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Frankfurter Fondshandel: weder Fisch noch Fleisch
19.06.12 08:58
Deutsche Börse AG
Frankfurt (www.fondscheck.de) - Vorsichtig optimistisch reagieren Fondsanleger laut ICF Kursmakler auf das Wahlergebnis Griechenlands, so die Deutsche Börse AG.
"Bereits am Freitag vergangener Woche hat sich die Stimmung der Investoren aufgehellt", berichte Ivo Orlemann. Die Politprognosen im Vorfeld der Wahlen, die auf eine unzureichende Unterstützung für das Bündnis der radikalen Linken gedeutet hätten, hätten für Erleichterung gesorgt. "Als dann der ganz große Schreck tatsächlich ausblieb, hatten wir im Handel mit aktiv verwalteten Fonds einen ganz normalen Montag." Seit Beginn der Fußball-Europameisterschaft verbreite sich aber regelmäßig am Nachmittag eine gewisse Ruhe. "Pünktlich nach dem Anpfiff um 18:00 Uhr verstummen dann die meisten Order-Tickets."
Von spürbar mehr Anlegeraktivität nach der Weichenstellung in Griechenland, jedoch ohne erkennbare Tendenz, spreche Matthias Präger von der Baader Bank. Der Händler bestätige einen regen Handel mit Publikumsfonds gegen Ende vergangener Woche. "In den meisten Anlageklassen halten sich Zu- und Abflüsse in etwa die Waage." Eine Ausnahme hätten Körbe mit europäischen Aktien gemacht. "Diese werden eher abgestoßen."
Überdurchschnittlich viel Handel verbuche Orlemann im Bereich offene Immobilienfonds. Ganz vorn mit dabei seien der CS Euroreal und der SEB Immoinvest, die sich beide in der Auflösungsphase befänden. "Der SEB Immoinvest steht in der Umsatzstatistik immerhin auf dem dritten Platz." Lege man die Anzahl der Orders zugrunde, überwögen zwar die Anteilsrückgaben. "Weil es häufiger größere Zukäufe gibt, geht es insgesamt aber ausgeglichen zu." Für offene Immobilienfonds, die nicht von einer Schließung betroffen seien, hätten sich Anleger stärker interessiert. Etwa hätten sie Anteile des UNIIMMO: Deutschland gekauft. "Per saldo verbucht der gesamte Sektor laut Angaben des Branchenverbands BVI weiterhin Mittelzuflüsse."
Deutsche Aktienportfolios wie der DWS German Equities oder europäische wie der Alken Fund European Opportunities (ISIN, LU0235308482/ WKN A0H06Q) kämen Präger zufolge bei Anlegern im aktuellen Marktumfeld weniger gut an. "Bei mageren Umsätzen überwiegen die Abgaben."
Mehr Käufe als Verkäufe auf relativ niedrigem Niveau gebe es indes im Amundi Funds Absolute Volatility Euro Equities (ISIN LU0272941971 / WKN A0ML43) und im DWS Select Invest (ISIN DE0008476565 / WKN 847656). Bei ersterem würden Anleger auf die implizite einjährige Volatilität der Aktienmärkte des Euroraums zielen.
Von mehr Bewegung in beide Richtungen spreche Präger im Bereich Publikumsfonds mit internationalem Fokus. Abgestoßen würden Anteile des Stuttgarter Aktienfonds.
Beim DWS Top Dividende und beim Espa Vinis Stock Global verbuche die Baader Bank mehr Zu- als Abflüsse. Das Fondsmanagement konzentriere sich auf Unternehmen mit erkennbar nachhaltigen Grundprinzipien in ihrer Geschäftspolitik.
Beim Carmignac Patrimoine registriere Orlemann ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Zu- und Abflüssen, ebenso beim sonst so beliebten Mischfonds Flossbach von Storch SICAV. Einen Abgabeüberhang melde ICF Kursmakler zudem für den ETF Dachfonds, der zumeist in börsengehandelte Indexfonds investiere. "Auch kurzfristiger orientierte Fondsanleger nutzen diesen Fonds häufiger", meine der Händler. Von einem Käuferbild spreche er hingegen beim Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen (ISIN DE000A0M8HD2 / WKN A0M8HD). "Die Umsätze waren in diesem Wert eher dünn." Zudem hätten sich Fondsanleger mehrheitlich den Aberdeen Global Emerging Markets Equity ins Depot gelegt.
Fonds mit asiatischem Fokus stünden Anleger uneinheitlich gegenüber, wie Präger bemerke. Verkäufe etwa des FF - China Focus wären ebenso präsent wie Käufe, z. B. des M&G Asian. Gefragt seien zudem kleine und mittelständische asiatische Unternehmen zum Beispiel im Aberdeen Global Asian Smaller Cos Fund.
Auch bei Minenfonds gebe es keine eindeutige Anlegermeinung. Beim BGF Gold World Fund überwögen die Abgaben, während Investoren in Silberminen anscheinend mehr Potenzial sehen würden. Der STABILITAS - SILBER+WEISSMETALLE (ISIN LU0265803667 / WKN A0KFA1) sei laut der Baader Bank zumeist gekauft worden.
