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Fondshandel: Lethargie setzt sich fort
01.10.13 16:35
Deutsche Börse AG
Frankfurt (www.fondscheck.de) - Dass derzeit der klare Trend an den Aktienmärkten fehlt und der DAX auf der Stelle tritt, ist auch im Fondshandel spürbar, so die Deutsche Börse AG.
"In Deutschland halten sich Anleger nach den Wahlen extrem zurück, da die Regierungsbildung ja immer noch aussteht", bemerke Andreas Kehnen von der Baader Bank. "Und in den USA wartet wegen des Haushaltskonflikts auch alles ab." Außerdem seien die Börsen ja bereits sehr gut gelaufen. "Wir hatten erwartet, dass nach der Wahl wieder mehr los sein wird, im Moment ist es aber eher ruhiger", erkläre Ivo Orlemann von ICF Kursmakler.
"Außerdem bringt die Situation in den USA und die politische Lage in Italien Unsicherheit in den Markt." Der Kongress in Washington habe sich am gestrigen Montag nicht auf einen Haushaltsentwurf einigen können, daher sei die US-Verwaltung nun in großen Teilen stillgelegt. In Italien stehe die Regierung von Enrico Letta vor dem Aus.
Käufe und Verkäufe hätten sich bei Fonds mit deutschen und europäischen Aktien daher die Waage gehalten, wie Kehnen melde: Auf den Abgabelisten hätten etwa der Allianz Europe Equity Growth und der BSF European Opportunities Extension gestanden. Zugegriffen hätten Anleger hingegen im Pioneer Investments German Equity. Von Fonds mit internationalen Aktien hätten sich Investoren sogar durchweg getrennt, etwa vom M&G Global Basics und vom DWS Top Dividende.
Gut an komme Orlemann zufolge weiterhin der auf deutsche Nebenwerte setzende Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen. Im in diesem Jahr sehr begehrten und erfolgreichen DWS Biotech (WKN 976997) hätten allerdings diesmal die Abgaben überwogen. Der Fonds, der bereits in den vergangenen drei Jahren Wertzuwächse von im Schnitt 32 Prozent im Jahr habe aufweisen können, komme im laufenden Jahr bislang sogar auf ein Plus von 51 Prozent. Das Fondsmanagement investiere weltweit in Aktien von Biotechnologieunternehmen - Schwerpunkt seien mit 96 Prozent ganz klar die USA: Ende August hätten zu den Topinvestments Gilead Sciences, Celgene, Biogen Idec, Regeneron Pharmaceuticals und Amgen gezählt.
Anders als in der Vorwoche, als asiatische Aktien gesucht gewesen seien, seien die Meinungen nun auseinandergegangen: Kehnen berichte von Zuflüssen im GAM Star China Equity und Abflüssen aus dem Baring Hong Kong China.
Vergleichsweise viel um gehe weiter in Mischfonds - wobei längst nicht alle gekauft würden. Im Publikumsliebling Flossbach von Storch Multiple Opportunities hätten Orlemann zufolge zwar weiterhin die Käufe dominiert. "Zu einem Drittel waren es bei uns aber auch Abgaben." Im Gegensatz zu vielen anderen Mischfonds könne der Flossbach von Storch für dieses Jahr mit einer ordentlichen Rendite punkten, seit Januar seien es immerhin 6,7 Prozent.
Der Carmignac Patrimonine komme hingegen nur auf 0,06 Prozent und sei im September von der Rating-Agentur Morningstar heruntergestuft worden. Das entgehe Anlegern offenbar nicht. "Wir hatten hier viele Verkäufe", ergänze der ICF-Spezialist. Wieder etwas beliebter sei dagegen der Ethna-Aktiv gewesen. Der komme in diesem Jahr immerhin auf eine Rendite von 3,1 Prozent.
Nicht eindeutig sei das Bild im Handel mit Immobilienfonds: Während sich Anleger vom CS Euroreal und vom Deka-ImmobilienEuropa getrennt hätten, habe der hausInvest Zuspruch gefunden, wie Orlemann melde. Andere Fonds, etwa der SEB ImmoInvest, seien in beiden Richtungen gehandelt worden.
