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Fondshandel: Neueinstieg und Gewinnmitnahmen
10.01.25 11:30
Deutsche Börse AG
Frankfurt (www.fondscheck.de) - Dank extrem guter Aktien-Performance haben auch die Fondshändler richtig viel zu tun, so die Deutsche Börse AG.
Von einem sehr hohen Handelsaufkommen - speziell Ende Dezember - berichte etwa Andreas Kehnen, der für die Baader Bank Fonds handele. "Nach der sehr guten Börsenentwicklung wollten wohl auch viele Kasse machen", vermute er. Auch Ivo Orlemann von der ICF Bank melde gute Umsätze: "Wir haben einiges an Käufen gesehen, aber auch Gewinnmitnahmen."
Ein Schwerpunkt bei der ICF würden offene Immobilienfonds bleiben. Aufgrund der Krise am Immobilienmarkt lägen die Börsenkurse vieler Fonds schon eine Weile unter den offiziellen Kursen der Emittenten, zum Teil deutlich. Doch auch die Emittenten würden anpassen: Zuletzt habe der Leading Cities Invest von Kanam Grund (ISIN DE0006791825) zum dritten Mal innerhalb kurzer Zeit den Wert seiner Fondsanteile reduziert. Ende Juni 2024 sei der Uni Immo Wohnen ZBI von Union Investment auf einen Schlag um fast 17 Prozent abgewertet worden.
Das Verbraucher-Portal finanztip.de habe wiederholt den Verkauf empfohlen, und zwar über die Börse. "Wir sehen regen Handel auf beiden Seiten", melde Orlemann allerdings. Eher abgegeben werde der UniImmo Deutschland (ISIN DE0009805507). Vorrangig Käufe würden hingegen der Grundbesitz Europa (ISIN DE0009807008), der Grundbesitz Global (ISIN DE0009807057), der UniImmo Europa (ISIN DE0009805515) und der WestInvest InterSelect (ISIN DE0009801423) verzeichnen.
Im Handel mit europäischen Aktienfonds würden Kehnen zufolge Gewinnmitnahmen dominieren, etwa beim DWS Aktien Strategie Deutschland (ISIN DE0009769869), Fondak (ISIN DE0008471012) und CT European Smaller Companies (ISIN LU1864952335). "Bei international investierenden Fonds ist das Bild gemischter mit Käufen und Verkäufen", ergänze der Händler. Klar auf der Einkaufsliste: der terrAssisi Aktien, der nach den ethischen Grundsätzen des Franziskanerordens investiere (ISIN DE0009847343). Bei der ICF gehe einiges um im DWS European Opportunities (ISIN DE0008474156), der auf europäische Small- und Midcaps setze. Einiges zu tun habe Orlemann auch im Handel mit Nachhaltigkeitsfonds wie dem Swisscanto Green (ISIN LU0136171559) und dem ÖkoWorld ÖkoVision Classic (ISIN LU0061928585).
Fonds mit asiatischen Aktien würden derzeit nicht besonders gut ankommen, wie Andreas Kehnen feststelle: "Die Umsätze sind mittelmäßig, und wir sehen fast nur Verkäufe." China werde offenbar derzeit nicht viel zugetraut. Aus den Portfolios würden beispielsweise der DWS Top Asien (ISIN DE0009769760) und der JPMorgan Pacific Equity (ISIN LU0052474979) fliegen.
Vor allem Aktien- und Immofonds. Im Fondshandel an der Börse Frankfurt hätten im Dezember einmal mehr Aktienfonds mit Umsätzen von 28,7 Millionen Euro dominiert. Auf Platz 2 würden sich offene Immobilienfonds mit 12,6 Millionen Euro finden. Deutlich weniger um ging in Misch- (7,7 Millionen Euro), Geldmarkt- und geldmarktnahen (2,5 Millionen Euro) und Rentenfonds (1,9 Millionen Euro), so die Deutsche Börse AG.
Beliebteste Branche sei weiter die Tech-Brache, wie Orlemann erkläre. Gesetzt werde etwa auf den Fidelity Global Technology (ISIN LU0099574567), der auf Sicht von einem Jahr auf ein Kursplus von 26 Prozent komme, bei zwei Jahren 62 Prozent. Ebenfalls immer Thema: der Deka-Technologie (ISIN DE0005152623), der BlackRock Global World Technology (ISIN LU0171310443) und auch Spezielleres wie der DWS Artificial Intelligence (ISIN DE0008474149).
Gute Umsätze melde Orlemann zudem für Mischfonds, etwa Flossbach von Storch Multiple Opportunities I und II (ISIN LU0323578657; ISIN LU0952573482). Ein Dauerbrenner bei der Baader Bank: der ARERO Der Weltfonds (ISIN LU0360863863), der auf Aktien, Renten und Rohstoffe setze. Auch klassische Rentenfonds wie der Flossbach von Storch Bond Opportunities (ISIN LU0399027613) seien bei der ICF durchaus gefragt.
