende Gegenreaktion vereinzelt Käufer angelockt. "Mit den starken Abflüssen sind diese aber nicht zu vergleichen."
Gemischte Fonds stünden ganz oben auf der Umsatzliste, wie Orlemann bemerke. "Spitzenreiter ist der Floßbach von Storch Multiple Opportunities." Nach massiven Abgaben stünden derzeit Käufe im Vordergrund, während es auf Zweiwochensicht in etwa ausgeglichen zugehe.
Ein vergleichbares Bild zeichne der Händler vom Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen. Ebenso stünde der Ethna Aktiv (ISIN LU0136412771 / WKN 764930) wieder stärker im Anlegerfokus, nachdem er einige Monate kaum in der Umsatzbestenliste von ICF Kursmakler aufgetaucht sei. "Auch hier wurden beide Seiten gespielt."
Hingegen hätten sich Fondsinvestoren den Carmignac Patrimoine und den Kapital Plus in Summe ins Depot gelegt. Letzerer investiere überwiegend in Euro notierte, verzinsliche Wertpapiere, wobei rund 30 Prozent der Anlegergelder in Aktien europäischer Unternehmen angelegt würden.
Fonds mit deutschen Werten seien in großem Stil verkauft worden, wie Präger berichte. Anleger hätten sich etwa vom DWS Deutschland, Allianz Nebenwerte Deutschland und vom FF European Growth getrennt. Gegen den Strom schwimme der DWS Aktienstrategie Deutschland. "Hier verbuchen wir leichte Zuflüsse."
Im Bereich international engagierter Portfolios sehe es laut Baader Bank ähnlich aus. Mehrheitlich aus den Depots raus kämen etwa der Arero der Weltfonds, der M&G Global Basics Fund und der Lingohr Systematic LBB Invest (ISIN nicht bekannt/ WKN 977497).
Am DWS Top Dividende würden Anleger scheinbar Gefallen finden. "Hier überwiegen die Zuflüsse." Das Fondsmanagement ziele auf hochkapitalisierte Aktien mit überdurchschnittlichen Dividendenrenditen, die seit Auflegung mit durchschnittlich 4 bis 4,5 Prozent ausgewiesen würden.
Biotech-Werte würden bei ICF Kursmakler in den vergangenen Wochen zu den meist gehandelten Werten gehören und laut Orlemann direkt hinter den Mischfonds rangieren. "Auch hier wurde je nach Börsenbewegung mit dem Markt verkauft oder gekauft." Insgesamt ausgeglichen gehandelt würden beispielsweise der SEB Concept Bio Tech (ISIN LU0118405827 / WKN 542164) und der Candriam Biotechnology.
Unterm Strich abgestoßen worden seien der DWS Biotech und der DWS Health Care Typ 0 (ISIN DE0009769851 / WKN 976985). Immerhin habe der NASDAQ Biotechnology Index in den vergangenen drei Monaten bei hoher Schwankungsbreite von 2.700 auf aktuell 2.911 Punkte zugelegt. Das entspreche einem Plus von rund 7,8 Prozent.
Ein gemischtes Bild mit schwachen Umsätzen zeichne Präger von Fonds mit asiatischen Werten. "Das liegt vermutlich an den angepassten Wachstumsprognosen für China." Auf niedrigem Niveau würde etwa die Euroversion des Baring Hong Kong China Funds mit einer leichten Tendenz abgestoßen. Dem gegenüber finde der Threadneedle China Opportunties (ISIN GB00B1PRW957 / WKN A0MMW3) seinen Weg per saldo in die Anlegerdepots. (22.10.2014/fc/a/f)
"Dabei bewegten sich Investoren meist analog zum Markt", beschreibe Ivo Orlemann von ICF Kursmakler und begründe das Herdenverhalten mit allgemeiner Ratlosigkeit hinsichtlich der Gründe für die Unsicherheit. Hohe Abschläge seien mit deutlichen Rückflüssen einhergegangen, und umgekehrt hätten sich Anleger bei steigenden Kursen wieder positioniert. "Da ist viel Psychologie im Spiel." Etwa rüttele allein der Verdacht auf eine Rückkehr der Finanzkrise den Markt auf. Kämen dann noch Themen wie Ebola und nach unten korrigierte Konjunkturprognosen hinzu, mache sich schnell Pessimismus breit.
