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Fondshandel: Zögerliche Anleger
16.03.17 08:00
Deutsche Börse AG
Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die Aktienmärkte laufen gut, die Fondsumsätze blieben bis auf wenige Ausnahmen aber überschaubar, so die Deutsche Börse AG.
"Allenfalls bei internationalen Aktien war manchmal viel los", berichte Andreas Kehnen von der Baader Bank. "Sporadisch haben wir größere Positionierungen gesehen", melde Frank Wöllnitz von der ICF Bank. "Insgesamt war es aber ruhig, in deutschen Aktien wurde bei DAX-Kursen um 12.000 Punkte auch Kasse gemacht."
Der DAX habe in den vergangenen vier Wochen noch leichte Gewinne verbucht, der Schwung vom Dezember sei aber längst weg. Gestern Morgen habe der Index bei 11.984 Punkten notiert. An den US-Börsen sei bis Anfang des Monats die Rekordjagd weitergegangen, der Dow Jones sei zwischenzeitlich auf ein neues Allzeithoch von 21.169 Punkten geklettert. Danach sei es aber leicht nach unten gegangen.
Mit am umsatzstärksten würden sich Wöllnitz zufolge Mischfonds präsentieren. Allerdings würden beide Seiten gespielt. Zu- und Abflüsse habe der Händler zum Beispiel im Flossbach von Storch Multiple Opportunities und im Carmignac Patrimoine beobachtet. Überwiegend abgestoßen würden hingegen der lange Zeit sehr beliebte M&G Optimal Income und der Swisscanto Portfolio Fund Growth (ISIN LU0112806418 / WKN 987287) von der Fondstochter der Zürcher Kantonalbank. Kehnen zufolge komme auch der Arero Weltfonds derzeit gut an.
"Über mehrere Wochen permanent gesucht war der Patriarch Classic von Hauck & Aufhäuser", erkläre Wöllnitz. Der falle in die Morningstar-Kategorie aggressiver Mischfonds und investiere weltweit in Aktien, Renten, Genussscheine sowie Zertifikate. Aktuell seien es aber fast ausschließlich Aktien und hier vor allem US-Werte. In den vergangenen drei Jahren sei der Fonds auf ein jährliches Plus von 17,4 Prozent gekommen, seit Anfang 2017 seien es 6,8 Prozent.
Bei deutschen Aktienfonds gebe es Kehnen zufolge keine klare Tendenz. "Dass der DAX zwischenzeitlich auf ein Zweijahreshoch geklettert war, interessierte niemanden so recht." Abgaben melde der Händler für den DekaFonds CF und den DWS Deutschland, Zuflüsse für den DWS Aktien Strategie Deutschland und den MainFirst Germany. Bei den internationalen Aktien hätten Anleger beim Siemens Global Growth mit internationalen Nebenwerten zugegriffen, während der DWS Vermögensbildungsfonds und der Carmignac Investissement abgestoßen worden seien.
Anders als noch in den Vormonaten sei das Interesse an asiatischen Aktien Kehnen zufolge derzeit sehr gering. "Es fehlen einfach die Impulse, die Märkte bewegen sich seitwärts." Auf den Verkaufslisten hätten - bei niedrigen Umsätzen - etwa der Baring Hong Kong China und der GAM Star China Equity, auf den Einkaufslisten der Comgest Growth Greater China (ISIN IE0030351732 / WKN 756455) und der Fidelity Funds Asian Smaller Companies gestanden.
Etwas mehr, wenn auch nicht übermäßig viel, habe es im Bereich Minenfonds zu tun gehabt. Der Goldpreis habe zuletzt wieder nachgegeben und liege nur noch knapp über der Marke von 1.200 US-Dollar je Feinunze. "Wenn der Goldpreis sinkt, überprüfen Anleger offenbar ihre Depots", stelle Kehnen fest. So seien der BGF World Gold Fund und der BGF World Mining Fund aus den Portfolios geflogen. Der BGF World Gold Fund von BlackRock komme auf Dreijahressicht auf ein jährliches Plus von 6,24 Prozent, auf Fünfjahressicht aber auf minus 8 Prozent. Hier mache sich noch der heftige Goldpreiseinbruch ab 2012 bemerkbar.
