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Fondshandel: Kasse machen bei US-Aktien
25.01.18 13:00
Deutsche Börse AG
Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die Rekordjagd an den Börsen beflügelt auch den Fondshandel, so die Deutsche Börse AG.
"Wir haben wegen der Marktbewegung in Richtung DAX-Allzeithoch sehr ordentliche Umsätze", berichte Matthias Präger von der Baader Bank. Bei europäischen Fonds würden dem Händler zufolge ganz klar die Käufe überwiegen, bei internationalen bzw. US-Fonds die Verkäufe. "Das liegt wohl am schwachen US-Dollar und an Gewinnmitnahmen." Auch Jan Duisberg von der ICF Bank melde ein gutes Handelsaufkommen.
Hintergrund sei die Rekordlaune an den Börsen: Der DAX sei am Dienstag auf ein neues Allzeithoch von 13.596,89 Punkten geklettert, am Mittwochmorgen habe er mit 13.540 Zählern etwas darunter notiert. Auch MDAX und hätten SDAX neue Rekordstände erreicht. Die US-Börsen würden ohnehin von Allzeithoch zu Allzeithoch eilen, am Dienstag sei der Dow Jones allerdings knapp unter seinem Rekord von 26.246,19 bei 26.210.81 Punkten geblieben. Der Euro zeige sich unterdessen immer stärker und habe mit 1,2340 US-Dollar mittlerweile den höchsten Stand seit Dezember 2014 erreicht.
Laut Baader Bank würden Anleger bei den beiden deutschen Nebenwertefonds MainFirst Germany und Lupus alpha Smaller German Champions zugreifen, ebenso beim DWS Aktien Strategie Deutschland. Abgestoßen würden hingegen der Allianz Vermögensbildung Deutschland und der Fidelity Funds European Growth.
Was die Abflüsse aus internationalen Aktienfonds angehe, würden sich Investoren Präger zufolge auf den DWS Top Dividende, den Lingohr Systemetic LBB Invest (ISIN DE0009774794 / WKN 977479) und den Global Advantage Funds Major Markets High Value von Universal Lux konzentrieren. Weiter beliebt sei hingegen der Siemens Global Growth mit internationalen Nebenwerten.
Auch in Fonds mit asiatischen Aktien seien die Umsätze derzeit hoch, wie Präger feststelle. "Beim Hongkonger Aktienindex Hang Seng und dem chinesischen CSI 300 geht es auch dieses Jahres nur nach oben." Anleger hätten daher auf den UBS Equity Fund China Opportunity und den Comgest Growth China in Euro und US-Dollar (ISIN IE0030351732 / WKN 756455, WKN A0KEKJ) gesetzt, während der DNB Fund Asian Small Cap (ISIN LU0067059799 / WKN 986071) aus den Portfolios fliege.
Zwar steige der Goldpreis weiter, die Feinunze koste aktuell 1.349 US-Dollar, Fondsanleger interessiere das aber nicht. "Minenfonds werden kaum gehandelt, und wenn doch, dann in beide Richtungen", stelle Präger fest. Sehr viel Umsatz beobachte er aber weiter im Structured Solutions Next Generation Resources Fund von der Fondsgesellschaft der Heydt Invest. Dabei handle es sich um einen Aktienfonds, der über Bergbauaktien auf die Entwicklung des Lithiumpreises setze. Investiert werde in maximal 25 der größten börsennotierten Unternehmen, deren Hauptgeschäftstätigkeit in Lithiumförderung liege. In den vergangenen drei Jahren habe der Fonds Morningstar zufolge eine jährliche Rendite von 54,5 Prozent erwirtschaftet. "Da ist enorm viel Bewegung drin", bemerke Präger.
Mischfonds würden gefragt bleiben. Gut ankomme bei der Baader Bank der Arero Weltfonds. Duisberg von ICF berichte von einer hohen Nachfrage nach dem Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen, einem Mischfonds, der schwerpunktmäßig in Aktien investiere. "Zuvor war es etwas ruhiger geworden um den Fonds, jetzt wird er wieder stark nachgefragt." Der Fonds sei 2016 zwischenzeitlich geschlossen worden - wegen zu hoher Mittelzuflüsse. Ende Dezember 2017 habe der Aktienanteil laut Morningstar bei 57 Prozent gelegen, der Anleiheanteil bei 30 Prozent. In den vergangenen drei Jahren habe der Fonds eine Rendite von 12,4 Prozent im Jahr erzielt.
Sehr hohe Umsätze gebe es darüber hinaus im Acatis Datini Valueflex Fonds, wie Duisberg außerdem feststelle. Der Mischfonds investiere weltweit in Aktien, Anleihen und andere Anlageklassen wie Derivate und zeichne sich eigenen Angaben zufolge durch eine "situative und opportunistische" Nutzung verschiedener Instrumente aus. "Der zwischenzeitlich sehr deutliche Kursanstieg ist einem Bitcoin-Tracker geschuldet", berichte Duisberg. Die Fondsrendite habe laut Morningstar in den vergangenen drei Jahren bei 18,5 Prozent p.a. gelegen.
