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Greenwich Associates-Umfrage: Wie stehen institutionelle Investoren zu ETFs?
03.02.15 13:38
BlackRock
Frankfurt (www.fondscheck.de) - Pensionsfonds, Versicherer und Asset Manager nutzen börsennotierte Indexfonds (ETFs) zu vielfältigen Zwecken und halten sie deutlich länger als weithin angenommen, zeigt eine aktuelle Umfrage von Greenwich Associates unter 120 institutionellen Investoren aus Europa, berichten die Experten von BlackRock.
Jeder fünfte von diesen plane demnach, ETFs innerhalb der kommenden drei Jahre stärker zu nutzen. Etwa jeder Zehnte beabsichtige, den ETF-Anteil um mehr als zehn Prozent zu erhöhen.
Greenwich Associates habe die Umfrage im Auftrag von BlackRock durchgeführt. Sie umfasse Interviews mit 30 Asset Managern, 22 Versicherern und 68 Pensionsfonds, in denen die Befragten über den Einsatz von ETFs Auskunft gegeben hätten. 83 der 120 Befragten würden ETFs nutzen.
Die Umfrage komme zu den folgenden fünf Haupterkenntnissen:
1.) ETFs kämen in etwa drei Vierteln der Multi-Asset-Fonds zum Einsatz.
Von den befragten Asset Managern, die ETFs nutzen würden, würden 71 Prozent sie im Rahmen ihrer Multi-Asset-Fonds einsetzen. Mehr als ein Drittel nutze sie innerhalb ihrer Aktienfonds, 52 Prozent würden bei Investitionen in Anleihen vom heimischen Markt darauf zurückgreifen und 59 Prozent bei internationalen Anleihen. Mehr als die Hälfte würden angeben, dass sie künftig "wahrscheinlich" oder "sehr wahrscheinlich" reine ETF-Produkte verwalten wollten.
2.) Viele Institutionelle würden ETFs über einen relativ langen Zeitraum halten.
Eine Zeit lang habe die falsche Wahrnehmung geherrscht, dass ETFs in erster Linie kurzfristig genutzt würden. Aber nur sechs Prozent der Teilnehmer, die ETFs einsetzen würden, würden dabei taktisch agieren. Von denjenigen, die ETFs im Rahmen ihrer Kerninvestitionen nutzen würden, würden nur zwei Prozent die Produkte für einen Monat oder kürzer halten. Pensionsfonds würden ETFs im Schnitt 29 Monate lang im Portfolio belassen - so lange wie keine andere der drei befragten Investorengruppen.
3.) Vier Faktoren seien bei der ETF-Auswahl entscheidend - Kosten würden nicht immer Priorität genießen.
Die Gesamtkostenquote (TER), die Liquidität, das Handelsvolumen, der zugrunde liegende Index und die Wertentwicklung seien für alle drei befragten Investorengruppen die vier wichtigsten Aspekte, wenn man sie nach den Faktoren befrage, welche die ETF-Auswahl beeinflussen würden. Für Versicherer sei die Liquidität der wichtigste Faktor, für Pensionsfonds seien es die Gesamtkostenquote (TER) beziehungsweise Kosten im Allgemeinen.
4.) Europäische Versicherer würden ETFs für Investitionen in internationale Aktien nutzen.
62 Prozent der Versicherer, die ETFs nutzen würden, wollten damit eine internationale Streuung ihrer Anlagen erreichen. Dies gelte vor allem im Aktienbereich: 76 Prozent würden mithilfe von ETFs in internationale Aktien investieren, in Bezug auf den heimischen Aktienmarkt seien es 57 Prozent. Mehr als die Hälfte der Versicherer, die ETFs einsetzen würden, würden auf diese Weise Vermögensüberschüsse investieren, in Bezug auf das Sicherungsvermögen sei es ein Drittel.
5.) Pensionsfonds würden ETFs eher strategisch nutzen.
Europäische Pensionsfonds würden ETFs eher zu strategischen Zwecken einsetzen als die anderen befragten Investorengruppen. Mehr als die Hälfte der ETF-Nutzer unter den Pensionsfonds würden sagen, dass sie ETFs überwiegend strategisch verwenden würden. Ebenso wie bei Versicherern würden viele Pensionsfonds (69 Prozent) ETFs nutzen, um ihr Vermögen international zu streuen. 88 Prozent der Pensionsfonds, bei denen ETFs zum Einsatz kämen, würden die Fonds im Bereich internationale Aktien nutzen. Das seien etwa drei Mal so viele wie im Bereich heimischer Aktien.
Leen Meijaard, Vertriebsleiter iShares in der Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) bei BlackRock, sage Folgendes: "ETFs werden einer der Hauptpfeiler in den Portfolios institutioneller Investoren aus Europa. Viele der größten Investoren des Kontinents nutzen ETFs auf vielfältige Art und Weise. Damit setzen sie neue Ansätze um, um die erforderlichen Renditen zu erzielen. Wir sind zuversichtlich, dass ETFs dabei künftig eine noch größere Rolle spielen werden. Denn die ETF-Branche wächst mit Rekordtempo, wie wir 2014 gesehen haben."
