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Globaler ETF-Markt: Aktien-ETF-Mittelzuflüsse im Februar gegenüber Vormonat verdoppelt
17.03.21 15:07
Amundi
Paris (www.fondscheck.de) - Der Anlegeroptimismus ist ungebrochen, so die Experten von Amundi ETF.
Mit globalen Mittelzuflüssen in Aktien-ETFs in Höhe von 122,2 Mrd. Euro (Januar: 50,7 Mrd. Euro) habe sich die Nachfrage gegenüber dem Vormonat verdoppelt. Das Interesse nach Anleihe-ETFs habe mit einem Plus von 19,2 Mrd. Euro gegenüber dem Januar (50,7 Mrd. Euro) in etwa gleichauf gelegen.
Nordamerika-Aktien-ETFs hätten im Februar mit 45,1 Mrd. Euro die höchsten Zuflüsse verzeichnet, gefolgt von Sektor-, Themen- und Smart-Beta-Strategien mit einem Plus von 34,6 Mrd. Euro. Das Interesse an Anleihe-ETFs habe sich auf Aggregate-Strategien (8,4 Mrd. Euro), Unternehmensanleihen (3,4 Mrd. Euro) und Staatsanleihen-ETF (2,4 Mrd. Euro) verteilt.
In Europa seien Anleger weniger euphorisch gewesen. Sie hätten 10,9 Mrd. Euro in Aktien-ETFs und damit leicht weniger als im Vormonat (12,9 Mrd. Euro) investiert.
Auch bei den gefragtesten Aktiensegmenten hätten europäische Anleger andere Schwerpunkte gesetzt: Sektor-, Themen- und Smart-Beta-ETFs hätten mit 6,8 Mrd. Euro die meisten Mittel angezogen, gefolgt von globalen Indices mit einem Plus von 6,3 Mrd. Euro. Großbritannien sei mit Zuflüssen in Höhe von 638 Mio. Euro das Land geblieben, das das größte Anlegerinteresse auf sich gezogen habe.
Bei Sektor- und Themen-ETFs, die 5,3 Mrd. Euro neue Mittel angezogen hätten, seien Finanzwerte (1,1 Mrd. Euro) am gefragtesten gewesen. Anleger scheinen optimistisch zu sein, dass die Wirtschaft nach der Pandemie wieder anspringt, so die Experten von Amundi ETF.
Die Nachfrage nach Smart-Beta-Strategien spiegele ebenfalls die relativ positive Anlegerstimmung wider, wobei Value- und Size-Strategien um 558 Mio. Euro bzw. 464 Mio. Euro zugelegt hätten. Defensivere Strategien, wie Minimum Volatility und Quality, hätten hingegen Abflüsse in Höhe von 153 Mio. Euro und 92 Mio. Euro verzeichnet.
Die Nachfrage nach ESG-Strategien sei mit Zuflüssen von 6 Mrd. Euro weiterhin hoch gewesen, wobei Welt- und Nordamerika-Indices mit jeweils mehr als 2 Mrd. Euro die beliebtesten Strategien gewesen seien.
Die Zuflüsse in Bond-ETFs seien mit 5,4 Mrd. Euro deutlich hinter denen nach Aktien-ETFs geblieben. Allerdings seien sie mehr als dreimal so hoch wie im Januar (1,7 Mrd. Euro) gewesen. Ein erheblicher Teil sei dabei auf Unternehmensanleihe-ETFs mit Nettozuflüssen von 4,7 Mrd. Euro entfallen.
Auffallend sei eine signifikante Anlage von mehr als 4,6 Mrd. Euro in US-amerikanische ESG-Unternehmensanleihen gewesen, die anscheinend von einem einzigen Investor gestammt habe. Eurozonen-Unternehmensanleihen hätten Zuflüsse von 494 Mio. Euro verzeichnet, während es Abflüsse aus Eurozonen-High-Yield-ETFs von 372 Mio. Euro gegeben habe.
