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Gold und Silber erklimmen neue Höhen
07.03.11 14:52
Stabilitas Fonds
Bad Salzuflen (aktiencheck.de AG) - Edelmetalle haben ihren langfristigen Aufwärtstrend im Februar wieder aufgenommen und konnten die Verluste zu Jahresbeginn auf US-Dollar-Basis ausgleichen, so die Experten von Stabilitas Fonds.
"Die weltweit marode Geldpolitik und die Gefahr von Preissteigerungen treiben den Gold- und Silberpreis auf neue Höchststände", sage Martin Siegel, Rohstoffexperte der Stabilitas GmbH. Gold habe Anfang März auf dem Allzeithoch von 1.440 US-Dollar notiert, der Silberpreis habe mit 35 US-Dollar einen neuen 30-Jahres-Höchstwert markiert. Der Silberpreis habe sich sogar stärker erholt, als er zu Jahresbeginn gefallen sei. "Silberaktien bleiben deutlich interessanter als Goldminenaktien, denn auch die Gewinne der Produzenten steigen analog zum Silberpreis stärker", sage Siegel.
Die Wirkung der Geldmengenausweitung sei bereits spürbar und der wesentliche Treiber für die Gold und Silberpreise. "Rohstoffe und Vermögenswerte wie Aktien sind in den vergangenen Monaten unaufhaltsam gestiegen. Die Folgen der Geldschwemme schlägt sich nun nach und nach auch auf den Gütermärkten nieder", so Siegel. Der unaufhaltbare Wertverlust der Papierwährung werde auch weiterhin die Nachfrage nach Gold treiben.
Die Entwicklungen in Nahost sehe Siegel dagegen nicht als Einflussfaktor für die Preisentwicklung bei Edelmetallen. "Frühere Kriege in Jugoslawien oder Unruhen in anderen afrikanischen Ländern wie Ruanda, Kongo oder Somalia hatten keinen Goldpreisanstieg zur Folge. Selbst im Januar dieses Jahres - im Umfeld der Aufstände in Tunesien und Ägypten - verlor der Goldpreis knapp sieben Prozent. Auch die Korrelation von Gold zum Ölpreis ist langfristig nur schwach ausgeprägt", sage Siegel.
Bei Basismetallen zeichne sich eine gewisse Sättigung ab. Eine Abschwächung des weltweiten Wirtschaftswachstums sei zwar nicht erkennbar, weshalb die Nachfrage nach Industriemetallen nach wie vor hoch bleibe. Dennoch: "Die Minengesellschaften nutzen ihre Gewinne, um die Produktion auszubauen und die wachsende Nachfrage zu befriedigen. Ab einem gewissen Preisniveau weicht die Industrie in einigen Bereichen erfahrungsgemäß auf billigere Ersatzgüter aus", so Siegel. Diese kritische Preisgrenze dürfte bei weiter steigenden Metallpreisen bald erreicht sein. Für Basismetalle wie Kupfer, Nickel oder Zink sehe Siegel deshalb wenig Luft nach oben und vielmehr eine Konsolidierung auf hohem Niveau.
Die Energiepreise hätten sich uneinheitlich entwickelt. Während sich Öl, Gas und Kohle unaufhaltsam verteuert hätten, habe der Uransektor im vergangenen Monat eine Verschnaufpause eingelegt. Der Uranpreis sei im Februar um 4,5 Prozent auf 69 US-Dollar je Pfund gefallen. In dem Umfeld hätten sich die wenigen großen Uranförderer mit einem leichten Rückgang vergleichsweise stabil behauptet. Junior-Produzenten und Explorationsunternehmen hätten dagegen deutlich um im Schnitt 10 bis 15 Prozent an Wert verloren.
"Der Rückgang des Uranpreises ist eine normale kurzfristige Korrektur nach dem starken Anstieg in den Vormonaten", sage Siegel. Die langfristigen Aussichten seien positiv geblieben, denn an den fundamentalen Rahmenbedingungen habe sich nichts geändert. Mit dem wachsenden Energiebedarf der Schwellenländer und dem zunehmenden Bestreben der Volkswirtschaften, ihre Abhängigkeit vom Öl zu verringern, werde auch die Nachfrage nach Uran weiter steigen. Diese wiederum stoße auf begrenzte Kapazitäten der wenigen Uranförderer. (07.03.2011/fc/a/m)
"Die weltweit marode Geldpolitik und die Gefahr von Preissteigerungen treiben den Gold- und Silberpreis auf neue Höchststände", sage Martin Siegel, Rohstoffexperte der Stabilitas GmbH. Gold habe Anfang März auf dem Allzeithoch von 1.440 US-Dollar notiert, der Silberpreis habe mit 35 US-Dollar einen neuen 30-Jahres-Höchstwert markiert. Der Silberpreis habe sich sogar stärker erholt, als er zu Jahresbeginn gefallen sei. "Silberaktien bleiben deutlich interessanter als Goldminenaktien, denn auch die Gewinne der Produzenten steigen analog zum Silberpreis stärker", sage Siegel.
Die Wirkung der Geldmengenausweitung sei bereits spürbar und der wesentliche Treiber für die Gold und Silberpreise. "Rohstoffe und Vermögenswerte wie Aktien sind in den vergangenen Monaten unaufhaltsam gestiegen. Die Folgen der Geldschwemme schlägt sich nun nach und nach auch auf den Gütermärkten nieder", so Siegel. Der unaufhaltbare Wertverlust der Papierwährung werde auch weiterhin die Nachfrage nach Gold treiben.
Bei Basismetallen zeichne sich eine gewisse Sättigung ab. Eine Abschwächung des weltweiten Wirtschaftswachstums sei zwar nicht erkennbar, weshalb die Nachfrage nach Industriemetallen nach wie vor hoch bleibe. Dennoch: "Die Minengesellschaften nutzen ihre Gewinne, um die Produktion auszubauen und die wachsende Nachfrage zu befriedigen. Ab einem gewissen Preisniveau weicht die Industrie in einigen Bereichen erfahrungsgemäß auf billigere Ersatzgüter aus", so Siegel. Diese kritische Preisgrenze dürfte bei weiter steigenden Metallpreisen bald erreicht sein. Für Basismetalle wie Kupfer, Nickel oder Zink sehe Siegel deshalb wenig Luft nach oben und vielmehr eine Konsolidierung auf hohem Niveau.
Die Energiepreise hätten sich uneinheitlich entwickelt. Während sich Öl, Gas und Kohle unaufhaltsam verteuert hätten, habe der Uransektor im vergangenen Monat eine Verschnaufpause eingelegt. Der Uranpreis sei im Februar um 4,5 Prozent auf 69 US-Dollar je Pfund gefallen. In dem Umfeld hätten sich die wenigen großen Uranförderer mit einem leichten Rückgang vergleichsweise stabil behauptet. Junior-Produzenten und Explorationsunternehmen hätten dagegen deutlich um im Schnitt 10 bis 15 Prozent an Wert verloren.
"Der Rückgang des Uranpreises ist eine normale kurzfristige Korrektur nach dem starken Anstieg in den Vormonaten", sage Siegel. Die langfristigen Aussichten seien positiv geblieben, denn an den fundamentalen Rahmenbedingungen habe sich nichts geändert. Mit dem wachsenden Energiebedarf der Schwellenländer und dem zunehmenden Bestreben der Volkswirtschaften, ihre Abhängigkeit vom Öl zu verringern, werde auch die Nachfrage nach Uran weiter steigen. Diese wiederum stoße auf begrenzte Kapazitäten der wenigen Uranförderer. (07.03.2011/fc/a/m)
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