Fondshandel sommerlich seitwärts


20.07.10 10:36
Deutsche Börse AG

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Bei von Ferien geprägten überschaubaren Umsätzen greifen Anleger nach Immobilienfonds, so die Deutsche Börse AG.

Wenig Bewegung gebe es bei Schwellenländerfonds. Edelmetallportfolios würden etwas in der Anlegergunst verlieren.

Trotz hoher Volatilität gebe es im Frankfurter Fondshandel derzeit keine eindeutige Richtung. Käufe und Verkäufe würden sich die Waage halten. Für langfristig orientierte Anleger sei die Situation unübersichtlich, bemerke Dirk Schröder von der Baader Bank. "Das ist ein Trader-Markt, diese nutzen die kurzfristigen Schwankungen aus." Was den Sommer über so bleiben könnte. Am Ende der Feriensaison und wenn sich die Märkte etwas abgekühlt hätten, sei wieder mit dem Zufluss längerfristiger Investitionen zu rechnen.

Immer häufiger würden Immobilienfonds nachgefragt. Beim DEGI Europa und beim weltweit anlegenden SEB ImmoInvest seien laut Ivo Orlemann von ICF Kursmakler Käufe und Verkäufe ausgeglichen. Vorwiegend Käufe habe es dagegen beim europäischen CS Euroreal und beim weltweit anlegenden KanAm grundinvest gegeben. "Dass die Fonds geschlossen sind, tut dem Börsenhandel keinen Abbruch, im Gegenteil", erkläre der Spezialist, "die höheren Abschläge sind eine Gelegenheit für die Anleger."

Während die Aktienmärkte in Fernost zum Wochenanfang einen schwachen Start hingelegt hätten, hätten sich laut Schröder bei asiatischen Fonds Käufe und Verkäufe die Waage gehalten. Gefragt gewesen sei beispielsweise wieder der in US-Dollar notierte Baring Hong Kong China Fund. Zugegriffen hätten Investoren auch beim Aktienfonds Comgest Growth Greater China, der im Großraum China, Hong Kong und Taiwan investiere. Verkauft hätten Anleger dagegen den im pazifischen Raum engagierten Templeton Asian Growth.

Etwas lustlos bewege sich der DAX seit ein paar Wochen um die 6.000er-Marke. "Für langfristige Anleger eine indifferente Gemengelage", meine Schröder. Die Umsätze seien übersichtlich geblieben, es würde gleichermaßen gekauft wie verkauft. So habe der Spezialist Käufe beobachten können wie beim AMUNDI Funds Volatility Euro, über den die Anleger von den Schwankungen an den Aktienmärkten der Eurozone profitieren könnten. "Vor dem Hintergrund der volatilen Märkte passt das zur Lage", bemerke Schröder. Eher Abgaben hätten dagegen den Börsenhandel mit dem UBS (D) Equity Fund - Small Caps Germany (ISIN DE0009751651 / WKN 975165) geprägt, der in Aktien von deutschen Nebenwerten anlege, und dem in europäische Aktien engagierten SISF European Equity (ISIN LU0191612000 / WKN A0CATJ).

Unter Druck hätten in den vergangenen Handelstagen die Edelmetalle gestanden Der Goldpreis sei um 1,2 Prozent auf teilweise unter 1.180 US-Dollar je Feinunze gefallen. "Der tiefste Stand seit zwei Monaten", wisse Schröder. Edelmetallfonds hätten an der Börse eindeutig auf der Abgabeseite gestanden. Verstärkt verkauft worden seien beispielsweise Anteile des in US-Dollar notierten BGF World Gold, der DWS Gold Plus und der NESTOR Gold Fonds.

"Die Investoren schichten in andere Asset-Klassen um. Die Risikobereitschaft steigt, im sicheren Hafen Gold herrscht Aufbruchsstimmung", erkläre der Spezialist. Doch Ausnahmen würden die Regel bestätigen: Kleinere Käufe melde Schröder diese Woche beim HANSAgold. (20.07.2010/fc/a/f)






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