Franklin Gold and Precious Metals Fund: Fokussiert auf Edelmetallunternehmen - Fondsanalyse


10.06.20 11:00
Franklin Templeton

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Goldpreis legte während der Corona-Krise deutlich zu. Von diesem Kursanstieg haben auch die Goldminen- und Explorationsunternehmen profitiert. Mit dem Franklin Gold and Precious Metals Fund können Anleger an dieser Entwicklung partizipieren, so die Experten von Franklin Templeton.

Gold habe sich in den letzten Wochen und Monaten positiv entwickelt und die alten Höchststände seien in greifbarer Nähe. Trotz dieses Kursanstiegs sähen die Experten von Franklin Templeton noch eine Reihe potenzieller Faktoren, die das Metall weiter nach oben treiben könnten. Nach Ansicht der Experten könnte Gold von Anfällen erhöhter Marktvolatilität und Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen des Coronavirus profitieren, da die Anleger vermeintlich sichere Anlagen suchen würden. Gold weise eine sehr geringe Korrelation mit anderen Anlageklassen auf, was das zunehmende Interesse an Gold als Instrument zur Portfoliodiversifizierung unterstütze.

Im Rahmen dieses Anstieges hätten auch die Aktien von Goldminenbetreibern und Explorationsunternehmen deutlich zugelegt. Goldaktien würden meist eng mit dem Rohstoff Gold korrelieren, jedoch mit einem höheren Beta. Viele goldfokussierte Unternehmen hätten in einem Umfeld von 1.250 US-Dollar pro Unze Gold Mühe gehabt, einen freien Cashflow zu generieren, da die Gesamtkosten für viele Produzenten nahe an diesem Niveau lägen. Die Minenkosten seien in der Regel relativ fix, sodass höhere Goldpreise direkt auf das Endergebnis durchschlagen könnten. Der aktuelle Kurs über 1.700 US-Dollar dürfte den Cashflow in der gesamten Branche somit erheblich ankurbeln.

Daher sähen die Experten von Franklin Templeton attraktive Gelegenheiten in Aktien, die sich auf Gold und Edelmetalle konzentrieren würden, insbesondere wenn der Goldpreis das gegenwärtige Niveau halten oder sogar noch höher steigen könne. Selbst wenn man die starke Erholung der Aktienkurse von den Tiefstständen im März berücksichtige, sei im vergangenen Jahr bei vielen Goldunternehmen der prognostizierte Cashflow schneller angestiegen als der Aktienkurs, was trotz der sich verbessernden Fundamentaldaten zu einem Rückgang der Aktienbewertungsmultiplikatoren geführt habe. Zudem würden sich die niedrigen Inputkosten aufgrund gefallener Brennstoffpreise und günstiger Währungsschwankungen positiv auf die Kosten und die Bewertungen der Unternehmen auswirken.

Die meisten Bergbauunternehmen hätten sich in den letzten Jahren auf die Verbesserung der Kostenstruktur ihrer Betriebe, die Rückzahlung von Schulden und die Rationalisierung von Vermögenswerten konzentriert, was nach Meinung der Experten von Franklin Templeton in Zukunft zu besseren Geschäften und einem verbesserten Leistungspotenzial der Aktien führen dürfte, da sich die Managementteams zunehmend darauf konzentrieren würden, die höheren Goldpreise in freien Cashflow umzuwandeln, der in Projekte mit hohen Renditen reinvestiert werden könne (oder über Dividenden an die Aktionäre zurückfließe).

Darüber hinaus seien die Experten der Ansicht, dass Goldaktien mit kleiner und mittlerer Kapitalisierung einige der besten Chancen bieten könnten, da sie im Allgemeinen niedriger bewertet seien und die M&A-Aktivitäten der Branche in letzter Zeit einen Aufschwung erfahren hätten, da Bergbauunternehmen nach mehreren Jahren begrenzter Explorations- und Erschließungsaktivitäten versuchen würden, ihre Ressourcen wieder aufzufüllen.

Franklin könne auf eine lange Geschichte von Investitionen in Edelmetalle zurückblicken. Der 1969 in den USA aufgelegte Franklin Gold and Precious Metals Fund, der vom Franklin Natural Resources Team verwaltet werde, sei einer der ältesten und größten goldfokussierten Investmentfonds in den Vereinigten Staaten.

Der Fonds investiere in Wertpapiere von Gold- und Edelmetallbetriebsgesellschaften - nicht in die eigentlichen Metalle. Diese Unternehmen würden eine hohe Korrelation mit der Rendite ihrer Basiswerte aufweisen, seien aber nicht mit den hohen Transaktions- und Lagerkosten verbunden.

Wie ETFs auf Gold und Edelmetalle seien Aktienpapiere liquide, hätten aber den zusätzlichen Vorteil, dass die zugrunde liegenden Unternehmen unabhängig vom Rohstoffpreis ein Geschäft aufbauen und eine Dividende an die Anleger zahlen könnten. Darüber hinaus würden Anleger von unternehmensspezifischen Werttreibern profitieren, wie z.B. der Erschließung neuer Minen, Produktionswachstum und Explorationserfolgen.

Das Management-Team des Fonds sei davon überzeugt, dass eine überdurchschnittliche Performance und ein unterdurchschnittliches Risiko langfristig durch einen disziplinierten Anlageprozess erreicht werden könnten, der auf gründlicher Recherche beruhe und in einer langfristigen Perspektive verankert sei.

Im Rahmen eines kombinierten Top-down- und Bottom-up-Ansatzes würden die aktuellen Wirtschafts- und Marktbedingungen analysiert und bewertet. Das Portfoliomanagement-Team achte dabei in erster Linie auf den Marktpreis der Wertpapiere eines Unternehmens im Verhältnis zur Bewertung des langfristigen Ertrags-, Vermögenswert- und Cashflow-Potenzials des Unternehmens.

Für Anleger, die indirekt an der Entwicklung des Goldpreises partizipieren wollen und die Chancen wahrnehmen möchten, die Goldaktien unserer Meinung nach derzeit bieten, ist der Franklin Gold and Precious Metals Fund ein interessantes Anlageprodukt, so die Experten von Franklin Templeton. Zudem könne durch die Aufnahme einer Anlageklasse mit einer niedrigen Korrelation zu den klassischen Anlagen wie Aktien und Renten die Volatilität im Depot möglicherweise verringert werden. Wichtig sei allerdings, dass Gold- und Edelmetallaktien in der Regel reaktionsfreudiger als der Goldpreis seien, da selbst kleine Veränderungen der Rohstoffpreise zu großen Rentabilitätsverschiebungen - sowohl positiven als auch negativen - führen könnten. (Ausgabe 101 vom Juni 2020) (10.06.2020/fc/a/f)





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