Die Umfrage "ETFs: Broad Usage Increases Amongst European Institutional Investors" von Greenwich Associates basiere auf Interviews mit 120 institutionellen Investoren aus Europa. (Ausgabe vom 02.02.2015) (03.02.2015/fc/a/e)
Jeder fünfte von diesen plane demnach, ETFs innerhalb der kommenden drei Jahre stärker zu nutzen. Etwa jeder Zehnte beabsichtige, den ETF-Anteil um mehr als zehn Prozent zu erhöhen.
Greenwich Associates habe die Umfrage im Auftrag von BlackRock durchgeführt. Sie umfasse Interviews mit 30 Asset Managern, 22 Versicherern und 68 Pensionsfonds, in denen die Befragten über den Einsatz von ETFs Auskunft gegeben hätten. 83 der 120 Befragten würden ETFs nutzen.
Die Umfrage komme zu den folgenden fünf Haupterkenntnissen:
1.) ETFs kämen in etwa drei Vierteln der Multi-Asset-Fonds zum Einsatz.
Von den befragten Asset Managern, die ETFs nutzen würden, würden 71 Prozent sie im Rahmen ihrer Multi-Asset-Fonds einsetzen. Mehr als ein Drittel nutze sie innerhalb ihrer Aktienfonds, 52 Prozent würden bei Investitionen in Anleihen vom heimischen Markt darauf zurückgreifen und 59 Prozent bei internationalen Anleihen. Mehr als die Hälfte würden angeben, dass sie künftig "wahrscheinlich" oder "sehr wahrscheinlich" reine ETF-Produkte verwalten wollten.
2.) Viele Institutionelle würden ETFs über einen relativ langen Zeitraum halten.
3.) Vier Faktoren seien bei der ETF-Auswahl entscheidend - Kosten würden nicht immer Priorität genießen.
Die Gesamtkostenquote (TER), die Liquidität, das Handelsvolumen, der zugrunde liegende Index und die Wertentwicklung seien für alle drei befragten Investorengruppen die vier wichtigsten Aspekte, wenn man sie nach den Faktoren befrage, welche die ETF-Auswahl beeinflussen würden. Für Versicherer sei die Liquidität der wichtigste Faktor, für Pensionsfonds seien es die Gesamtkostenquote (TER) beziehungsweise Kosten im Allgemeinen.
4.) Europäische Versicherer würden ETFs für Investitionen in internationale Aktien nutzen.
62 Prozent der Versicherer, die ETFs nutzen würden, wollten damit eine internationale Streuung ihrer Anlagen erreichen. Dies gelte vor allem im Aktienbereich: 76 Prozent würden mithilfe von ETFs in internationale Aktien investieren, in Bezug auf den heimischen Aktienmarkt seien es 57 Prozent. Mehr als die Hälfte der Versicherer, die ETFs einsetzen würden, würden auf diese Weise Vermögensüberschüsse investieren, in Bezug auf das Sicherungsvermögen sei es ein Drittel.
5.) Pensionsfonds würden ETFs eher strategisch nutzen.
Europäische Pensionsfonds würden ETFs eher zu strategischen Zwecken einsetzen als die anderen befragten Investorengruppen. Mehr als die Hälfte der ETF-Nutzer unter den Pensionsfonds würden sagen, dass sie ETFs überwiegend strategisch verwenden würden. Ebenso wie bei Versicherern würden viele Pensionsfonds (69 Prozent) ETFs nutzen, um ihr Vermögen international zu streuen. 88 Prozent der Pensionsfonds, bei denen ETFs zum Einsatz kämen, würden die Fonds im Bereich internationale Aktien nutzen. Das seien etwa drei Mal so viele wie im Bereich heimischer Aktien.
Leen Meijaard, Vertriebsleiter iShares in der Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) bei BlackRock, sage Folgendes: "ETFs werden einer der Hauptpfeiler in den Portfolios institutioneller Investoren aus Europa. Viele der größten Investoren des Kontinents nutzen ETFs auf vielfältige Art und Weise. Damit setzen sie neue Ansätze um, um die erforderlichen Renditen zu erzielen. Wir sind zuversichtlich, dass ETFs dabei künftig eine noch größere Rolle spielen werden. Denn die ETF-Branche wächst mit Rekordtempo, wie wir 2014 gesehen haben."
Die Umfrage "ETFs: Broad Usage Increases Amongst European Institutional Investors" von Greenwich Associates basiere auf Interviews mit 120 institutionellen Investoren aus Europa. (Ausgabe vom 02.02.2015) (03.02.2015/fc/a/e)