Viel um gehe weiter in Immobilienfonds. Wöllnitz berichte von hohen Zu- und Abflüssen im Grundbesitz Europa und im CS Euroreal. Nur gesucht gewesen sei hingegen der Fokus Wohnen Deutschland, dessen Anlageschwerpunkt deutsche Wohnimmobilien seien. (Ausgabe vom 15.03.2017) (16.03.2017/fc/a/f)
"Allenfalls bei internationalen Aktien war manchmal viel los", berichte Andreas Kehnen von der Baader Bank. "Sporadisch haben wir größere Positionierungen gesehen", melde Frank Wöllnitz von der ICF Bank. "Insgesamt war es aber ruhig, in deutschen Aktien wurde bei DAX-Kursen um 12.000 Punkte auch Kasse gemacht."
Der DAX habe in den vergangenen vier Wochen noch leichte Gewinne verbucht, der Schwung vom Dezember sei aber längst weg. Gestern Morgen habe der Index bei 11.984 Punkten notiert. An den US-Börsen sei bis Anfang des Monats die Rekordjagd weitergegangen, der Dow Jones sei zwischenzeitlich auf ein neues Allzeithoch von 21.169 Punkten geklettert. Danach sei es aber leicht nach unten gegangen.
Mit am umsatzstärksten würden sich Wöllnitz zufolge Mischfonds präsentieren. Allerdings würden beide Seiten gespielt. Zu- und Abflüsse habe der Händler zum Beispiel im Flossbach von Storch Multiple Opportunities und im Carmignac Patrimoine beobachtet. Überwiegend abgestoßen würden hingegen der lange Zeit sehr beliebte M&G Optimal Income und der Swisscanto Portfolio Fund Growth (ISIN LU0112806418 / WKN 987287) von der Fondstochter der Zürcher Kantonalbank. Kehnen zufolge komme auch der Arero Weltfonds derzeit gut an.
Bei deutschen Aktienfonds gebe es Kehnen zufolge keine klare Tendenz. "Dass der DAX zwischenzeitlich auf ein Zweijahreshoch geklettert war, interessierte niemanden so recht." Abgaben melde der Händler für den DekaFonds CF und den DWS Deutschland, Zuflüsse für den DWS Aktien Strategie Deutschland und den MainFirst Germany. Bei den internationalen Aktien hätten Anleger beim Siemens Global Growth mit internationalen Nebenwerten zugegriffen, während der DWS Vermögensbildungsfonds und der Carmignac Investissement abgestoßen worden seien.
Anders als noch in den Vormonaten sei das Interesse an asiatischen Aktien Kehnen zufolge derzeit sehr gering. "Es fehlen einfach die Impulse, die Märkte bewegen sich seitwärts." Auf den Verkaufslisten hätten - bei niedrigen Umsätzen - etwa der Baring Hong Kong China und der GAM Star China Equity, auf den Einkaufslisten der Comgest Growth Greater China (ISIN IE0030351732 / WKN 756455) und der Fidelity Funds Asian Smaller Companies gestanden.
Etwas mehr, wenn auch nicht übermäßig viel, habe es im Bereich Minenfonds zu tun gehabt. Der Goldpreis habe zuletzt wieder nachgegeben und liege nur noch knapp über der Marke von 1.200 US-Dollar je Feinunze. "Wenn der Goldpreis sinkt, überprüfen Anleger offenbar ihre Depots", stelle Kehnen fest. So seien der BGF World Gold Fund und der BGF World Mining Fund aus den Portfolios geflogen. Der BGF World Gold Fund von BlackRock komme auf Dreijahressicht auf ein jährliches Plus von 6,24 Prozent, auf Fünfjahressicht aber auf minus 8 Prozent. Hier mache sich noch der heftige Goldpreiseinbruch ab 2012 bemerkbar.
Viel um gehe weiter in Immobilienfonds. Wöllnitz berichte von hohen Zu- und Abflüssen im Grundbesitz Europa und im CS Euroreal. Nur gesucht gewesen sei hingegen der Fokus Wohnen Deutschland, dessen Anlageschwerpunkt deutsche Wohnimmobilien seien. (Ausgabe vom 15.03.2017) (16.03.2017/fc/a/f)
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| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| LU0323578657 | A0M430 | 324,68 € | 291,84 € | |
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