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Fondshandel: Privatanleger verkaufen Carmignac-Flaggschiff an der Börse
08.01.14 15:17
FONDS professionell
Wien (www.fondscheck.de) - Private Fondsinvestoren, die selbstständig und ohne einen Berater ihre Anlageentscheidungen treffen, trennen sich derzeit in Scharen von dem Carmignac Patrimoine, dessen Performance zuletzt aber wieder nach oben drehte, so die Experten von "FONDS professionell".
Außerdem würden diese so genannten Selbstentscheider aufgrund politischer Unruhen in den Ländern Türkei- und Thailand-Fonds abstoßen, wie die Börse Frankfurt in ihrem aktuellen Wochenbericht schreibe.
Demnach stehe der ehemalige Publikumsliebling Carmignac Patrimoine ganz oben auf der Abgabeliste, wie Frank Wöllnitz von ICF Kursmakler feststelle. "Da wird massiv verkauft." Große Positionen abgegeben würden auch im UniRak. Wie Matthias Präger von der Baader Bank beobachtet habe, würden Investoren zudem aus dem Astra Fonds (ISIN DE0009777003 / WKN 977700) aussteigen.
Zugegriffen werde laut Wöllnitz lediglich im Aramea Rendite Plus, ein Mischfonds, der vor allem auf Anleihen setze und damit zuletzt ziemlich erfolgreich gewesen sei: In den vergangenen drei Jahren sei zum Beispiel eine Rendite von 11,52 Prozent im Jahr erzielt worden, der Carmignac Patrimoine komme nur auf 2,75 Prozent im Jahr.
Die politische Krise erschüttere zudem das Vertrauen der Selbstentscheider in das einstige Wirtschaftswunderland Türkei. So habe seit dem Hoch im Frühling vergangenen Jahres der Leitindex ISE 100 rund 27 Prozent an Wert eingebüßt. "Einige Fonds haben sogar 30 bis 40 Prozent verloren", bemerke Wöllnitz. "Es ist ganz große Unsicherheit im Markt. Keiner will die Aktien mehr anfassen." Betroffen seien etwa der ESPA Stock Istanbul (ISIN AT0000704333 / WKN 70433) und der HSBC GIF Turkey Equity. Der Letztere verzeichne auf Sicht von zwölf Monaten mittlerweile ein Minus von 36 Prozent.
Ebenfalls unter die Räder gekommen seien Wöllnitz zufolge Fonds mit thailändischen Aktien. Bereits seit Oktober werde immer wieder gegen Thailands Ministerpräsidentin protestiert. Das verschrecke Investoren. Verkauft worden seien zum Beispiel der HSBC GIF Thai Equity und der Allianz Thailand Equity, wie Wöllnitz melde. Der Fonds der Allianz habe auf Sicht von zwölf Monaten mittlerweile 29 Prozent verloren. "In den Fonds gab es zuletzt aber eine Gegenbewegung."
Präger zufolge seien noch der Aberdeen Global Asian Smaller Companies und der Baring Hong Kong China verkauft worden, der FF China Focus von Fidelity hingegen gekauft. Osteuropäische Dividendentitel würden ebenfalls abgestoßen. "Das hängt wahrscheinlich mit den Anschlägen im Vorfeld der olympischen Winterspiele in Sotschi zusammen", meine Wöllnitz.
Nach hohen Umsätzen Ende 20013, die auf Gewinnmitnahmen aufgrund der Hohenflüge an den Börsen beruht hätten, habe sich das Handelsaufkommen am Fondsparket der Börse Frankfurt in der vergangenem Woche insgesamt wieder beruhigt. Die Anleger würden auch wieder kaufen, wie die Händler der beiden an der Börse tätigen Market Maker von der Baader Bank und von IFC Kursmakler berichtet hätten.
Viele Anleger hätten sich aber insbesondere betreffend der Industrieländeraktien erneut zu Gewinnmitnahmen entschlossen. Präger zufolge hätten sie sich etwa von den beiden auf deutsche Aktien setzenden Fonds DWS Investa und DWS Aktien Strategie Deutschland sowie vom international investierenden Carmignac Investissement verabschiedet.