Anleger hätten sich Präger zufolge außerdem tendenziell vom ME Fonds - Pergamon A (WKN 593117) getrennt, der überwiegend Aktien von Unternehmen aus dem Rohstoff-Sektor halte. (19.06.2012/fc/a/f)
"Bereits am Freitag vergangener Woche hat sich die Stimmung der Investoren aufgehellt", berichte Ivo Orlemann. Die Politprognosen im Vorfeld der Wahlen, die auf eine unzureichende Unterstützung für das Bündnis der radikalen Linken gedeutet hätten, hätten für Erleichterung gesorgt. "Als dann der ganz große Schreck tatsächlich ausblieb, hatten wir im Handel mit aktiv verwalteten Fonds einen ganz normalen Montag." Seit Beginn der Fußball-Europameisterschaft verbreite sich aber regelmäßig am Nachmittag eine gewisse Ruhe. "Pünktlich nach dem Anpfiff um 18:00 Uhr verstummen dann die meisten Order-Tickets."
Von spürbar mehr Anlegeraktivität nach der Weichenstellung in Griechenland, jedoch ohne erkennbare Tendenz, spreche Matthias Präger von der Baader Bank. Der Händler bestätige einen regen Handel mit Publikumsfonds gegen Ende vergangener Woche. "In den meisten Anlageklassen halten sich Zu- und Abflüsse in etwa die Waage." Eine Ausnahme hätten Körbe mit europäischen Aktien gemacht. "Diese werden eher abgestoßen."
Überdurchschnittlich viel Handel verbuche Orlemann im Bereich offene Immobilienfonds. Ganz vorn mit dabei seien der CS Euroreal und der SEB Immoinvest, die sich beide in der Auflösungsphase befänden. "Der SEB Immoinvest steht in der Umsatzstatistik immerhin auf dem dritten Platz." Lege man die Anzahl der Orders zugrunde, überwögen zwar die Anteilsrückgaben. "Weil es häufiger größere Zukäufe gibt, geht es insgesamt aber ausgeglichen zu." Für offene Immobilienfonds, die nicht von einer Schließung betroffen seien, hätten sich Anleger stärker interessiert. Etwa hätten sie Anteile des UNIIMMO: Deutschland gekauft. "Per saldo verbucht der gesamte Sektor laut Angaben des Branchenverbands BVI weiterhin Mittelzuflüsse."
Deutsche Aktienportfolios wie der DWS German Equities oder europäische wie der Alken Fund European Opportunities (ISIN, LU0235308482/ WKN A0H06Q) kämen Präger zufolge bei Anlegern im aktuellen Marktumfeld weniger gut an. "Bei mageren Umsätzen überwiegen die Abgaben."
Von mehr Bewegung in beide Richtungen spreche Präger im Bereich Publikumsfonds mit internationalem Fokus. Abgestoßen würden Anteile des Stuttgarter Aktienfonds.
Beim DWS Top Dividende und beim Espa Vinis Stock Global verbuche die Baader Bank mehr Zu- als Abflüsse. Das Fondsmanagement konzentriere sich auf Unternehmen mit erkennbar nachhaltigen Grundprinzipien in ihrer Geschäftspolitik.
Beim Carmignac Patrimoine registriere Orlemann ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Zu- und Abflüssen, ebenso beim sonst so beliebten Mischfonds Flossbach von Storch SICAV. Einen Abgabeüberhang melde ICF Kursmakler zudem für den ETF Dachfonds, der zumeist in börsengehandelte Indexfonds investiere. "Auch kurzfristiger orientierte Fondsanleger nutzen diesen Fonds häufiger", meine der Händler. Von einem Käuferbild spreche er hingegen beim Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen (ISIN DE000A0M8HD2 / WKN A0M8HD). "Die Umsätze waren in diesem Wert eher dünn." Zudem hätten sich Fondsanleger mehrheitlich den Aberdeen Global Emerging Markets Equity ins Depot gelegt.
Fonds mit asiatischem Fokus stünden Anleger uneinheitlich gegenüber, wie Präger bemerke. Verkäufe etwa des FF - China Focus wären ebenso präsent wie Käufe, z. B. des M&G Asian. Gefragt seien zudem kleine und mittelständische asiatische Unternehmen zum Beispiel im Aberdeen Global Asian Smaller Cos Fund.
Auch bei Minenfonds gebe es keine eindeutige Anlegermeinung. Beim BGF Gold World Fund überwögen die Abgaben, während Investoren in Silberminen anscheinend mehr Potenzial sehen würden. Der STABILITAS - SILBER+WEISSMETALLE (ISIN LU0265803667 / WKN A0KFA1) sei laut der Baader Bank zumeist gekauft worden.
Anleger hätten sich Präger zufolge außerdem tendenziell vom ME Fonds - Pergamon A (WKN 593117) getrennt, der überwiegend Aktien von Unternehmen aus dem Rohstoff-Sektor halte. (19.06.2012/fc/a/f)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 0,952 € | 0,963 € | -0,011 € | -1,14% | 17.04./18:10 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0009805002 | 980500 | 1,23 € | 0,90 € | |
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