HANSAINVEST-Edelmetallfonds: Goldmarkt stabilisiert sich


09.09.13 13:55
HANSAINVEST

Hamburg (www.fondscheck.de) - "Die Chancen auf eine Stabilisierung der Goldnotierungen haben sich deutlich erhöht", sagt Nico Baumbach, Fondsmanager der beiden Edelmetallfonds HANSAgold (ISIN DE000A0RHG75 / WKN A0RHG7, EUR; ISIN DE000A0NEKK1 / WKN A0NEKK, USD) und HANSAwerte (ISIN DE000A1JDWK4 / WKN A1JDWK, EUR; ISIN DE000A0RHG59 / WKN A0RHG5, USD) von der Hamburger Kapitalanlagegesellschaft HANSAINVEST Hanseatische Investment-GmbH.

Nach Beobachtung des HANSAINVEST-Fondsmanagers Nico Baumbach habe der jähe Absturz des Goldpreises im zweiten Quartal 2013 viel Vertrauen zerstört. Die Investoren hätten schmerzlich zu spüren bekommen, dass die Notierungen auch kräftig fallen könnten. "Die heftigen Marktbewegungen änderten jedoch nichts an der grundsätzlichen Funktion des Goldes als Krisenmetall", betone Baumbach. Zuletzt habe die Eskalation des Syrien-Konflikts für Kurszuwächse gesorgt.

Die Erholung des Goldmarktes habe jedoch bereits Ende Juni eingesetzt. Nach Beobachtung von Nico Baumbach habe vor allem die starke physische Nachfrage aus Asien die Notierungen gestützt. "Derzeit entwickelt sich China zum weltweit größten Importeur." Die Verbraucher im Reich der Mitte hätten nach Stabilität gesucht und dürften aufgrund ihres wachsenden Wohlstands auch zukünftig Gold erwerben. Auch in dem traditionell goldaffinen Indien überwiege die Rolle des Edelmetalls als Ersatzwährung beziehungsweise Schutz vor Inflation. Anders als in China bekämpfe die Regierung jedoch den Erwerb des Edelmetalls. "Die Steuern auf Goldimporte wurden kürzlich erhöht, um die Handelsbilanz des Landes zu verbessern."

"Die starke Nachfrage aus Asien sollte Anleger jedoch nicht dazu verleiten, auf weitere Kurssprünge zu wetten", rate Nico Baumbach. Der Goldmarkt unterliege vielen unterschiedlichen Einflüssen. Auch belastende Faktoren seien zu berücksichtigen. So könne es der indischen Regierung durchaus gelingen, die starken Goldkäufe wieder einzudämmen. Außerdem befänden sich große Goldfonds weiterhin auf der Verkäuferseite, wenn auch deutlich abgeschwächter als noch im Juli. Über börsengehandelte ETFs sollten im zweiten Quartal 2013 rund 400 Tonnen Gold auf den Markt geworfen worden sein. Als Verkäufer seien vor allem US-Investoren aufgetreten, darunter der Hedgefondsmanager John Paulson, der zuvor noch mit Milliardenbeträgen auf steigende Notierungen gewettet habe.

Baumbach erwarte deshalb, dass der Goldpreis auch zukünftig stärker schwanken werde als in zurückliegenden Hausse-Jahren. Denn trotz des zeitweise 20-prozentigen Preisanstiegs seit Ende Juni könne noch nicht von einem fortgesetzten Kursaufschwung ausgegangen werden.

Die Chancen auf eine Bodenbildung stünden allerdings recht gut. Als stützendes Element sehe der Fondsmanager zum einen die bekannten geopolitischen Risiken. "Zum anderen könnte die Eurokrise wieder ins Blickfeld der Anleger geraten." In den USA stünden zudem Verhandlungen über eine weitere Anhebung der maximal zulässigen Schuldenobergrenze vor der Tür. In den letzten beiden Jahren habe der innenpolitische Streit hierüber bereits zu einer Haushaltskrise in Washington geführt und erhebliche Irritationen an den Finanzmärkten ausgelöst. Mittelfristig könne dem Goldpreis auch helfen, dass die US-Notenbank ihre Anleihekäufe eventuell nicht so schnell zurückfahre wie zunächst erwartet.

Hinzu komme, dass die Goldminengesellschaften ihre Produktion eingeschränkt hätten. "Viele Bergbauunternehmen arbeiten auf dem derzeitigen Preisniveau nicht profitabel", so Baumbach. Explorationsprojekte würden daher zurückgestellt, das zukünftige Goldangebot sinke also. Im Übrigen kämpfe die Minenbranche schon seit geraumer Zeit mit Ertragsproblemen. Goldminenaktien hätten derzeit daher keine sinnvolle Anlagealternative zu einem Investment in das Edelmetall selbst dargestellt.

Nico Baumbach bleibe bei seiner Empfehlung, fünf bis zehn Prozent des eigenen liquiden Vermögens in Gold zu halten. Dabei sollten gerade private Anleger das Edelmetall eher als Versicherung gegen schwere Krisen betrachten und nicht als Spekulationsobjekt missverstehen.

Als überdurchschnittlich attraktiv stufe der Portfoliomanager weiterhin Platin und Palladium ein. "Palladium notiert als einziges Edelmetall derzeit höher als zu Jahresbeginn", merke der Fondsmanager an. Hier treffe eine weiterhin hohe Nachfrage speziell aus der Automobilindustrie auf ein knappes Angebot im Hauptförderland Russland. Bei Platin lägen die Dinge ähnlich. Dort kämpfe der Hauptproduzent Südafrika permanent mit Streiks und Stromausfällen, während alleine der Nachrüstbedarf bei Abgaskatalysatoren in China für stabile Bedarfsmengen sorgen sollte. In seinem chancenorientierten Edelmetallfonds HANSAwerte habe Nico Baumbach Platin und Palladium zuletzt weiterhin deutlich übergewichtet. Kürzlich sei auch der Silberanteil aufgestockt worden. (09.09.2013/fc/a/f)






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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
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