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Fondshandel: Europäische Aktien en vogue
24.07.15 14:55
Deutsche Börse AG
Frankfurt (www.fondscheck.de) - Große Bewegungen an den Aktienbörsen haben laut Händlern in den vergangenen Wochen die Nachfrage nach aktiv verwalteten Fonds beflügelt, so die Deutsche Börse AG.
"Streckenweise war bei uns die Hölle los", melde Anja Deisenroth-Boström von der Baader Bank. Fondsanleger seien insbesondere auf den seit Monatsbeginn steigenden DAX-Zug aufgesprungen. Allein in den vergangenen zwei Wochen sei der deutsche Aktienindex immerhin rund 1.000 Punkte nach oben geklettert. Der EURO STOXX 50 habe sich parallel dazu von 3.294 auf aktuell 3.647 Zähler erholt.
"Das ist zweifellos ein Wort", kommentiere Frank Wöllnitz die beeindruckenden Zuwächse. Für die großen Sprünge an den Börsen seien die Umsätze im Fonds-Handel allerdings etwas hinterhergehinkt. "Bei unseren Kunden kamen am häufigsten Portfolios mit europäischen Aktien und Mischfonds zum Zuge."
Deutsche und europäische Aktien seien auch bei den Baader Bank-Kunden Favorit, wie Deisenroth-Boström melde. Seit sich eine Lösung zwischen Griechenland und den Geldgebern abzeichne, stünden Käufe deutlich im Vordergrund.
Europäische Standardwerte etwa im JPM Europe Equity Plus seien ebenso beliebt wie Unternehmen aus der zweiten Reihe im Threadneedle Pan European Smaller Companies. Ersterer investiere mindestens 67 Prozent des Fondsvermögens in Aktien und an Aktien gekoppelte Wertpapiere von europäischen Unternehmen. Eine Verbesserung der Anlagerenditen verspreche sich das Fonds-Management durch Engagements in Long- und Short Positionen mittels gedeckter, bar abgewickelter Aktien-Swaps.
In der Umsatzstatistik weit oben hätten bei der Baader Bank kleinere und mittlere deutsche Unternehmen beispielsweise im DWS German Small/Mid Cap rangiert. "Hier überwiegen bei weitem die Zuflüsse." Hiesige Bluechips im DWS Aktien Strategie Deutschland stünden ebenfalls hoch im Kurs. Seit Jahresbeginn komme der Fonds auf eine Performance von immerhin rund 30 Prozent.
Angesichts des Tauziehens in der Griechenlandfrage würden auf Sicht der vergangenen vier Wochen gemischte Portfolios besonders gut ankommen, wie Wöllnitz registriere.
Beliebte Publikumsfonds wie der Leonardo und Kapital Plus würden verstärkt in den Anlegerdepots landen. "Hier hatten wir fast ausschließlich Käufe."
Von starken Umsätzen in beide Richtungen spreche der Händler mit Blick auf den Klassiker Carmignac Patrimoine, während beim M&G Optimal Income die Abgaben deutlich überwögen.
Die gesamte deutsche Fondsbranche habe übrigens laut BVI bis Ende Mai diesen Jahres per saldo 95,6 Milliarden Euro eingesammelt. Davon seien insgesamt 38,5 Milliarden Euro in Publikumsfonds geflossen. Im Mai hätten fast alle Fondsgruppen unterm Strich zusätzliche Mittel erhalten. Lediglich aus Rentenfonds seien 0,6 Milliarden Euro abgeflossen.
Neben Aktien-ETFs, die in die BVI-Statistik einfließen würden, hätten Anleger seit Januar insbesondere auf Fonds mit dividendenstarken Titeln gesetzt.
Von den Mischfonds-Nettozuflüssen in Höhe von 20,7 Milliarden Euro seien 8,3 Milliarden Euro auf Fonds entfallen, die Aktien und Renten gleich gewichten würden. Aktienbetonte Mischfonds hätten 5,8 Milliarden Euro eingesammelt, während Fonds mit Schwerpunkt auf Rentenwerte 6,6 Milliarden Euro schwerer seien.
