Fondshandel: Kasse machen nach Kursverdopplung


25.03.14 16:27
Deutsche Börse AG

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die Kursavancen des DAX in der vergangenen Woche haben Anleger nicht von einem Einstieg überzeugen können, so die Deutsche Börse AG.

Frank Wöllnitz spreche zwar von guten Volumina, allerdings überwiegend Abgaben. "Wenn es nach unten geht, steigen bei uns die Umsätze", melde der Händler der ICF Kursmakler.

"Selbst ein Kursplus von 3 Prozent beim DAX bleibt für uns ohne Folgen", kommentiere Anja Deisenroth-Boström von der Baader Bank. Sie melde ein insgesamt niedriges Handelsaufkommen. Nach sechs Handelstagen mit Gewinnen habe der DAX am gestrigen Montag deutlich nachgegeben, am Dienstag gehe es aber schon wieder nach oben: Das Börsenbarometer notiere am Mittag bei 9.326 Punkten.

Aus den Portfolios würden Wöllnitz zufolge in dieser Woche Biotechnologiefonds fliegen, konkret der DWS Biotech und der Dexia Equities L Biotechnology. "Beim Kurs ging es im freien Flug nach unten", berichte der Händler.

Nach einem Rekordstand Ende Februar von fast 142 Euro je DWS Biotech-Anteilsschein liege der Preis jetzt nur noch bei 124 Euro. Langfristig orientierte Anleger könnten das nach dem Erfolgslauf von Biotech-Aktien in den vergangenen zwei Jahren aber verschmerzen: Von Anfang 2012 bis Ende 2013 habe sich der Preis der Fondsanteile mehr als verdoppelt.

Wenn breit streuende Aktienfonds derzeit überhaupt gekauft würden, dann seien es meist solche mit deutschen Aktien: Zuflüsse würden Deisenroth-Boström zufolge nämlich der DWS Deutschland und der DekaLux-Deutschland verzeichnen.

Im europaweit investierenden BSF European Opportunities Extension würden beide Seiten gespielt, im Handel mit internationalen Fonds überwögen sogar die Abgaben. "Betroffen sind der Templeton Growth und der Carmignac Investissement." Allerdings gebe es auch hier beliebte Fonds: Zugegriffen werde etwa im LO Funds - Generation Global.

Etwas erholt, allerdings auf sehr niedrigem Niveau, hätten sich Fonds mit russischen Aktien, etwa der DWS Russia. Der sei zuletzt auf den tiefsten Stand seit viereinhalb Jahren gefallen.

Nicht viel wissen wollten Anleger derzeit von asiatischen Titeln. "Das liegt wohl an den schlechten Wirtschaftsdaten", erkläre Deisenroth-Boström. Anleger seien aus dem Aberdeen Global Asia Pacific Equity und dem Templeton Asian Growth ausgestiegen. "Da hatten wir nur Verkäufe." Wie am gestrigen Montag bekannt geworden sei, sei der HSBC-Einkaufsmanagerindex für China im März den fünften Monat in Folge gefallen - auf den niedrigsten Stand seit acht Monaten.

Bei den Mischfonds heiße es weiter: Nicht jeder ziehe. Wie Wöllnitz berichte, stehe der Ethna Aktiv (ISIN LU0136412771 / WKN 764930) auf den Einkaufslisten. Die Waage hätten sich Zu- und Abflüsse im M&G Optimal Income gehalten.

Zugegriffen werde Wöllnitz zufolge außerdem im Carmignac Portfolio Global Bond, einem reinen Rentenfonds, der auf jegliche Art von Anleihen setze und derzeit schwerpunktmäßig in italienischen und spanischen Staatsanleihen investiert sei. Hingegen hätten sich Anleger vom Pictet-Euro Corporate Bonds (ISIN LU0128471819 / WKN 675191), einem Fonds mit Unternehmensanleihen, verabschiedet.

Eher ruhig zu gehe es im Geschäft mit Minenfonds. Dabei habe der Goldpreis in diesem Jahr ordentlich zulegen können und sei von 1.205 US-Dollar Ende Dezember auf mittlerweile 1.310 US-Dollar je Feinunze geklettert. Für Minenaktien sei es zum Teil noch stärker aufwärts gegangen.

Deisenroth-Boström berichte dennoch von Zu- und Abflüssen in Minenfonds wie dem Earth Gold Fund und dem BGF World Gold Fund. Investoren würden offenbar aufgrund der miesen Langfristbilanz verschnupft bleiben. Zwar habe der Earth Gold Fund auf Sicht von drei Monaten um immerhin 32 Prozent zugelegt. Auf Sicht von einem Jahr beziehungsweise drei Jahren komme der Fonds aber auf ein Minus von 35 und 59 Prozent. Im BGF World Gold Fund sei das Bild ähnlich. (25.03.2014/fc/a/f)





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