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Freihandelsabkommen der EU in Perspektive
08.05.12 16:34
Deutsche Bank Research
Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die EU strebt tiefe und umfassende Freihandelsabkommen mit attraktiven Handelspartnern an, so die Analysten von Deutsche Bank Research.
Dies sei seit 2006 offizielle Strategie. Die EU bemühe sich um Impulse für Handel und Wohlfahrt und wolle günstige Marktzugangsbedingungen in Wachstumsregionen absichern. Die Umsetzung der Strategie dürfte bis 2020 andauern, ein Erfolg sei nicht gewiss. Das Freihandelsabkommen der EU mit Korea sei bisher ein Solitär. Erstmals sei es überhaupt gelungen, wichtige technische Handelsbarrieren in einem nordostasiatischen Land abzubauen und die Märkte für Dienstleistungen und öffentliche Aufträge zu öffnen. Dies werde den Handel beleben. Das Europäische Parlament habe das Abkommen mit großer Mehrheit ratifiziert.
Große Hoffnungen würden sich auf ein Abkommen mit Indien richten. Die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen seien durch hohe Zugangsbarrieren auf dem indischen Markt und restriktive Rahmenbedingungen in der EU für indische (IT)-Fachkräfte geprägt. Indiens Reformeifer sei derzeit jedoch begrenzt.
Die EU strebe zudem tiefe und umfassende Handelsabkommen mit Kanada, dem Mercosur, der Ukraine, fast allen Mittelmeeranrainern und vielen ASEAN-Staaten an. Die wirtschaftlichen Effekte wären in der Regel für die Partner substanziell und für die EU moderat positiv. Grundsatzentscheidungen zu den USA und Japan stünden noch aus. Insbesondere ein Abkommen mit den Vereinigten Staaten würde zahlreiche bilaterale Chancen bieten, aber auch deutliche Risiken für Friktionen zwischen den transatlantischen und asiatischen Integrationsräumen. (08.05.2012/ac/a/m)
Dies sei seit 2006 offizielle Strategie. Die EU bemühe sich um Impulse für Handel und Wohlfahrt und wolle günstige Marktzugangsbedingungen in Wachstumsregionen absichern. Die Umsetzung der Strategie dürfte bis 2020 andauern, ein Erfolg sei nicht gewiss. Das Freihandelsabkommen der EU mit Korea sei bisher ein Solitär. Erstmals sei es überhaupt gelungen, wichtige technische Handelsbarrieren in einem nordostasiatischen Land abzubauen und die Märkte für Dienstleistungen und öffentliche Aufträge zu öffnen. Dies werde den Handel beleben. Das Europäische Parlament habe das Abkommen mit großer Mehrheit ratifiziert.
Große Hoffnungen würden sich auf ein Abkommen mit Indien richten. Die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen seien durch hohe Zugangsbarrieren auf dem indischen Markt und restriktive Rahmenbedingungen in der EU für indische (IT)-Fachkräfte geprägt. Indiens Reformeifer sei derzeit jedoch begrenzt.
Die EU strebe zudem tiefe und umfassende Handelsabkommen mit Kanada, dem Mercosur, der Ukraine, fast allen Mittelmeeranrainern und vielen ASEAN-Staaten an. Die wirtschaftlichen Effekte wären in der Regel für die Partner substanziell und für die EU moderat positiv. Grundsatzentscheidungen zu den USA und Japan stünden noch aus. Insbesondere ein Abkommen mit den Vereinigten Staaten würde zahlreiche bilaterale Chancen bieten, aber auch deutliche Risiken für Friktionen zwischen den transatlantischen und asiatischen Integrationsräumen. (08.05.2012/ac/a/m)