International aufgestellte Fonds seien bei den Kunden der Baader Bank überaus gefragt, wie Deisenroth-Boström melde. Unterm Strich überwögen bei gesuchten Produkten wie dem Arero - Der Weltfonds, dem UniFavorit Aktien (ISIN DE0008477076 / WKN 847707) und dem Robeco Global Premium Equities die Abnehmer. "Die Nachfrage ist aktuell immer noch groß." In Summe abgestoßen würden hingegen der M&G Global Basics Fund mit Schwerpunkt auf Aktien von Unternehmen aus der Grundstoffindustrie, der Templeton Growth Fund und der Flossbach von Storch Global Equity (ISIN LU0097333701 / WKN 989975).
Der Zuspruch für den gewohnt schwankungsintensiven Biotechnologie-Sektor habe nach Angaben von Wöllnitz spürbar nachgelassen. Zu den meist gehandelten Werten bei ICF hätten der DWS Biotech mit gleichermaßen Zu- wie Abflüssen gehört. "Je nach Marktrichtung wurden beide Seiten gespielt."
Nach der Durststrecke würden asiatische Werte seit einigen Wochen wieder stärker in den Vordergrund rücken. Die Umsätze in dieser Gattung seien mit dem Einbruch am chinesischen Markt nach oben geschnellt. "Anleger verlassen fast schon panikartig das sinkende Schiff", beschreibe Deisenroth-Boström die Situation. Zu den meist verkauften Produkten gehöre beispielsweise der Fidelity Funds China Focus Fund, der HSBC GIF Chinese Equity und der Deutsche Invest Chines Equities (ISIN LU0273157635 / WKN DWS0BJ).
Der chinesische CSI 300 bewege sich trotz Stabilisierung aufgrund massiver staatlicher Intervention auf Monatssicht immer noch rund 600 Punkte im Minus (Ausgabe vom 22.07.2015) (24.07.2015/fc/a/f)
"Streckenweise war bei uns die Hölle los", melde Anja Deisenroth-Boström von der Baader Bank. Fondsanleger seien insbesondere auf den seit Monatsbeginn steigenden DAX-Zug aufgesprungen. Allein in den vergangenen zwei Wochen sei der deutsche Aktienindex immerhin rund 1.000 Punkte nach oben geklettert. Der EURO STOXX 50 habe sich parallel dazu von 3.294 auf aktuell 3.647 Zähler erholt.
"Das ist zweifellos ein Wort", kommentiere Frank Wöllnitz die beeindruckenden Zuwächse. Für die großen Sprünge an den Börsen seien die Umsätze im Fonds-Handel allerdings etwas hinterhergehinkt. "Bei unseren Kunden kamen am häufigsten Portfolios mit europäischen Aktien und Mischfonds zum Zuge."
Deutsche und europäische Aktien seien auch bei den Baader Bank-Kunden Favorit, wie Deisenroth-Boström melde. Seit sich eine Lösung zwischen Griechenland und den Geldgebern abzeichne, stünden Käufe deutlich im Vordergrund.
Europäische Standardwerte etwa im JPM Europe Equity Plus seien ebenso beliebt wie Unternehmen aus der zweiten Reihe im Threadneedle Pan European Smaller Companies. Ersterer investiere mindestens 67 Prozent des Fondsvermögens in Aktien und an Aktien gekoppelte Wertpapiere von europäischen Unternehmen. Eine Verbesserung der Anlagerenditen verspreche sich das Fonds-Management durch Engagements in Long- und Short Positionen mittels gedeckter, bar abgewickelter Aktien-Swaps.