Seit Wochenbeginn gehe es bereits wieder etwas gelassener zu. Insgesamt hätten sich Verkäufe und Käufe in den vergangenen zwei Wochen zu Orlemanns Überraschung in etwa die Waage gehalten. "Neben Mischfonds stehen bei unseren Kunden Biotechnologiewerte im Vordergrund."
"Anleger sind regelrecht aus dem Markt geflüchtet", beschreibe Matthias Präger von der Baader Bank die Verlustphasen bei den Aktienindices. "Wir hatten brutale Verkaufsorders, die in vielen Fällen durch gerissene Stopps ausgelöst wurden." Zwar habe die anschließende Gegenreaktion vereinzelt Käufer angelockt. "Mit den starken Abflüssen sind diese aber nicht zu vergleichen."
Gemischte Fonds stünden ganz oben auf der Umsatzliste, wie Orlemann bemerke. "Spitzenreiter ist der Floßbach von Storch Multiple Opportunities." Nach massiven Abgaben stünden derzeit Käufe im Vordergrund, während es auf Zweiwochensicht in etwa ausgeglichen zugehe.
Ein vergleichbares Bild zeichne der Händler vom Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen. Ebenso stünde der Ethna Aktiv (ISIN LU0136412771 / WKN 764930) wieder stärker im Anlegerfokus, nachdem er einige Monate kaum in der Umsatzbestenliste von ICF Kursmakler aufgetaucht sei. "Auch hier wurden beide Seiten gespielt."
Fonds mit deutschen Werten seien in großem Stil verkauft worden, wie Präger berichte. Anleger hätten sich etwa vom DWS Deutschland, Allianz Nebenwerte Deutschland und vom FF European Growth getrennt. Gegen den Strom schwimme der DWS Aktienstrategie Deutschland. "Hier verbuchen wir leichte Zuflüsse."
Im Bereich international engagierter Portfolios sehe es laut Baader Bank ähnlich aus. Mehrheitlich aus den Depots raus kämen etwa der Arero der Weltfonds, der M&G Global Basics Fund und der Lingohr Systematic LBB Invest (ISIN nicht bekannt/ WKN 977497).
Am DWS Top Dividende würden Anleger scheinbar Gefallen finden. "Hier überwiegen die Zuflüsse." Das Fondsmanagement ziele auf hochkapitalisierte Aktien mit überdurchschnittlichen Dividendenrenditen, die seit Auflegung mit durchschnittlich 4 bis 4,5 Prozent ausgewiesen würden.
Biotech-Werte würden bei ICF Kursmakler in den vergangenen Wochen zu den meist gehandelten Werten gehören und laut Orlemann direkt hinter den Mischfonds rangieren. "Auch hier wurde je nach Börsenbewegung mit dem Markt verkauft oder gekauft." Insgesamt ausgeglichen gehandelt würden beispielsweise der SEB Concept Bio Tech (ISIN LU0118405827 / WKN 542164) und der Candriam Biotechnology.
Unterm Strich abgestoßen worden seien der DWS Biotech und der DWS Health Care Typ 0 (ISIN DE0009769851 / WKN 976985). Immerhin habe der NASDAQ Biotechnology Index in den vergangenen drei Monaten bei hoher Schwankungsbreite von 2.700 auf aktuell 2.911 Punkte zugelegt. Das entspreche einem Plus von rund 7,8 Prozent.
Ein gemischtes Bild mit schwachen Umsätzen zeichne Präger von Fonds mit asiatischen Werten. "Das liegt vermutlich an den angepassten Wachstumsprognosen für China." Auf niedrigem Niveau würde etwa die Euroversion des Baring Hong Kong China Funds mit einer leichten Tendenz abgestoßen. Dem gegenüber finde der Threadneedle China Opportunties (ISIN GB00B1PRW957 / WKN A0MMW3) seinen Weg per saldo in die Anlegerdepots. (22.10.2014/fc/a/f)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 308,134 € | 306,343 € | 1,791 € | +0,58% | 24.04./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| LU0323578657 | A0M430 | 324,68 € | 293,01 € | |
Werte im Artikel