Kaum Beachtung hätten unterdessen Minenfonds gefunden. "Es war fast gar nichts los", erkläre Kehnen. Allenfalls im BlackRock Global World Mining habe es leichte Abgaben gegeben. Der Fonds, der bereits 2011 und 2012 Verluste verzeichnet habe, weise für das laufende Jahr aufgrund stark rückläufiger Rohstoffpreise schon wieder ein Minus von 25 Prozent auf. (01.10.2013/fc/a/f)
"In Deutschland halten sich Anleger nach den Wahlen extrem zurück, da die Regierungsbildung ja immer noch aussteht", bemerke Andreas Kehnen von der Baader Bank. "Und in den USA wartet wegen des Haushaltskonflikts auch alles ab." Außerdem seien die Börsen ja bereits sehr gut gelaufen. "Wir hatten erwartet, dass nach der Wahl wieder mehr los sein wird, im Moment ist es aber eher ruhiger", erkläre Ivo Orlemann von ICF Kursmakler.
"Außerdem bringt die Situation in den USA und die politische Lage in Italien Unsicherheit in den Markt." Der Kongress in Washington habe sich am gestrigen Montag nicht auf einen Haushaltsentwurf einigen können, daher sei die US-Verwaltung nun in großen Teilen stillgelegt. In Italien stehe die Regierung von Enrico Letta vor dem Aus.
Käufe und Verkäufe hätten sich bei Fonds mit deutschen und europäischen Aktien daher die Waage gehalten, wie Kehnen melde: Auf den Abgabelisten hätten etwa der Allianz Europe Equity Growth und der BSF European Opportunities Extension gestanden. Zugegriffen hätten Anleger hingegen im Pioneer Investments German Equity. Von Fonds mit internationalen Aktien hätten sich Investoren sogar durchweg getrennt, etwa vom M&G Global Basics und vom DWS Top Dividende.
Anders als in der Vorwoche, als asiatische Aktien gesucht gewesen seien, seien die Meinungen nun auseinandergegangen: Kehnen berichte von Zuflüssen im GAM Star China Equity und Abflüssen aus dem Baring Hong Kong China.
Vergleichsweise viel um gehe weiter in Mischfonds - wobei längst nicht alle gekauft würden. Im Publikumsliebling Flossbach von Storch Multiple Opportunities hätten Orlemann zufolge zwar weiterhin die Käufe dominiert. "Zu einem Drittel waren es bei uns aber auch Abgaben." Im Gegensatz zu vielen anderen Mischfonds könne der Flossbach von Storch für dieses Jahr mit einer ordentlichen Rendite punkten, seit Januar seien es immerhin 6,7 Prozent.
Der Carmignac Patrimonine komme hingegen nur auf 0,06 Prozent und sei im September von der Rating-Agentur Morningstar heruntergestuft worden. Das entgehe Anlegern offenbar nicht. "Wir hatten hier viele Verkäufe", ergänze der ICF-Spezialist. Wieder etwas beliebter sei dagegen der Ethna-Aktiv gewesen. Der komme in diesem Jahr immerhin auf eine Rendite von 3,1 Prozent.
Nicht eindeutig sei das Bild im Handel mit Immobilienfonds: Während sich Anleger vom CS Euroreal und vom Deka-ImmobilienEuropa getrennt hätten, habe der hausInvest Zuspruch gefunden, wie Orlemann melde. Andere Fonds, etwa der SEB ImmoInvest, seien in beiden Richtungen gehandelt worden.
Kaum Beachtung hätten unterdessen Minenfonds gefunden. "Es war fast gar nichts los", erkläre Kehnen. Allenfalls im BlackRock Global World Mining habe es leichte Abgaben gegeben. Der Fonds, der bereits 2011 und 2012 Verluste verzeichnet habe, weise für das laufende Jahr aufgrund stark rückläufiger Rohstoffpreise schon wieder ein Minus von 25 Prozent auf. (01.10.2013/fc/a/f)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 347,60 € | 345,44 € | 2,16 € | +0,63% | 17.04./14:28 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| LU0256839274 | A0KDMU | 380,85 € | 324,59 € | |
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