Erweiterte Funktionen
Gewinner 2024: Aktive Anleihen-ETFs, ausgewählte Schwellenländer- und Themen-ETFs
28.12.23 10:30
Franklin Templeton
Frankfurt (www.fondscheck.de) - Anbei ein aktueller Marktkommentar von Jason Xavier, Head of EMEA ETF Capital Markets bei Franklin Templeton:
1. Aktive Anleihen-ETFs würden steigende Kapitalzuflüsse verzeichnen
Die weltweite Inflation sei im November 2023 zum Vormonat gesunken und per Anfang Dezember seien an den europäischen Aktienmärkten für 2024 Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank in Höhe von 150 Basispunkten eingepreist. Demnach sehe es stark nach niedrigeren Zinssätzen aus. Die Frage laute: Wann? Einige der Zentralbanken, wie z. B. die brasilianische Zentralbank, die als erste die Zinssätze erhöht hätten, seien nun die ersten, die ihren restriktiven Kurs verlassen würden. Der Fokus richte sich nun auf die "Landung" der Wirtschaft. Hierbei könnte ein leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit in den USA und Europa am Jahreswechsel auf eine Abschwächung am Arbeitsmarkt und eine bevorstehende harte Landung (Rezession) hindeuten.
Vor dem Hintergrund eines sich andeutenden drohenden Abschwungs würden nach Überzeugung von Franklin Templeton in diesem Jahr Anleihen wieder in den Blickpunkt rücken, insbesondere die Aspekte Duration und Kreditwürdigkeit. Aus diesem Grund dürften Anleihen-ETFs, die eine längere Duration und eine bessere Bonität bieten würden, im Jahr 2024 den größten Anteil an den Nettozuflüssen verzeichnen. Darüber hinaus sei in dieser volatilen Phase ein aktiver Ansatz für Anleiheninvestments sinnvoll. Auch Anleihen mit einer "grünen" Komponente würden von der anhaltenden positiven Dynamik, von der die Chancen bei nachhaltigen Anlagen getragen würden, profitieren.
2. Ein selektives Vorgehen bei den Schwellenländern könnte zu Outperformance beitragen. Daher dürften Schwellenländer-ETFs für einzelne Länder einen Zuwachs des verwalteten Vermögens (AUM) verzeichnen.
Unter der Annahme, dass es 2024 zu einer koordinierten Lockerung seitens der Zentralbanken komme, gebe es zwei verschiedene potenzielle Pfade. Erstens erwarte Franklin Templeton eine potenzielle Abwertung des US-Dollars, die Stärke auslöse und eine Umlenkung von Kapitalströmen in Schwellenländer, die seit einiger Zeit Schwierigkeiten hätten, ausländische Investitionen anzulocken. Infolgedessen dürften ausgesuchte Schwellenländer, die sowohl mit dem Binnen- als auch dem Exportwachstum verzahnt seien, für eine Outperformance gut aufgestellt sein. Zweitens sollte man sich vor dem Gegenargument hüten, dass es in einem von Risikobereitschaft geprägten Umfeld potenziell bessere Möglichkeiten als Anlagen in Schwellenländern gebe, wie z. B. hochwertige Anleihen, die Glorreichen Sieben oder den dominierenden, wachstumslastigen S&P 500 Index. Hinsichtlich der Länderauswahl müsse der Schwerpunkt auf Märkte mit Wert- und Wachstumspotenzial gelegt werden, die sogenannten "Rohdiamanten". In Bezug auf technologielastige Schwellenländer wie z. B. Taiwan und Südkorea, die aufgrund ihrer starken Präsenz in der Halbleiterbranche gut aufgestellt seien, um von den Impulsen durch die Entwicklung im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) zu profitieren, sei Franklin Templeton optimistisch.
Indien sei, teilweise aufgrund säkularer Entwicklungen, ebenfalls ein wichtiger Markt und von Interesse. Seine günstige demografische Struktur mache es zu einem zentralen Akteur, nicht nur als potenzieller Überflieger in den wichtigsten Schwellenländerindizes (neben Brasilien und Südkorea), sondern auch weltweit. Aus diesem Grund sei Franklin Templeton von den Vorzügen eines aktiveren/taktischen Ansatzes für die Verwaltung einer breit gefassten Schwellenländerstrategie überzeugt, die kostengünstige Bausteine in Form einzelner Schwellenländer nutze, um gegenüber dem breiten Referenzindex eine Über-/Untergewichtung herzustellen.
