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Grenzüberschreitender Handel mit UCITS-ETFs nimmt weltweit zu
27.09.23 12:15
Franklin Templeton
Frankfurt (www.fondscheck.de) - Börsengehandelte Fonds sind offene Anlageinstrumente, die wie Aktien flexibel untertägig gehandelt werden können, so Jason Xavier, Head of EMEA ETF Capital Markets bei Franklin Templeton.
Das bedeute, dass sie jederzeit an einer geregelten Börse oder außerbörslich (OTC) über einen Broker oder ein multilaterales Handelssystem (Börsenplatz/Quotierungsanfrage [RFQ]) gekauft oder verkauft werden könnten.
Der Preis oder Wert eines ETFs leite sich direkt vom Preis der zugrunde liegenden Aktien oder Anleihen ab, in die er investiere. Ähnlich verhalte es sich mit der Liquidität eines ETFs. Sie hänge direkt von der Liquidität der zugrunde liegenden Aktien oder Anleihen ab, in die er investiere. Da es sich bei ETFs um offene Investmentfonds handle, könnten sie ihre Größe auf der Grundlage von Zeichnungen oder Rücknahmen frei vergrößern oder verkleinern, was bedeute, dass das Handelsvolumen - eine Kennzahl, die häufig zur Messung der Fondsliquidität herangezogen werde - ungenau sei. Das Handelsvolumen zeige Anlegern nur, welche Mengen gehandelt worden seien, und nicht, was gehandelt werden könne.
Ein Grundprinzip der Kapitalanlage sei das Verhältnis von Risiko und Rendite. Bei jeder Anlage sei der Kompromiss zwischen Risiko und Rendite ein wichtiger Ausgangsfaktor.
Beim Handel verhalte es sich genauso: Es müsse ständig zwischen (Markt-)Risiken und Erträgen (Kosten) abgewogen werden. Das Verständnis und die Einschätzung der Präferenz eines Anlegers in Bezug auf Kosten oder Marktrisiken würden den entscheidenden Unterschied bei der Wahl der Umsetzung ausmachen. Dasselbe gelte für den Handel mit ETFs. Ein Verständnis der Anlegerpräferenzen in Bezug auf Kosten oder Risiken bei der Ausführung von ETFs könne dazu beitragen, eine fundiertere und besser definierte Ausführungsmethode zu finden.
Die internationale Verbreitung von UCITS- oder OGAW-ETFs ("OGAW" stehe für "Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren") schreite immer weiter voran. "Unsere Gespräche mit lateinamerikanischen und asiatischen ETF-Investoren haben in diesem Jahr stark zugenommen", so Xavier. Für diese Anleger, die sich mit Überscheidungen von Zeitzonen befassen müssten, sei die Abwägung von Kosten und Risiko besonders wichtig. Ein Gespräch, das ich kürzlich mit einem in Asien ansässigen institutionellen Investor geführt habe, habe Xavier dazu veranlasst, über noch einmal genauer diesen Kompromiss nachzudenken.
Wenn für einen in Asien ansässigen Investor Eile geboten sei, könne es sinnvoll sein, Marktrisiken zu vermeiden, indem man sich für eine Börsenausführung in den letzten beiden Stunden des asiatischen Handelstages entscheide (da diese sich mit den europäischen Marktzeiten überschneiden würden). Wenn ein Anleger hingegen kostenbewusster sei, könne es sinnvoller sein, zum Nettoinventarwert (NIW) des ETF zu handeln, ähnlich wie beim Kauf eines Investmentfonds oder dem Handel über einen bestimmten Zeitraum mithilfe einer algorithmischen Handelsstrategie.
