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Franklin Gold and Precious Metals Fund: Mit Gold durch die Krise
09.06.20 12:00
Franklin Templeton
Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die Corona-Krise und die daraus resultierenden Turbulenzen an den Finanzmärkten rückten Gold wieder verstärkt in den Fokus der Investoren, berichten die Experten von Franklin Templeton.
Das als "sicherer Hafen" bekannte Edelmetall habe in den letzten Wochen zulegen können und notiere nicht weit von den alten Höchstständen.
Laut dem World Gold Council (WGC) sei die Nachfrage nach Gold im ersten Quartal des laufenden Jahres gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1% auf 1.083,8 Tonnen gestiegen. Verantwortlich hierfür seien in erster Linie Anleger und Investoren gewesen. So seien die Zuflüsse in goldgestützte ETFs siebenmal so hoch wie im Vorjahr gewesen. Im Gegensatz dazu sei die Nachfrage im Schmuckbereich um 39% auf ein Rekordtief von 325,8 Tonnen gefallen. China als einer der wichtigsten Schmuckmärkte habe sogar einen Rückgang von 65% verzeichnet. Das Coronavirus und die Maßnahmen zu seiner Eindämmung hätten aber auch Auswirkungen auf das Angebot gehabt. Da viele Minen- und Goldrecyclingunternehmen ihren Betrieb hätten unterbrechen bzw. reduzieren müssen, sei die Produktion in den ersten drei Monaten des Jahres um 4% zurückgegangen - was in diesem Fall ebenfalls kurstreibend gewesen sei.
Gold gelte als eine Art Versicherung in Krisenzeiten. Ende der Siebzigerjahre vervielfachte sich z.B. der Preis des Edelmetalls, als die Sowjetunion in Afghanistan einmarschierte und sich der Kalte Krieg dramatisch zuspitzte, so die Experten von Franklin Templeton. 2011, als die Griechenland-Krise aktuell gewesen sei und das Ende der Europäischen Union gedroht habe, habe der Goldpreis zum ersten Mal die 1.900-US-Dollar-Marke durchbrochen und den bis dato höchsten Stand erklommen. Heute stehe die Menschheit erneut vor großen Herausforderungen. Die Corona-Pandemie sorge an den Finanzmärkten für Unsicherheit und Turbulenzen. Viele Anleger würden daher in den vermeintlich sicheren Hafen flüchten und in Gold investieren.
Der Anstieg des Goldpreises sei allerdings nicht nur auf das Coronavirus zurückzuführen. Bereits im Laufe des vergangenen Jahres habe die Anlegerstimmung ins Positive umgeschlagen und für steigende Kurse gesorgt.
Der strategische Schwenk der FED im Juli 2019 von einer geldpolitischen Straffung hin zu einer Lockerung sei einer der Hauptauslöser für die vermehrten Käufe der Anleger und den Preisanstieg bei Gold gewesen. Niedrigere Zinssätze würden weniger Opportunitätskosten für den Besitz von Gold bedeuten, denn das Metall werfe keine Erträge ab und sei häufig mit Lager- und Versicherungskosten verbunden. Zudem würden niedrigere Zinsen den handelsgewichteten Wert des US-Dollar verringern. Ein Großteil der preisempfindlichen Nachfrage nach Gold stamme nämlich nicht aus den USA, und ein schwächerer Dollar bedeute, dass man für den gleichen Betrag seiner lokalen Währung mehr Gold kaufen könne. Hierdurch werde der Aufwärtsdruck auf den Goldpreis verstärkt.
Aber nicht nur mit ihrer Geldpolitik würden Notenbanken den Goldpreis bewegen. In der jüngsten Vergangenheit seien die Notenbanken immer stärker als Käufer von Gold in Erscheinung getreten. In den letzten Jahren und auch dieses Jahr hätten vor allem Russland, China und die Türkei ihre Bestände erhöht. Weltweit hätten laut WGC die Goldreserven Ende Februar 2020 fast 35.000 Tonnen betragen. Den größten Bestand halte die Notenbank der USA, gefolgt von der Deutschen Bundesbank. Habe Gold in der Vergangenheit zur Deckung einer Währung gedient, sei das Edelmetall heute ein Teil der Währungsreserven eines Landes und bilde eine finanzielle Rücklage, die schnell liquidiert werden könne.
Ebenfalls für steigende Kurse würden meist geopolitische Spannungen sorgen. 2019 sei eines der marktbestimmenden Themen der Handelskonflikt zwischen den USA und China gewesen. Sei es zu Beginn der Corona-Krise etwas ruhiger zwischen den beiden Supermächten geworden, spitze sich aktuell die Lage wieder zu. Vor allem die Rhetorik seitens des US-Präsidenten gegenüber China verschärfe sich beinahe täglich. So werfe Trump China mangelnde Transparenz hinsichtlich der Ursachen der Pandemie vor und erkläre die Volksrepublik zum Verursacher des weltweiten Massensterbens.