3. Wachstum, Themenbezug und Technologie: Thematische, wachstumsorientierte ETFs würden kräftige Zuflüsse verzeichnen.
Franklin Templeton sei fest überzeugt, dass wir gesellschaftlich an einem Schlüsselmoment angelangt seien und am sprichwörtlichen Scheideweg einer der transformativsten Wellen in unserer kurzen Geschichte stünden. Die immer rascheren Entwicklungen in der KI, einschließlich der jüngsten Fortschritte bei der künstlichen generativen Intelligenz (AGI), seien Anzeichen dafür, dass wir uns mitten in der nächsten Revolution befinden würden, die fast ebenso bedeutend sei wie frühere Revolutionen im Bereich Landwirtschaft oder Produktion. Bei dem Tempo, mit dem sich diese durch die Autonomie in der KI-Entwicklung beschleunigter Fortschritt vollziehe, sei es wichtig, potenzielle Anlagechancen zu prüfen. Mithilfe thematischer Investments könnten Anleger diese langfristigen strukturellen Trends erfassen und Bereiche des Marktes ins Visier nehmen, die dieses Wachstum in Sektoren anführen würden, die gerade einen monumentalen Wandel erleben würden. Im Gesundheitssektor beispielsweise kämen derzeit neue präventive Methoden und Verfahren für die Vermeidung von Krankheiten sowie innovative Technologien für den Einsatz in Operationssälen auf - und all dies vor dem Hintergrund einer alternden Bevölkerung. Darüber hinaus würden neu entstehende Technologien Priorität genießen, mit denen die großen Bedrohungen für die Welt infolge der Auswirkungen des Klimawandels (Dürre/Hunger) bekämpft werden könnten. Häufig würden diese thematischen Chancen das Wachstum nicht nur in quartären Sektoren wie etwa KI und Technologie unterstützen, sondern strukturelle Veränderungen in primären und tertiären Sektoren wie etwa Lebensmitteln und Gesundheit auslösen.
WO LÄGEN DIE RISIKEN?
Alle Anlagen seien mit Risiken verbunden, einschließlich des potenziellen Verlusts des Anlagekapitals.
Beteiligungspapiere unterlägen Kursschwankungen und seien mit dem Risiko des Kapitalverlusts verbunden.
Festverzinsliche Wertpapiere würden Zins-, Kredit-, Inflations- und Wiederanlagerisiken sowie das Risiko eines möglichen Verlusts des eingesetzten Kapitals bergen. Wenn die Zinssätze steigen würden, falle der Wert von festverzinslichen Wertpapieren. Niedrig bewertete, hochverzinsliche Anleihen seien höheren Preisschwankungen, Illiquiditätsrisiken und der Möglichkeit eines Ausfalls ausgesetzt. Veränderungen der Bonitätsbewertung einer Anleihe oder der Bonitätsbewertung oder Finanzkraft des Emittenten, Versicherers oder Garantiegebers der Anleihe könnten sich auf deren Wert auswirken.
Internationale Anlagen seien mit besonderen Risiken verbunden. Hierzu würden Währungsschwankungen sowie gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Unsicherheiten gehören, die zu erhöhter Volatilität führen könnten. Diese Risiken seien in Schwellenländern noch größer. Anlagestrategien, die darin bestünden, thematische Anlagechancen zu identifizieren, und ihre Wertentwicklung könnten beeinträchtigt werden, wenn der Anlageverwalter die tatsächlichen Chancen nicht erkenne oder wenn sich das Thema auf nicht erwartete Weise entwickele.
Investitionen in schnell wachsende Branchen wie den Technologie- und den Gesundheitssektor (die in der Vergangenheit eine hohe Volatilität aufgewiesen hätten) könnten aufgrund des raschen Wechsels und der rasanten Entwicklung von Produkten insbesondere kurzfristig mit größeren Kursschwankungen einhergehen. Ein weiterer Grund hierfür könnten Änderungen der staatlichen Regulierung von Unternehmen mit einem Schwerpunkt auf dem wissenschaftlichen oder technologischen Fortschritt oder der behördlichen Zulassung neuer Arzneimittel und medizinischer Instrumente sein.
Sofern das Portfolio konzentriert in bestimmte Wertpapiere, Regionen oder Branchen investiere, unterliege es höherer Volatilität.