Richtig viel los sei im Geschäft mit Geldmarktfonds. "Wie schon im gesamten Jahr waren die Umsätze auch im Dezember extrem hoch, und es waren ausschließlich Käufe", erkläre Kehnen. Zu den Favoriten würden der DWS ESG Euro Money Market (ISIN LU0225880524), der DWS Flexizins Plus (ISIN DE0008474230) und der CB Geldmarkt Deutschland (ISIN LU0052221412) gehören. Nur "sehr dünne" Umsätze beobachte er hingegen im Bereich Goldminen- und Minenfonds. "ETCs wie Xetra Gold sind für viele offenbar die interessantere Alternative." (Ausgabe vom 09.01.2025) (10.01.2025/fc/a/f)
Von einem sehr hohen Handelsaufkommen - speziell Ende Dezember - berichte etwa Andreas Kehnen, der für die Baader Bank Fonds handele. "Nach der sehr guten Börsenentwicklung wollten wohl auch viele Kasse machen", vermute er. Auch Ivo Orlemann von der ICF Bank melde gute Umsätze: "Wir haben einiges an Käufen gesehen, aber auch Gewinnmitnahmen."
Ein Schwerpunkt bei der ICF würden offene Immobilienfonds bleiben. Aufgrund der Krise am Immobilienmarkt lägen die Börsenkurse vieler Fonds schon eine Weile unter den offiziellen Kursen der Emittenten, zum Teil deutlich. Doch auch die Emittenten würden anpassen: Zuletzt habe der Leading Cities Invest von Kanam Grund (ISIN DE0006791825) zum dritten Mal innerhalb kurzer Zeit den Wert seiner Fondsanteile reduziert. Ende Juni 2024 sei der Uni Immo Wohnen ZBI von Union Investment auf einen Schlag um fast 17 Prozent abgewertet worden.
Das Verbraucher-Portal finanztip.de habe wiederholt den Verkauf empfohlen, und zwar über die Börse. "Wir sehen regen Handel auf beiden Seiten", melde Orlemann allerdings. Eher abgegeben werde der UniImmo Deutschland (ISIN DE0009805507). Vorrangig Käufe würden hingegen der Grundbesitz Europa (ISIN DE0009807008), der Grundbesitz Global (ISIN DE0009807057), der UniImmo Europa (ISIN DE0009805515) und der WestInvest InterSelect (ISIN DE0009801423) verzeichnen.
Fonds mit asiatischen Aktien würden derzeit nicht besonders gut ankommen, wie Andreas Kehnen feststelle: "Die Umsätze sind mittelmäßig, und wir sehen fast nur Verkäufe." China werde offenbar derzeit nicht viel zugetraut. Aus den Portfolios würden beispielsweise der DWS Top Asien (ISIN DE0009769760) und der JPMorgan Pacific Equity (ISIN LU0052474979) fliegen.
Vor allem Aktien- und Immofonds. Im Fondshandel an der Börse Frankfurt hätten im Dezember einmal mehr Aktienfonds mit Umsätzen von 28,7 Millionen Euro dominiert. Auf Platz 2 würden sich offene Immobilienfonds mit 12,6 Millionen Euro finden. Deutlich weniger um ging in Misch- (7,7 Millionen Euro), Geldmarkt- und geldmarktnahen (2,5 Millionen Euro) und Rentenfonds (1,9 Millionen Euro), so die Deutsche Börse AG.
Beliebteste Branche sei weiter die Tech-Brache, wie Orlemann erkläre. Gesetzt werde etwa auf den Fidelity Global Technology (ISIN LU0099574567), der auf Sicht von einem Jahr auf ein Kursplus von 26 Prozent komme, bei zwei Jahren 62 Prozent. Ebenfalls immer Thema: der Deka-Technologie (ISIN DE0005152623), der BlackRock Global World Technology (ISIN LU0171310443) und auch Spezielleres wie der DWS Artificial Intelligence (ISIN DE0008474149).
Gute Umsätze melde Orlemann zudem für Mischfonds, etwa Flossbach von Storch Multiple Opportunities I und II (ISIN LU0323578657; ISIN LU0952573482). Ein Dauerbrenner bei der Baader Bank: der ARERO Der Weltfonds (ISIN LU0360863863), der auf Aktien, Renten und Rohstoffe setze. Auch klassische Rentenfonds wie der Flossbach von Storch Bond Opportunities (ISIN LU0399027613) seien bei der ICF durchaus gefragt.
Richtig viel los sei im Geschäft mit Geldmarktfonds. "Wie schon im gesamten Jahr waren die Umsätze auch im Dezember extrem hoch, und es waren ausschließlich Käufe", erkläre Kehnen. Zu den Favoriten würden der DWS ESG Euro Money Market (ISIN LU0225880524), der DWS Flexizins Plus (ISIN DE0008474230) und der CB Geldmarkt Deutschland (ISIN LU0052221412) gehören. Nur "sehr dünne" Umsätze beobachte er hingegen im Bereich Goldminen- und Minenfonds. "ETCs wie Xetra Gold sind für viele offenbar die interessantere Alternative." (Ausgabe vom 09.01.2025) (10.01.2025/fc/a/f)
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| 31,75 € | 31,80 € | -0,05 € | -0,16% | 17.04./15:19 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0006791825 | 679182 | 64,10 € | 31,55 € | |
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