Eine weitere Sorge, die derzeit wie ein Damoklesschwert über den Finanzmärkten schwebe und viele Anleger in Gold flüchten lasse, sei der drastische Rückgang des globalen Wirtschaftswachstums aufgrund der Corona-Pandemie. Der Internationale Währungsfonds erwarte laut seinem jüngsten Konjunkturausblick einen Einbruch der Weltwirtschaft um rund 3%. Zum Vergleich: In der Finanzkrise sei lediglich ein Rückgang von 0,1% zu verbuchen gewesen. Vor allem für Industrieländer wie Deutschland, die USA und Frankreich werde eine massive Rezession prognostiziert.
FED-Chef Jerome Powell habe erst kürzlich in einem Fernsehinterview verkündet, dass ein Schrumpfen der US-amerikanischen Wirtschaftsleistung von 20% bis 30% im laufenden Quartal möglich sei.
Anlegern, die an der Wertentwicklung des gelben Edelmetalls partizipieren möchten, stünden verschiedene Varianten zur Verfügung. Ganz klassisch sei beispielsweise der Kauf von physischem Gold in Form von Münzen und Barren. Allerdings müsse hierbei berücksichtigt werden, dass je nach Emittent, Stückelung und Größe ein Aufschlag auf den Materialwert zu bezahlen sei. Zudem könnten für die Aufbewahrung Lagerkosten, wie z.B. die Gebühren für ein Bankschließfach, anfallen.
Eine andere Möglichkeit sei der Erwerb von börsengehandelten Produkten wie z.B. Futures, oder für Privatanleger in der Regel einfacher zu handhaben der Kauf von ETFs und ETCs. Hierbei könne schon mit sehr kleinen Beträgen in das Edelmetall investiert werden. Je nach Konstruktion seien allerdings nicht alle ETFs mit physischem Gold hinterlegt, d.h. eine mögliche Auslieferung des Anlagebetrags in Gold sei nicht immer gegeben. Des Weiteren könne die steuerliche Situation eine andere sein als beim Kauf von physischem Gold.
Statt direkt in Gold zu investieren, könnten auch Aktien von Goldminenbetreibern und Explorationsgesellschaften eine interessante Alternative sein. Da es für Privatanleger allerdings nur sehr schwer nachzuvollziehen sei, wie ergiebig die einzelnen Goldminen seien und wie hoch die Förderkosten seien - ganz zu schweigen von anderen Einflussfaktoren auf das Geschäftsmodell - seien Investments in Einzelwerte nur sehr bedingt zu empfehlen. Attraktiver könnten daher aktiv gemanagte Goldminen-Fonds, wie z.B. der Franklin Gold and Precious Metals Fund sein. Anleger sollten allerdings berücksichtigen, dass solch ein Fonds nicht gleichzusetzen sei mit einer Anlage in Gold. Die Aktien der im Portfolio enthaltenen Unternehmen könnten sich deutlich volatiler verhalten als der Goldkurs bzw. sich auch komplett von dessen Entwicklung abkoppeln. (Ausgabe 101 vom Juni 2020) (09.06.2020/fc/a/f)
Das als "sicherer Hafen" bekannte Edelmetall habe in den letzten Wochen zulegen können und notiere nicht weit von den alten Höchstständen.
Laut dem World Gold Council (WGC) sei die Nachfrage nach Gold im ersten Quartal des laufenden Jahres gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1% auf 1.083,8 Tonnen gestiegen. Verantwortlich hierfür seien in erster Linie Anleger und Investoren gewesen. So seien die Zuflüsse in goldgestützte ETFs siebenmal so hoch wie im Vorjahr gewesen. Im Gegensatz dazu sei die Nachfrage im Schmuckbereich um 39% auf ein Rekordtief von 325,8 Tonnen gefallen. China als einer der wichtigsten Schmuckmärkte habe sogar einen Rückgang von 65% verzeichnet. Das Coronavirus und die Maßnahmen zu seiner Eindämmung hätten aber auch Auswirkungen auf das Angebot gehabt. Da viele Minen- und Goldrecyclingunternehmen ihren Betrieb hätten unterbrechen bzw. reduzieren müssen, sei die Produktion in den ersten drei Monaten des Jahres um 4% zurückgegangen - was in diesem Fall ebenfalls kurstreibend gewesen sei.
Gold gelte als eine Art Versicherung in Krisenzeiten. Ende der Siebzigerjahre vervielfachte sich z.B. der Preis des Edelmetalls, als die Sowjetunion in Afghanistan einmarschierte und sich der Kalte Krieg dramatisch zuspitzte, so die Experten von Franklin Templeton. 2011, als die Griechenland-Krise aktuell gewesen sei und das Ende der Europäischen Union gedroht habe, habe der Goldpreis zum ersten Mal die 1.900-US-Dollar-Marke durchbrochen und den bis dato höchsten Stand erklommen. Heute stehe die Menschheit erneut vor großen Herausforderungen. Die Corona-Pandemie sorge an den Finanzmärkten für Unsicherheit und Turbulenzen. Viele Anleger würden daher in den vermeintlich sicheren Hafen flüchten und in Gold investieren.