Wöllnitz berichte von hohen Abflüssen aus dem Nebenwertefonds Standard Life SICAV Euro Smaller Companies. Zuflüsse gebe es laut Präger etwa im Allianz Nebenwerte Deutschland, im Baring German Growth Trust mit deutschen Aktien sowie im internationalen DWS Top Dividende. (08.01.2014/fc/a/f)
Außerdem würden diese so genannten Selbstentscheider aufgrund politischer Unruhen in den Ländern Türkei- und Thailand-Fonds abstoßen, wie die Börse Frankfurt in ihrem aktuellen Wochenbericht schreibe.
Demnach stehe der ehemalige Publikumsliebling Carmignac Patrimoine ganz oben auf der Abgabeliste, wie Frank Wöllnitz von ICF Kursmakler feststelle. "Da wird massiv verkauft." Große Positionen abgegeben würden auch im UniRak. Wie Matthias Präger von der Baader Bank beobachtet habe, würden Investoren zudem aus dem Astra Fonds (ISIN DE0009777003 / WKN 977700) aussteigen.
Zugegriffen werde laut Wöllnitz lediglich im Aramea Rendite Plus, ein Mischfonds, der vor allem auf Anleihen setze und damit zuletzt ziemlich erfolgreich gewesen sei: In den vergangenen drei Jahren sei zum Beispiel eine Rendite von 11,52 Prozent im Jahr erzielt worden, der Carmignac Patrimoine komme nur auf 2,75 Prozent im Jahr.
Ebenfalls unter die Räder gekommen seien Wöllnitz zufolge Fonds mit thailändischen Aktien. Bereits seit Oktober werde immer wieder gegen Thailands Ministerpräsidentin protestiert. Das verschrecke Investoren. Verkauft worden seien zum Beispiel der HSBC GIF Thai Equity und der Allianz Thailand Equity, wie Wöllnitz melde. Der Fonds der Allianz habe auf Sicht von zwölf Monaten mittlerweile 29 Prozent verloren. "In den Fonds gab es zuletzt aber eine Gegenbewegung."
Präger zufolge seien noch der Aberdeen Global Asian Smaller Companies und der Baring Hong Kong China verkauft worden, der FF China Focus von Fidelity hingegen gekauft. Osteuropäische Dividendentitel würden ebenfalls abgestoßen. "Das hängt wahrscheinlich mit den Anschlägen im Vorfeld der olympischen Winterspiele in Sotschi zusammen", meine Wöllnitz.
Nach hohen Umsätzen Ende 20013, die auf Gewinnmitnahmen aufgrund der Hohenflüge an den Börsen beruht hätten, habe sich das Handelsaufkommen am Fondsparket der Börse Frankfurt in der vergangenem Woche insgesamt wieder beruhigt. Die Anleger würden auch wieder kaufen, wie die Händler der beiden an der Börse tätigen Market Maker von der Baader Bank und von IFC Kursmakler berichtet hätten.
Viele Anleger hätten sich aber insbesondere betreffend der Industrieländeraktien erneut zu Gewinnmitnahmen entschlossen. Präger zufolge hätten sie sich etwa von den beiden auf deutsche Aktien setzenden Fonds DWS Investa und DWS Aktien Strategie Deutschland sowie vom international investierenden Carmignac Investissement verabschiedet.
Wöllnitz berichte von hohen Abflüssen aus dem Nebenwertefonds Standard Life SICAV Euro Smaller Companies. Zuflüsse gebe es laut Präger etwa im Allianz Nebenwerte Deutschland, im Baring German Growth Trust mit deutschen Aktien sowie im internationalen DWS Top Dividende. (08.01.2014/fc/a/f)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 803,777 € | 812,836 € | - € | 0,00% | 17.04./07:43 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| FR0010135103 | A0DPW0 | 813,05 € | 696,16 € | |
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