Für aktiv verwaltete ETFs bestehe keine Garantie, dass die Anlageentscheidungen des Fondsmanagements zu den gewünschten Ergebnissen führen würden. ETFs würden wie Aktien gehandelt. Ihr Marktwert schwanke und sie könnten zu Kursen gehandelt werden, die über oder unter ihrem Nettoinventarwert lägen. Maklerprovisionen und ETF-Aufwendungen würden die Renditen schmälern. ETF-Anteile könnten während der Öffnungszeit der Börse, an der sie notiert seien, zu ihrem Marktpreis gekauft oder verkauft werden. Anteile von ETFs könnten an Sekundärmärkten gehandelt werden und am Sekundärmarkt entweder einen Aufschlag oder einen Abschlag gegenüber ihrem Nettoinventarwert aufweisen. Privatanleger würden Anteile von ETFs während des Handelstages zum Marktpreis (nicht zum NIW) am Sekundärmarkt kaufen und verkaufen. Diese Anteile seien für den Erwerb oder die Rücknahme direkt vom ETF nicht einzeln verfügbar. Mit Anlagen in ETFs seien mitunter Provisionen, Managementgebühren, Brokeragegebühren und Kosten verbunden. Man sollte den Verkaufsprospekt und die ETF-Informationen lesen, bevor man eine Anlage tätige. Für ETFs bestehe keine Garantie. Ihre Werte würden sich häufig ändern und die Wertentwicklung in der Vergangenheit sei kein Hinweis auf die zukünftige Wertentwicklung. (28.12.2023/fc/a/e)
1. Aktive Anleihen-ETFs würden steigende Kapitalzuflüsse verzeichnen
Die weltweite Inflation sei im November 2023 zum Vormonat gesunken und per Anfang Dezember seien an den europäischen Aktienmärkten für 2024 Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank in Höhe von 150 Basispunkten eingepreist. Demnach sehe es stark nach niedrigeren Zinssätzen aus. Die Frage laute: Wann? Einige der Zentralbanken, wie z. B. die brasilianische Zentralbank, die als erste die Zinssätze erhöht hätten, seien nun die ersten, die ihren restriktiven Kurs verlassen würden. Der Fokus richte sich nun auf die "Landung" der Wirtschaft. Hierbei könnte ein leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit in den USA und Europa am Jahreswechsel auf eine Abschwächung am Arbeitsmarkt und eine bevorstehende harte Landung (Rezession) hindeuten.
Vor dem Hintergrund eines sich andeutenden drohenden Abschwungs würden nach Überzeugung von Franklin Templeton in diesem Jahr Anleihen wieder in den Blickpunkt rücken, insbesondere die Aspekte Duration und Kreditwürdigkeit. Aus diesem Grund dürften Anleihen-ETFs, die eine längere Duration und eine bessere Bonität bieten würden, im Jahr 2024 den größten Anteil an den Nettozuflüssen verzeichnen. Darüber hinaus sei in dieser volatilen Phase ein aktiver Ansatz für Anleiheninvestments sinnvoll. Auch Anleihen mit einer "grünen" Komponente würden von der anhaltenden positiven Dynamik, von der die Chancen bei nachhaltigen Anlagen getragen würden, profitieren.
2. Ein selektives Vorgehen bei den Schwellenländern könnte zu Outperformance beitragen. Daher dürften Schwellenländer-ETFs für einzelne Länder einen Zuwachs des verwalteten Vermögens (AUM) verzeichnen.
Unter der Annahme, dass es 2024 zu einer koordinierten Lockerung seitens der Zentralbanken komme, gebe es zwei verschiedene potenzielle Pfade. Erstens erwarte Franklin Templeton eine potenzielle Abwertung des US-Dollars, die Stärke auslöse und eine Umlenkung von Kapitalströmen in Schwellenländer, die seit einiger Zeit Schwierigkeiten hätten, ausländische Investitionen anzulocken. Infolgedessen dürften ausgesuchte Schwellenländer, die sowohl mit dem Binnen- als auch dem Exportwachstum verzahnt seien, für eine Outperformance gut aufgestellt sein. Zweitens sollte man sich vor dem Gegenargument hüten, dass es in einem von Risikobereitschaft geprägten Umfeld potenziell bessere Möglichkeiten als Anlagen in Schwellenländern gebe, wie z. B. hochwertige Anleihen, die Glorreichen Sieben oder den dominierenden, wachstumslastigen S&P 500 Index. Hinsichtlich der Länderauswahl müsse der Schwerpunkt auf Märkte mit Wert- und Wachstumspotenzial gelegt werden, die sogenannten "Rohdiamanten". In Bezug auf technologielastige Schwellenländer wie z. B. Taiwan und Südkorea, die aufgrund ihrer starken Präsenz in der Halbleiterbranche gut aufgestellt seien, um von den Impulsen durch die Entwicklung im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) zu profitieren, sei Franklin Templeton optimistisch.
