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Gold Konsolidierung bietet Chancen


11.10.10 14:30
RohstoffJournal

Berlin (aktiencheck.de AG) - Eine temporäre Konsolidierung bei Gold zeichnet sich nach Einschätzung der Experten vom "RohstoffJournal" mehr und mehr ab.

Der deutliche Rücksetzer vom Donnerstag (-30 US-Dollar) könnte da einen ersten Vorgeschmack auf Kommendes geliefert haben. Die Rally laufe heiß und lechze förmlich nach einer Verschnaufpause, denn sie sei ja bereits seit Anfang August ohne größere Pause intakt und habe es bis dato auf knapp 200 US-Dollar Gewinn gebracht. Dass die Experten nun als Daueroptimisten in Bezug auf Gold vorübergehend etwas vorsichtiger würden, liege insbesondere daran, dass der Optimismus in den Medien derzeit hohe Wellen schlage, zu hohe für ihren Geschmack, denn, wenn sich ehemalige Crashpropheten plötzlich in ihren Kurszielen für Gold übertreffen würden, sollte man schon instinktiv vorsichtig werden.

Diese Vorsicht nach dem Erkennen dieser Anzeichen habe sich bei den Experten bereits in den Vorjahren bezahlt gemacht. Es sei ja nichts Neues, dass es im Allgemeinen besser sei, vorsichtiger zu werden, wenn sich die letzten Zweifler plötzlich im "Bullenlager" finden würden.

Trotz ihrer kurzfristig vorsichtigen Erwartungshaltung bezüglich Gold (und Silber) würden die Experten auf mittlere und lange Sicht extrem bullisch für beide Metalle bleiben. Insofern würden sie mögliche Konsolidierungen auch weiterhin als sehr interessante Einstiegsgelegenheiten einstufen, die auf lange Sicht enormes Potenzial bieten würden.

Den eigentlichen Katalysator für einen weiter und vor allem deutlich steigenden Goldpreis in den kommenden Jahren liefere ja nach wie vor das globale Währungssystem. Die Experten hätten an dieser Stelle bereits des Öfteren auf die eklatante Schwäche der Papierwährungen verwiesen. Die Profiteure dieser Entwicklung stünden fest: Gold und Goldaktien. Seit einiger Zeit sei festzustellen, dass Notenbanken die eigenen Währungen gezielt schwächen würden, um die landeseigene Exportindustrie zu stärken. Das funktioniere so lange, bis andere auch auf die Idee kämen, ihre eigenen Währungen zu torpedieren und abzuwerten. Und schon beginne sich die Spirale zu drehen.

Der IWF habe erst kürzlich vor einem sich abzeichnenden globalen Währungskrieg gewarnt. Nun; er zeichnet sich nach Meinung der Experten vom "RohstoffJournal" nicht erst ab, er ist mitten im Gange und dürfte noch an Schärfe gewinnen. Es möge zynisch klingen: Aber diese Aussicht sei Wasser auf die Mühlen von Goldinvestoren. Eine deutliche Korrektur - etwa unter die 1.000 US-Dollar - würden die Experten in den kommenden Monaten demnach nicht einmal in Ansätzen sehen.

Es dürfte also in erster Linie darum gehen, Konsolidierungsphasen des Edelmetalls geschickt und konsequent zum (weiteren) Positionsaufbau zu nutzen. Hierzu gelte es zunächst, mögliche Konsolidierungsziele abzuklopfen. Ein Test der 1.265er Marke sei aus Sicht der Experten durchaus möglich. In diesem Bereich würden wichtige Unterstützungen liegen. Ein größeres Abwärtspotenzial würden die Experten derzeit nicht sehen. Ein erfolgreicher Test dieses Ausbruchsniveaus um 1.265 US-Dollar wäre zudem charttechnisch auf lange Sicht von enorm hoher Bedeutung. Aber möglicherweise biete schon der 1.300er Bereich eine tragfähige Unterstützung, sodass hier eine Bodenbildung erfolgen könne. Man sollte den Markt daher in den kommenden Tagen und Wochen sehr genau beobachten, um auf die Situation konsequent reagieren zu können.

Bis dato erwarteten die Experten vom "RohstoffJournal" einen Jahresendstand bei Gold von 1.450 US-Dollar. Diese Erwartung hätten sie bereits leicht nach oben angepasst. Ihre größte Anpassung sei jedoch im Hinblick auf das Jahr 2011 erfolgt. Seien sie bis dato von einer moderaten Aufwärtsbewegung auch im kommenden Jahr ausgegangen, würden sich ihrer Einschätzung nach gegenwärtig die Anzeichen dafür mehren, dass Gold im nächsten Jahr gar vor einer Megahausse stehen könnte. (11.10.2010/ac/a/m)