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Globaler ETF-Markt verbucht im März trotz des Ukraine-Kriegs ein Plus gegenüber dem Vormonat
13.04.22 11:10
Amundi
Paris (www.fondscheck.de) - Im ersten Quartal 2022 haben Anleger global 267 Mrd. Euro in ETFs investiert, so die Experten von Amundi.
109 Mrd. Euro davon seien auf den März entfallen, was ein Plus gegenüber dem Vormonat von knapp 20 Mrd. Euro bedeute. Aktien seien im ersten Quartal mit Zuflüssen von 210 Mrd. Euro weiterhin die beliebteste Anlageklasse gewesen. Auf sie seien 80 Prozent der gesamten Neugelder entfallen. Anleihe-ETFs seien 36,3 Mrd. Euro zugeflossen. Auf den US-ETF-Markt seien rund drei Viertel zu Mittelzuflüsse entfallen.
Europäischen UCITS-ETFs seien im ersten Quartal 41,3 Mrd. Euro zugeflossen. Im März habe sich die Nachfrage gegenüber dem Februar etwas verlangsamt (5,0 Mrd. gegenüber 5,8 Mrd. Euro im Februar und 27 Mrd. Euro im Januar). Während das Gesamtbild für das Quartal positiv gewesen sei, hätten europäische Anleger im Zuge des Ukraine-Kriegs im März 3 Mrd. Euro aus ETFs auf Eurozone-Aktien abgezogen. Auch habe es eine Flucht in weniger risikoreiche Titel gegeben, wobei Staatsanleihen um 1,3 Mrd. Euro zugelegt hätten und sowohl Gold als auch Rohstoffe erhebliche Zuflüsse verzeichnet hätten.
Seit Anfang 2022 seien europäischen UCITS-Aktien-ETFs 32,1 Mrd. Euro zugeflossen, wobei globale Indices mit 15 Mrd. Euro und Nordamerika-Indices mit 12 Mrd. Euro die beliebtesten Anlageklassen geblieben seien. ETFs auf Japan- und Eurozonen-Aktien-Indices hätten hingegen Abflüsse verzeichnet (-2,6 Mrd. Euro bzw. -1,7 Mrd. Euro). Im Zuge des Ukraine-Krieges hätten sich Inflations- und Wachstumssorgen gemehrt.
Smart-Beta-Strategien seien im ersten Quartal gefragt gewesen (4,9 Mrd. Euro), wobei Value-ETFs (4 Mrd. Euro) am beliebtesten gewesen seien. Dies habe sich allerdings im März geändert, als aus Value-ETFs 489 Mio. Euro abgezogen worden seien. Auch Branchen- und Themen-ETFs hätten im ersten Quartal zugelegt (6,5 Mrd. Euro). Klima- und Energie-ETFs seien im ersten Quartal ebenfalls gesucht gewesen (2,2 Mrd. Euro bzw. 2,0 Mrd. Euro). ETFs auf Finanzwerte hätten insgesamt ein Plus von 741 Mio. Euro verbucht. Im März hätten Anleger jedoch 1,4 Mrd. Euro aus diesem Sektor abgezogen. Energie-ETFs hätten im März um 614 Mio. Euro zugelegt, während aus zyklischen Konsumgüter-ETFs 416 Mio. Euro abgeflossen seien.
ESG-Aktien-ETFs hätten im ersten Quartal Neugelder von 9,1 Mrd. Euro verbucht. US- und globale Strategien hätten dabei im Anlegerfokus gestanden (3,8 Mrd. Euro bzw. 3,0 Mrd. Euro). Anleger würden also weiterhin von traditionellen auf ESG-ETFs umsteigen.
ETFs auf Staatsanleihen hätten im ersten Quartal um 4,3 Mrd. Euro zugelegt. Indices auf mittelfristige US-Anleihen und kurzlaufende Eurozonen-Anleihen hätten ein Plus von 3,1 Mrd. Euro bzw. 1,2 Mrd. Euro verbucht. Während Mittel aus inflationsgebundenen US-Anleihen abgeflossen seien (-1,3 Mrd. Euro), seien ETFs auf inflationsgebundene Anleihen der Eurozone im ersten Quartal weiterhin gefragt gewesen (525 Mio. Euro).
Unternehmensanleihe-ETFs hätten im März ein Plus von 1,7 Mrd. Euro verbucht, wobei US-Unternehmensanleihen am beliebtesten gewesen seien (2,2 Mrd. Euro). Die größten Abflüsse habe es bei High-Yield-Strategien gegeben, was die Sorge vor Zinserhöhungen widerspiegele.
