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Globaler ETF-Markt: Nachfrage zieht im Februar weiter an


18.03.22 13:18
Amundi

Paris (www.fondscheck.de) - Das äußerst große Interesse von Anlegern an börsengehandelten Fonds (ETFs) des Januars hat sich im Februar weiter verstärkt, so die Experten von Amundi.

Weltweit seien ETFs 80,4 Mrd. Euro zugeflossen. Das sei ein deutliches Plus gegenüber dem Vormonat (68,2 Mrd. Euro).

Im Januar sei die Nachfrage auf beiden Seiten des Atlantiks in etwa gleich groß gewesen. Im Februar seien die Flows in den USA weiter auf 68 Mrd. Euro angestiegen, während sie in Europa nachgelassen hätten (9 Mrd. Euro). Die Zuwächse in Asien hätten 3,6 Mrd. Euro betragen. Aktien seien mit 60,5 Mrd. Euro die beliebteste Anlageklasse geblieben, während Anleihen Neumittel in Höhe von 13,9 Mrd. Euro verbucht hätten.

Die Nachfrage nach in Europa gelisteten Aktien-ETFs sei im Februar auf 5,8 Mrd. Euro gegenüber 23 Mrd. Euro im Vormonat gefallen. Die beliebtesten regionalen Strategien seien die USA und Nordamerika (3,3 Mrd. Euro) sowie globale Schwellenländer (1,7 Mrd. Euro) gewesen. ETFs auf chinesische Aktien hätten ebenfalls um fast 1 Mrd. Euro zugelegt. Globale Indices hätten nur geringe Zuflüsse von 374 Mio. Euro verzeichnet. Das Interesse an dem sonst so beliebten Exposure habe also deutlich nachgelassen. Auch aus japanischen Aktien hätten die Anleger 2 Mrd. Euro abgezogen.

Aus Sektor- und Themen-ETFs seien netto 630 Mio. Euro abgeflossen. Die größten Abflüsse habe es in den Bereichen Gesundheitswesen (-760 Mio. Euro), zyklische Konsumgüter (-678 Mio. Euro) und Finanzwerte (-411 Mio. Euro) gewesen. Energie (856 Mio. Euro) und Klima (356 Mio. Euro) hätten weiterhin hoch in der Anlegergunst gestanden.

Smart-Beta-ETFs hätten Zuflüsse von 2 Mrd. Euro verzeichnet, wobei Value-Strategien (2,3 Mrd. Euro) im Fokus gestanden hätten, während aus Size- (-724 Mio. Euro) und Quality-Strategien (-507 Mio. Euro) Mittel abgezogen worden seien.

ESG-Strategien seien weiter gefragt gewesen (2 Mrd. Euro), wobei globale Schwellenländer um 869 Mio. Euro und globale Strategien um 626 Mio. Euro zugelegt hätten. Auch aus japanischen ESG-Strategien hätten Anleger 881 Mio. Euro abgezogen, was den allgemeinen Trend für diese Region widerspiegele.

In Europa gelisteten Renten-ETFs seien 2 Mrd. Euro zugeflossen. 1,2 Mrd. Euro seien auf US-Anleihen mit mittleren Laufzeiten und 508 Mio. EUR auf kurzfristige Anleihen der Eurozone entfallen. Aus chinesischen Staatsanleihen hätten Anleger 714 Mio. Euro und aus inflationsgebundenen US-Anleihen 476 Mio. Euro abgezogen. Dieses widersprüchliche Bild zeige, dass einige Anleger weiterhin Anleihen mit mittlerer und kurzer Laufzeit bevorzugen würden, während andere erwarten würden, dass die Inflation ihren Höhepunkt erreicht habe.

Bei ETFs auf Unternehmensanleihen sei es zu Nettoabflüssen von 846 Mio. Euro gekommen, wobei Anleger 1,5 Mrd. Euro aus Unternehmensanleihen der Eurozone, 513 Mio. Euro aus hochverzinslichen US-Anleihen und 371 Mio. Euro aus hochverzinslichen Anleihen der Eurozone abgezogen hätten. Im Gegensatz dazu hätten US-Unternehmensanleihen und variabel verzinsliche Anleihen um 1,1 Mrd. Euro bzw. 659 Mio. Euro zugelegt.

ESG-Bond-ETFs hätten einen Zuwachs von 1,5 Mrd. Euro verzeichnet, wobei US-Unternehmensanleihen und variabel verzinsliche Anleihen mit 1,3 Mrd. Euro bzw. 309 Mio. Euro am stärksten gefragt gewesen seien. Interessanterweise würden die Zuflüsse in ESG-Unternehmensanleihen die der breiteren Kategorie übersteigen. (Ausgabe März 2022) (18.03.2022/fc/a/e)