In Europa habe sich der Handel mit ETFs in den letzten zehn Jahren stark weiterentwickelt. Die Entscheidung, ob börslich oder außerbörslich gehandelt werden sollte, hänge im Wesentlichen davon ab, ob die Kosten oder das Marktrisiko im Vordergrund stünden. Die Kenntnis der verschiedenen Optionen und ihre Abstimmung auf die eigenen Kosten- oder Risikopräferenzen könne einem Händler oder Anleger helfen, das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Bevor man auf Aspekte wie das Handelsvolumen oder den Umfang des verwalteten Vermögens eines ETFs eingehe, sollte man sich die Zeit nehmen, die im Folgenden beschriebenen Optionen besser zu verstehen. (Ausgabe vom 26.09.2023) (27.09.2023/fc/a/e)
Das bedeute, dass sie jederzeit an einer geregelten Börse oder außerbörslich (OTC) über einen Broker oder ein multilaterales Handelssystem (Börsenplatz/Quotierungsanfrage [RFQ]) gekauft oder verkauft werden könnten.
Der Preis oder Wert eines ETFs leite sich direkt vom Preis der zugrunde liegenden Aktien oder Anleihen ab, in die er investiere. Ähnlich verhalte es sich mit der Liquidität eines ETFs. Sie hänge direkt von der Liquidität der zugrunde liegenden Aktien oder Anleihen ab, in die er investiere. Da es sich bei ETFs um offene Investmentfonds handle, könnten sie ihre Größe auf der Grundlage von Zeichnungen oder Rücknahmen frei vergrößern oder verkleinern, was bedeute, dass das Handelsvolumen - eine Kennzahl, die häufig zur Messung der Fondsliquidität herangezogen werde - ungenau sei. Das Handelsvolumen zeige Anlegern nur, welche Mengen gehandelt worden seien, und nicht, was gehandelt werden könne.
Beim Handel verhalte es sich genauso: Es müsse ständig zwischen (Markt-)Risiken und Erträgen (Kosten) abgewogen werden. Das Verständnis und die Einschätzung der Präferenz eines Anlegers in Bezug auf Kosten oder Marktrisiken würden den entscheidenden Unterschied bei der Wahl der Umsetzung ausmachen. Dasselbe gelte für den Handel mit ETFs. Ein Verständnis der Anlegerpräferenzen in Bezug auf Kosten oder Risiken bei der Ausführung von ETFs könne dazu beitragen, eine fundiertere und besser definierte Ausführungsmethode zu finden.
Die internationale Verbreitung von UCITS- oder OGAW-ETFs ("OGAW" stehe für "Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren") schreite immer weiter voran. "Unsere Gespräche mit lateinamerikanischen und asiatischen ETF-Investoren haben in diesem Jahr stark zugenommen", so Xavier. Für diese Anleger, die sich mit Überscheidungen von Zeitzonen befassen müssten, sei die Abwägung von Kosten und Risiko besonders wichtig. Ein Gespräch, das ich kürzlich mit einem in Asien ansässigen institutionellen Investor geführt habe, habe Xavier dazu veranlasst, über noch einmal genauer diesen Kompromiss nachzudenken.
Wenn für einen in Asien ansässigen Investor Eile geboten sei, könne es sinnvoll sein, Marktrisiken zu vermeiden, indem man sich für eine Börsenausführung in den letzten beiden Stunden des asiatischen Handelstages entscheide (da diese sich mit den europäischen Marktzeiten überschneiden würden). Wenn ein Anleger hingegen kostenbewusster sei, könne es sinnvoller sein, zum Nettoinventarwert (NIW) des ETF zu handeln, ähnlich wie beim Kauf eines Investmentfonds oder dem Handel über einen bestimmten Zeitraum mithilfe einer algorithmischen Handelsstrategie.
In Europa habe sich der Handel mit ETFs in den letzten zehn Jahren stark weiterentwickelt. Die Entscheidung, ob börslich oder außerbörslich gehandelt werden sollte, hänge im Wesentlichen davon ab, ob die Kosten oder das Marktrisiko im Vordergrund stünden. Die Kenntnis der verschiedenen Optionen und ihre Abstimmung auf die eigenen Kosten- oder Risikopräferenzen könne einem Händler oder Anleger helfen, das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Bevor man auf Aspekte wie das Handelsvolumen oder den Umfang des verwalteten Vermögens eines ETFs eingehe, sollte man sich die Zeit nehmen, die im Folgenden beschriebenen Optionen besser zu verstehen. (Ausgabe vom 26.09.2023) (27.09.2023/fc/a/e)