Unverändert rege sei laut Duisberg das Geschäft mit Immobilienfonds. Neben den stets umsatzstarken Produkten (ISIN DE0009807016 / WKN 980701, ISIN DE0009805002 / WKN 980500) sei dem Händler in den letzten Wochen die starke Nachfrage nach dem offenen Immobilienfonds Wertgrund WohnSelect aufgefallen. "Der Net Asset Value liegt bei 89 bzw. 90 Prozent, gehandelt wird der Fonds aber in der Spanne zwischen 102 und 107 Prozent. Da scheinen viele der Meinung zu sein, dass der Fonds mehr wert ist, als der NAV suggeriert." Er sehe dann aber auch wieder Abgaben auf dem hohen Niveau. (Ausgabe vom 24.01.2018) (25.01.2018/fc/a/f)
"Wir haben wegen der Marktbewegung in Richtung DAX-Allzeithoch sehr ordentliche Umsätze", berichte Matthias Präger von der Baader Bank. Bei europäischen Fonds würden dem Händler zufolge ganz klar die Käufe überwiegen, bei internationalen bzw. US-Fonds die Verkäufe. "Das liegt wohl am schwachen US-Dollar und an Gewinnmitnahmen." Auch Jan Duisberg von der ICF Bank melde ein gutes Handelsaufkommen.
Hintergrund sei die Rekordlaune an den Börsen: Der DAX sei am Dienstag auf ein neues Allzeithoch von 13.596,89 Punkten geklettert, am Mittwochmorgen habe er mit 13.540 Zählern etwas darunter notiert. Auch MDAX und hätten SDAX neue Rekordstände erreicht. Die US-Börsen würden ohnehin von Allzeithoch zu Allzeithoch eilen, am Dienstag sei der Dow Jones allerdings knapp unter seinem Rekord von 26.246,19 bei 26.210.81 Punkten geblieben. Der Euro zeige sich unterdessen immer stärker und habe mit 1,2340 US-Dollar mittlerweile den höchsten Stand seit Dezember 2014 erreicht.
Laut Baader Bank würden Anleger bei den beiden deutschen Nebenwertefonds MainFirst Germany und Lupus alpha Smaller German Champions zugreifen, ebenso beim DWS Aktien Strategie Deutschland. Abgestoßen würden hingegen der Allianz Vermögensbildung Deutschland und der Fidelity Funds European Growth.
Auch in Fonds mit asiatischen Aktien seien die Umsätze derzeit hoch, wie Präger feststelle. "Beim Hongkonger Aktienindex Hang Seng und dem chinesischen CSI 300 geht es auch dieses Jahres nur nach oben." Anleger hätten daher auf den UBS Equity Fund China Opportunity und den Comgest Growth China in Euro und US-Dollar (ISIN IE0030351732 / WKN 756455, WKN A0KEKJ) gesetzt, während der DNB Fund Asian Small Cap (ISIN LU0067059799 / WKN 986071) aus den Portfolios fliege.
Zwar steige der Goldpreis weiter, die Feinunze koste aktuell 1.349 US-Dollar, Fondsanleger interessiere das aber nicht. "Minenfonds werden kaum gehandelt, und wenn doch, dann in beide Richtungen", stelle Präger fest. Sehr viel Umsatz beobachte er aber weiter im Structured Solutions Next Generation Resources Fund von der Fondsgesellschaft der Heydt Invest. Dabei handle es sich um einen Aktienfonds, der über Bergbauaktien auf die Entwicklung des Lithiumpreises setze. Investiert werde in maximal 25 der größten börsennotierten Unternehmen, deren Hauptgeschäftstätigkeit in Lithiumförderung liege. In den vergangenen drei Jahren habe der Fonds Morningstar zufolge eine jährliche Rendite von 54,5 Prozent erwirtschaftet. "Da ist enorm viel Bewegung drin", bemerke Präger.
Mischfonds würden gefragt bleiben. Gut ankomme bei der Baader Bank der Arero Weltfonds. Duisberg von ICF berichte von einer hohen Nachfrage nach dem Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen, einem Mischfonds, der schwerpunktmäßig in Aktien investiere. "Zuvor war es etwas ruhiger geworden um den Fonds, jetzt wird er wieder stark nachgefragt." Der Fonds sei 2016 zwischenzeitlich geschlossen worden - wegen zu hoher Mittelzuflüsse. Ende Dezember 2017 habe der Aktienanteil laut Morningstar bei 57 Prozent gelegen, der Anleiheanteil bei 30 Prozent. In den vergangenen drei Jahren habe der Fonds eine Rendite von 12,4 Prozent im Jahr erzielt.
Sehr hohe Umsätze gebe es darüber hinaus im Acatis Datini Valueflex Fonds, wie Duisberg außerdem feststelle. Der Mischfonds investiere weltweit in Aktien, Anleihen und andere Anlageklassen wie Derivate und zeichne sich eigenen Angaben zufolge durch eine "situative und opportunistische" Nutzung verschiedener Instrumente aus. "Der zwischenzeitlich sehr deutliche Kursanstieg ist einem Bitcoin-Tracker geschuldet", berichte Duisberg. Die Fondsrendite habe laut Morningstar in den vergangenen drei Jahren bei 18,5 Prozent p.a. gelegen.
Unverändert rege sei laut Duisberg das Geschäft mit Immobilienfonds. Neben den stets umsatzstarken Produkten (ISIN DE0009807016 / WKN 980701, ISIN DE0009805002 / WKN 980500) sei dem Händler in den letzten Wochen die starke Nachfrage nach dem offenen Immobilienfonds Wertgrund WohnSelect aufgefallen. "Der Net Asset Value liegt bei 89 bzw. 90 Prozent, gehandelt wird der Fonds aber in der Spanne zwischen 102 und 107 Prozent. Da scheinen viele der Meinung zu sein, dass der Fonds mehr wert ist, als der NAV suggeriert." Er sehe dann aber auch wieder Abgaben auf dem hohen Niveau. (Ausgabe vom 24.01.2018) (25.01.2018/fc/a/f)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 232,92 € | 232,32 € | 0,60 € | +0,26% | 17.04./13:35 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| LU0390221256 | A0RAJN | 254,04 € | 213,20 € | |
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