Auch chinesische Staatsanleihen seien weiterhin sehr beliebt gewesen und hätten Zuflüsse in Höhe von 1,1 Mrd. Euro verzeichnet. Es habe auch maßgebliche Allokationen in inflationsgebundene Strategien gegeben, wobei die USA, die Eurozone und globale Strategien um 521 Mio. Euro, 363 Mio. Euro und 126 Mio. Euro zugelegt hätten. Dies spiegele die erneute Furcht vor steigenden Verbraucherpreisen im Zuge der wirtschaftlichen Erholung nach Verabschiedung des Konjunkturpakets durch den US-Senat im Wert von 1,9 Bio. US-Dollar wider. (Ausgabe März 2021) (17.03.2021/fc/a/e)
Mit globalen Mittelzuflüssen in Aktien-ETFs in Höhe von 122,2 Mrd. Euro (Januar: 50,7 Mrd. Euro) habe sich die Nachfrage gegenüber dem Vormonat verdoppelt. Das Interesse nach Anleihe-ETFs habe mit einem Plus von 19,2 Mrd. Euro gegenüber dem Januar (50,7 Mrd. Euro) in etwa gleichauf gelegen.
Nordamerika-Aktien-ETFs hätten im Februar mit 45,1 Mrd. Euro die höchsten Zuflüsse verzeichnet, gefolgt von Sektor-, Themen- und Smart-Beta-Strategien mit einem Plus von 34,6 Mrd. Euro. Das Interesse an Anleihe-ETFs habe sich auf Aggregate-Strategien (8,4 Mrd. Euro), Unternehmensanleihen (3,4 Mrd. Euro) und Staatsanleihen-ETF (2,4 Mrd. Euro) verteilt.
In Europa seien Anleger weniger euphorisch gewesen. Sie hätten 10,9 Mrd. Euro in Aktien-ETFs und damit leicht weniger als im Vormonat (12,9 Mrd. Euro) investiert.
Auch bei den gefragtesten Aktiensegmenten hätten europäische Anleger andere Schwerpunkte gesetzt: Sektor-, Themen- und Smart-Beta-ETFs hätten mit 6,8 Mrd. Euro die meisten Mittel angezogen, gefolgt von globalen Indices mit einem Plus von 6,3 Mrd. Euro. Großbritannien sei mit Zuflüssen in Höhe von 638 Mio. Euro das Land geblieben, das das größte Anlegerinteresse auf sich gezogen habe.
Die Nachfrage nach Smart-Beta-Strategien spiegele ebenfalls die relativ positive Anlegerstimmung wider, wobei Value- und Size-Strategien um 558 Mio. Euro bzw. 464 Mio. Euro zugelegt hätten. Defensivere Strategien, wie Minimum Volatility und Quality, hätten hingegen Abflüsse in Höhe von 153 Mio. Euro und 92 Mio. Euro verzeichnet.
Die Nachfrage nach ESG-Strategien sei mit Zuflüssen von 6 Mrd. Euro weiterhin hoch gewesen, wobei Welt- und Nordamerika-Indices mit jeweils mehr als 2 Mrd. Euro die beliebtesten Strategien gewesen seien.
Die Zuflüsse in Bond-ETFs seien mit 5,4 Mrd. Euro deutlich hinter denen nach Aktien-ETFs geblieben. Allerdings seien sie mehr als dreimal so hoch wie im Januar (1,7 Mrd. Euro) gewesen. Ein erheblicher Teil sei dabei auf Unternehmensanleihe-ETFs mit Nettozuflüssen von 4,7 Mrd. Euro entfallen.
Auffallend sei eine signifikante Anlage von mehr als 4,6 Mrd. Euro in US-amerikanische ESG-Unternehmensanleihen gewesen, die anscheinend von einem einzigen Investor gestammt habe. Eurozonen-Unternehmensanleihen hätten Zuflüsse von 494 Mio. Euro verzeichnet, während es Abflüsse aus Eurozonen-High-Yield-ETFs von 372 Mio. Euro gegeben habe.
Auch chinesische Staatsanleihen seien weiterhin sehr beliebt gewesen und hätten Zuflüsse in Höhe von 1,1 Mrd. Euro verzeichnet. Es habe auch maßgebliche Allokationen in inflationsgebundene Strategien gegeben, wobei die USA, die Eurozone und globale Strategien um 521 Mio. Euro, 363 Mio. Euro und 126 Mio. Euro zugelegt hätten. Dies spiegele die erneute Furcht vor steigenden Verbraucherpreisen im Zuge der wirtschaftlichen Erholung nach Verabschiedung des Konjunkturpakets durch den US-Senat im Wert von 1,9 Bio. US-Dollar wider. (Ausgabe März 2021) (17.03.2021/fc/a/e)


