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Geld verlieren mit dem Sparbuch


20.01.14 14:34
DAB bank

München (www.fondscheck.de) - Viele Anleger setzen bei der Geldanlage immer noch auf das Sparbuch, berichten die Analysten der DAB Bank.

Sie möchten kein Risiko eingehen und Verluste vermeiden. Für die Mehrheit der Deutschen sei deshalb die verzinste Spareinlage immer noch die beliebteste Anlageform - auch wenn die Zinssätze aktuell sehr niedrig seien und aufgrund der letzten Leitzinssenkung durch die Europäische Zentralbank eher noch weiter fallen könnten. Was den Sparern häufig nichtbewusst sei, sei die Tatsache, dass sich der reale Wert ihres Geldes bei dieser Anlageform sogar reduziere: Die Inflationsrate der vergangenen Jahre sei meistens höher als der Zinssatz gewesen, den Anleger auf dem Sparbuch erhalten würden. In diesem Fall würden die Deutschen Realverluste mit ihrer Bankeinlage erleiden.

Wer zu Beginn des Jahres 2008 die Summe von 10.000 Euro auf ein Sparbuch gelegt habe, habe bis Ende des Jahres 2013 einen Kaufkraftverlust von 575 Euro hinnehmen müssen. Unter Berücksichtigung der Inflation sei das Investment real nur noch 9.425 Euro Wert gewesen - ein Verlust von mehr als 5 Prozent. Dieses Beispiel zeige, dass das beliebte Sparbuch zum Geldvermehren nicht geeignet sei. Die Deutschen sollten stattdessen ihr Vermögen breiter streuen und auch andere Anlageformen wie Wertpapiere in ihre Anlagestrategien mit einbeziehen. Diese würden zwar ein höheres Risiko als Sparanlagen beinhalten, aber in der Regel eine Rendite erwirtschaften, die den Verlust durch die Inflation mehr als ausgleiche.

"Wertpapiere bieten weitaus bessere Chancen, das Kapital gegenüber der Inflation zu erhalten beziehungsweise zu vermehren. Darüber hinaus schütten viele Aktiengesellschaften eine jährliche Dividende an ihre Aktionäre aus. Dies erhöht die Rendite zusätzlich", erkläre Ernst Huber, Vorstandssprecher der DAB Bank. "Deshalb sollten Anleger nicht ausschließlich auf vermeintlich sichere Anlagen wie Sparbuch oder Tagesgeld setzen, sondernden richtigen Anlagemix finden, der ihren persönlichen Zielen besser entspricht." (20.01.2014/fc/a/m)