In der Umsatzstatistik weit oben hätten bei der Baader Bank kleinere und mittlere deutsche Unternehmen beispielsweise im DWS German Small/Mid Cap rangiert. "Hier überwiegen bei weitem die Zuflüsse." Hiesige Bluechips im DWS Aktien Strategie Deutschland stünden ebenfalls hoch im Kurs. Seit Jahresbeginn komme der Fonds auf eine Performance von immerhin rund 30 Prozent.
Angesichts des Tauziehens in der Griechenlandfrage würden auf Sicht der vergangenen vier Wochen gemischte Portfolios besonders gut ankommen, wie Wöllnitz registriere.
Von starken Umsätzen in beide Richtungen spreche der Händler mit Blick auf den Klassiker Carmignac Patrimoine, während beim M&G Optimal Income die Abgaben deutlich überwögen.
Die gesamte deutsche Fondsbranche habe übrigens laut BVI bis Ende Mai diesen Jahres per saldo 95,6 Milliarden Euro eingesammelt. Davon seien insgesamt 38,5 Milliarden Euro in Publikumsfonds geflossen. Im Mai hätten fast alle Fondsgruppen unterm Strich zusätzliche Mittel erhalten. Lediglich aus Rentenfonds seien 0,6 Milliarden Euro abgeflossen.
Neben Aktien-ETFs, die in die BVI-Statistik einfließen würden, hätten Anleger seit Januar insbesondere auf Fonds mit dividendenstarken Titeln gesetzt.
Von den Mischfonds-Nettozuflüssen in Höhe von 20,7 Milliarden Euro seien 8,3 Milliarden Euro auf Fonds entfallen, die Aktien und Renten gleich gewichten würden. Aktienbetonte Mischfonds hätten 5,8 Milliarden Euro eingesammelt, während Fonds mit Schwerpunkt auf Rentenwerte 6,6 Milliarden Euro schwerer seien.
International aufgestellte Fonds seien bei den Kunden der Baader Bank überaus gefragt, wie Deisenroth-Boström melde. Unterm Strich überwögen bei gesuchten Produkten wie dem Arero - Der Weltfonds, dem UniFavorit Aktien (ISIN DE0008477076 / WKN 847707) und dem Robeco Global Premium Equities die Abnehmer. "Die Nachfrage ist aktuell immer noch groß." In Summe abgestoßen würden hingegen der M&G Global Basics Fund mit Schwerpunkt auf Aktien von Unternehmen aus der Grundstoffindustrie, der Templeton Growth Fund und der Flossbach von Storch Global Equity (ISIN LU0097333701 / WKN 989975).
Der Zuspruch für den gewohnt schwankungsintensiven Biotechnologie-Sektor habe nach Angaben von Wöllnitz spürbar nachgelassen. Zu den meist gehandelten Werten bei ICF hätten der DWS Biotech mit gleichermaßen Zu- wie Abflüssen gehört. "Je nach Marktrichtung wurden beide Seiten gespielt."
Nach der Durststrecke würden asiatische Werte seit einigen Wochen wieder stärker in den Vordergrund rücken. Die Umsätze in dieser Gattung seien mit dem Einbruch am chinesischen Markt nach oben geschnellt. "Anleger verlassen fast schon panikartig das sinkende Schiff", beschreibe Deisenroth-Boström die Situation. Zu den meist verkauften Produkten gehöre beispielsweise der Fidelity Funds China Focus Fund, der HSBC GIF Chinese Equity und der Deutsche Invest Chines Equities (ISIN LU0273157635 / WKN DWS0BJ).
Der chinesische CSI 300 bewege sich trotz Stabilisierung aufgrund massiver staatlicher Intervention auf Monatssicht immer noch rund 600 Punkte im Minus (Ausgabe vom 22.07.2015) (24.07.2015/fc/a/f)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 36,917 € | 37,023 € | -0,106 € | -0,29% | 16.04./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| LU0289089384 | A0MNZ2 | 37,91 € | 28,37 € | |
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