Indien sei, teilweise aufgrund säkularer Entwicklungen, ebenfalls ein wichtiger Markt und von Interesse. Seine günstige demografische Struktur mache es zu einem zentralen Akteur, nicht nur als potenzieller Überflieger in den wichtigsten Schwellenländerindizes (neben Brasilien und Südkorea), sondern auch weltweit. Aus diesem Grund sei Franklin Templeton von den Vorzügen eines aktiveren/taktischen Ansatzes für die Verwaltung einer breit gefassten Schwellenländerstrategie überzeugt, die kostengünstige Bausteine in Form einzelner Schwellenländer nutze, um gegenüber dem breiten Referenzindex eine Über-/Untergewichtung herzustellen.
3. Wachstum, Themenbezug und Technologie: Thematische, wachstumsorientierte ETFs würden kräftige Zuflüsse verzeichnen.
WO LÄGEN DIE RISIKEN?
Alle Anlagen seien mit Risiken verbunden, einschließlich des potenziellen Verlusts des Anlagekapitals.
Beteiligungspapiere unterlägen Kursschwankungen und seien mit dem Risiko des Kapitalverlusts verbunden.
Festverzinsliche Wertpapiere würden Zins-, Kredit-, Inflations- und Wiederanlagerisiken sowie das Risiko eines möglichen Verlusts des eingesetzten Kapitals bergen. Wenn die Zinssätze steigen würden, falle der Wert von festverzinslichen Wertpapieren. Niedrig bewertete, hochverzinsliche Anleihen seien höheren Preisschwankungen, Illiquiditätsrisiken und der Möglichkeit eines Ausfalls ausgesetzt. Veränderungen der Bonitätsbewertung einer Anleihe oder der Bonitätsbewertung oder Finanzkraft des Emittenten, Versicherers oder Garantiegebers der Anleihe könnten sich auf deren Wert auswirken.
Internationale Anlagen seien mit besonderen Risiken verbunden. Hierzu würden Währungsschwankungen sowie gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Unsicherheiten gehören, die zu erhöhter Volatilität führen könnten. Diese Risiken seien in Schwellenländern noch größer. Anlagestrategien, die darin bestünden, thematische Anlagechancen zu identifizieren, und ihre Wertentwicklung könnten beeinträchtigt werden, wenn der Anlageverwalter die tatsächlichen Chancen nicht erkenne oder wenn sich das Thema auf nicht erwartete Weise entwickele.
Investitionen in schnell wachsende Branchen wie den Technologie- und den Gesundheitssektor (die in der Vergangenheit eine hohe Volatilität aufgewiesen hätten) könnten aufgrund des raschen Wechsels und der rasanten Entwicklung von Produkten insbesondere kurzfristig mit größeren Kursschwankungen einhergehen. Ein weiterer Grund hierfür könnten Änderungen der staatlichen Regulierung von Unternehmen mit einem Schwerpunkt auf dem wissenschaftlichen oder technologischen Fortschritt oder der behördlichen Zulassung neuer Arzneimittel und medizinischer Instrumente sein.
Sofern das Portfolio konzentriert in bestimmte Wertpapiere, Regionen oder Branchen investiere, unterliege es höherer Volatilität.
Für aktiv verwaltete ETFs bestehe keine Garantie, dass die Anlageentscheidungen des Fondsmanagements zu den gewünschten Ergebnissen führen würden. ETFs würden wie Aktien gehandelt. Ihr Marktwert schwanke und sie könnten zu Kursen gehandelt werden, die über oder unter ihrem Nettoinventarwert lägen. Maklerprovisionen und ETF-Aufwendungen würden die Renditen schmälern. ETF-Anteile könnten während der Öffnungszeit der Börse, an der sie notiert seien, zu ihrem Marktpreis gekauft oder verkauft werden. Anteile von ETFs könnten an Sekundärmärkten gehandelt werden und am Sekundärmarkt entweder einen Aufschlag oder einen Abschlag gegenüber ihrem Nettoinventarwert aufweisen. Privatanleger würden Anteile von ETFs während des Handelstages zum Marktpreis (nicht zum NIW) am Sekundärmarkt kaufen und verkaufen. Diese Anteile seien für den Erwerb oder die Rücknahme direkt vom ETF nicht einzeln verfügbar. Mit Anlagen in ETFs seien mitunter Provisionen, Managementgebühren, Brokeragegebühren und Kosten verbunden. Man sollte den Verkaufsprospekt und die ETF-Informationen lesen, bevor man eine Anlage tätige. Für ETFs bestehe keine Garantie. Ihre Werte würden sich häufig ändern und die Wertentwicklung in der Vergangenheit sei kein Hinweis auf die zukünftige Wertentwicklung. (28.12.2023/fc/a/e)