Auf den Einmarsch Russlands in der Ukraine hätten Anleger anfangs mit einer Flucht in Qualität reagiert. Ende März seien hingegen europäische Unternehmensanleihen die bevorzugte Anlage gewesen. Unternehmensanleihen der Eurozone hätten im März um 1,1 Mrd. Euro zugelegt.
ESG-Bond-Strategien hätten einen Zuwachs von 4,5 Mrd. Euro verzeichnet, wobei US-Unternehmensanleihen mit einem Plus von 1,6 Mrd. Euro die beliebteste Strategie gewesen seien. (Ausgabe April 2022) (13.04.2022/fc/a/e)
109 Mrd. Euro davon seien auf den März entfallen, was ein Plus gegenüber dem Vormonat von knapp 20 Mrd. Euro bedeute. Aktien seien im ersten Quartal mit Zuflüssen von 210 Mrd. Euro weiterhin die beliebteste Anlageklasse gewesen. Auf sie seien 80 Prozent der gesamten Neugelder entfallen. Anleihe-ETFs seien 36,3 Mrd. Euro zugeflossen. Auf den US-ETF-Markt seien rund drei Viertel zu Mittelzuflüsse entfallen.
Europäischen UCITS-ETFs seien im ersten Quartal 41,3 Mrd. Euro zugeflossen. Im März habe sich die Nachfrage gegenüber dem Februar etwas verlangsamt (5,0 Mrd. gegenüber 5,8 Mrd. Euro im Februar und 27 Mrd. Euro im Januar). Während das Gesamtbild für das Quartal positiv gewesen sei, hätten europäische Anleger im Zuge des Ukraine-Kriegs im März 3 Mrd. Euro aus ETFs auf Eurozone-Aktien abgezogen. Auch habe es eine Flucht in weniger risikoreiche Titel gegeben, wobei Staatsanleihen um 1,3 Mrd. Euro zugelegt hätten und sowohl Gold als auch Rohstoffe erhebliche Zuflüsse verzeichnet hätten.
Seit Anfang 2022 seien europäischen UCITS-Aktien-ETFs 32,1 Mrd. Euro zugeflossen, wobei globale Indices mit 15 Mrd. Euro und Nordamerika-Indices mit 12 Mrd. Euro die beliebtesten Anlageklassen geblieben seien. ETFs auf Japan- und Eurozonen-Aktien-Indices hätten hingegen Abflüsse verzeichnet (-2,6 Mrd. Euro bzw. -1,7 Mrd. Euro). Im Zuge des Ukraine-Krieges hätten sich Inflations- und Wachstumssorgen gemehrt.
ESG-Aktien-ETFs hätten im ersten Quartal Neugelder von 9,1 Mrd. Euro verbucht. US- und globale Strategien hätten dabei im Anlegerfokus gestanden (3,8 Mrd. Euro bzw. 3,0 Mrd. Euro). Anleger würden also weiterhin von traditionellen auf ESG-ETFs umsteigen.
ETFs auf Staatsanleihen hätten im ersten Quartal um 4,3 Mrd. Euro zugelegt. Indices auf mittelfristige US-Anleihen und kurzlaufende Eurozonen-Anleihen hätten ein Plus von 3,1 Mrd. Euro bzw. 1,2 Mrd. Euro verbucht. Während Mittel aus inflationsgebundenen US-Anleihen abgeflossen seien (-1,3 Mrd. Euro), seien ETFs auf inflationsgebundene Anleihen der Eurozone im ersten Quartal weiterhin gefragt gewesen (525 Mio. Euro).
Unternehmensanleihe-ETFs hätten im März ein Plus von 1,7 Mrd. Euro verbucht, wobei US-Unternehmensanleihen am beliebtesten gewesen seien (2,2 Mrd. Euro). Die größten Abflüsse habe es bei High-Yield-Strategien gegeben, was die Sorge vor Zinserhöhungen widerspiegele.
Auf den Einmarsch Russlands in der Ukraine hätten Anleger anfangs mit einer Flucht in Qualität reagiert. Ende März seien hingegen europäische Unternehmensanleihen die bevorzugte Anlage gewesen. Unternehmensanleihen der Eurozone hätten im März um 1,1 Mrd. Euro zugelegt.
ESG-Bond-Strategien hätten einen Zuwachs von 4,5 Mrd. Euro verzeichnet, wobei US-Unternehmensanleihen mit einem Plus von 1,6 Mrd. Euro die beliebteste Strategie gewesen seien. (Ausgabe April 2022) (13.04.2022/fc/a/e)