Der Anstieg des Goldpreises sei allerdings nicht nur auf das Coronavirus zurückzuführen. Bereits im Laufe des vergangenen Jahres habe die Anlegerstimmung ins Positive umgeschlagen und für steigende Kurse gesorgt.
Der strategische Schwenk der FED im Juli 2019 von einer geldpolitischen Straffung hin zu einer Lockerung sei einer der Hauptauslöser für die vermehrten Käufe der Anleger und den Preisanstieg bei Gold gewesen. Niedrigere Zinssätze würden weniger Opportunitätskosten für den Besitz von Gold bedeuten, denn das Metall werfe keine Erträge ab und sei häufig mit Lager- und Versicherungskosten verbunden. Zudem würden niedrigere Zinsen den handelsgewichteten Wert des US-Dollar verringern. Ein Großteil der preisempfindlichen Nachfrage nach Gold stamme nämlich nicht aus den USA, und ein schwächerer Dollar bedeute, dass man für den gleichen Betrag seiner lokalen Währung mehr Gold kaufen könne. Hierdurch werde der Aufwärtsdruck auf den Goldpreis verstärkt.
Ebenfalls für steigende Kurse würden meist geopolitische Spannungen sorgen. 2019 sei eines der marktbestimmenden Themen der Handelskonflikt zwischen den USA und China gewesen. Sei es zu Beginn der Corona-Krise etwas ruhiger zwischen den beiden Supermächten geworden, spitze sich aktuell die Lage wieder zu. Vor allem die Rhetorik seitens des US-Präsidenten gegenüber China verschärfe sich beinahe täglich. So werfe Trump China mangelnde Transparenz hinsichtlich der Ursachen der Pandemie vor und erkläre die Volksrepublik zum Verursacher des weltweiten Massensterbens.
Eine weitere Sorge, die derzeit wie ein Damoklesschwert über den Finanzmärkten schwebe und viele Anleger in Gold flüchten lasse, sei der drastische Rückgang des globalen Wirtschaftswachstums aufgrund der Corona-Pandemie. Der Internationale Währungsfonds erwarte laut seinem jüngsten Konjunkturausblick einen Einbruch der Weltwirtschaft um rund 3%. Zum Vergleich: In der Finanzkrise sei lediglich ein Rückgang von 0,1% zu verbuchen gewesen. Vor allem für Industrieländer wie Deutschland, die USA und Frankreich werde eine massive Rezession prognostiziert.
FED-Chef Jerome Powell habe erst kürzlich in einem Fernsehinterview verkündet, dass ein Schrumpfen der US-amerikanischen Wirtschaftsleistung von 20% bis 30% im laufenden Quartal möglich sei.
Anlegern, die an der Wertentwicklung des gelben Edelmetalls partizipieren möchten, stünden verschiedene Varianten zur Verfügung. Ganz klassisch sei beispielsweise der Kauf von physischem Gold in Form von Münzen und Barren. Allerdings müsse hierbei berücksichtigt werden, dass je nach Emittent, Stückelung und Größe ein Aufschlag auf den Materialwert zu bezahlen sei. Zudem könnten für die Aufbewahrung Lagerkosten, wie z.B. die Gebühren für ein Bankschließfach, anfallen.
Eine andere Möglichkeit sei der Erwerb von börsengehandelten Produkten wie z.B. Futures, oder für Privatanleger in der Regel einfacher zu handhaben der Kauf von ETFs und ETCs. Hierbei könne schon mit sehr kleinen Beträgen in das Edelmetall investiert werden. Je nach Konstruktion seien allerdings nicht alle ETFs mit physischem Gold hinterlegt, d.h. eine mögliche Auslieferung des Anlagebetrags in Gold sei nicht immer gegeben. Des Weiteren könne die steuerliche Situation eine andere sein als beim Kauf von physischem Gold.
Statt direkt in Gold zu investieren, könnten auch Aktien von Goldminenbetreibern und Explorationsgesellschaften eine interessante Alternative sein. Da es für Privatanleger allerdings nur sehr schwer nachzuvollziehen sei, wie ergiebig die einzelnen Goldminen seien und wie hoch die Förderkosten seien - ganz zu schweigen von anderen Einflussfaktoren auf das Geschäftsmodell - seien Investments in Einzelwerte nur sehr bedingt zu empfehlen. Attraktiver könnten daher aktiv gemanagte Goldminen-Fonds, wie z.B. der Franklin Gold and Precious Metals Fund sein. Anleger sollten allerdings berücksichtigen, dass solch ein Fonds nicht gleichzusetzen sei mit einer Anlage in Gold. Die Aktien der im Portfolio enthaltenen Unternehmen könnten sich deutlich volatiler verhalten als der Goldkurs bzw. sich auch komplett von dessen Entwicklung abkoppeln. (Ausgabe 101 vom Juni 2020) (09.06.2020/fc/a/f)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 24,951 € | 25,317 € | -0,366 € | -1,45% | 17.04./08:13 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| LU0496367763 | A1CU84 | 30,42 € | 11,30 € | |


