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Hansainternational-Fonds: Euro-Schwäche zahlt sich für Fremdwährungsanleihen aus
13.05.13 12:46
HANSAINVEST
Hamburg (www.fondscheck.de) - Im Verlauf des Jahres 2013 rechnen wir mit positiven Fremdwährungsentwicklungen unter anderem in Polen, der Türkei und Brasilien, sagt Christian Bender, Fondsmanager des globalen Rentenfonds Hansainternational der Hamburger Kapitalanlagegesellschaft HANSAINVEST Hanseatische Investment-GmbH.
Polen zeichne sich beispielsweise durch einen stetig wachsenden Konsum aus, und die Türkei sei vor allem aufgrund ihrer geographischen Lage interessant. Auf der Grenze zwischen Europa und Asien gelegen sei das Land ein wichtiger Mittler zwischen der europäischen und der orientalischen Welt - das nehme positiven Einfluss auf den Handel. Sollte sich das Verhältnis zu den Kurden perspektivisch weiter entspannen, könne sich das Land zu einer bedeutenden Wirtschaftsmacht entwickeln. Der Brasilianische Real hingegen sollte von den anstehenden Infrastrukturprojekten im Land profitieren können. Die internationalen Sporthöhepunkte wie die Fußball-WM 2014 und die Olympiade 2016 geben zusätzliche Impulse für die Wirtschaft, so Bender.
Dass sich diese Länder und ihre Währungen derzeit im Aufwind befinden würden, hänge nicht zuletzt mit den Entwicklungen in der Eurozone zusammen. Bis zum Sommer letzten Jahres habe in Europa Unsicherheit über den Fortbestand der Gemeinschaftswährung geherrscht - die finanzielle Lage in den Peripheriestaaten schien derart prekär, dass eine Rettung des Euro in den Augen vieler Skeptiker unmöglich zu werden gedroht habe.
Die Folge: Eine ganze Reihe ausländischer Währungen werteten gegenüber dem Euro deutlich auf, erläutere Bender. Im Sommer sei dann der Wendepunkt für die europessimistische Großwetterlage gekommen. Am 26. Juli habe der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) Mario Draghi verkündet, dass die EZB alles Notwendige tun werde, um den Euro zu erhalten. Der massive Ankauf von Staatsanleihen zur Sanierung der europäischen Finanzen habe den Wert des Euro wieder steigen lassen, und habe das Zinsniveau bezogen auf Bundesanleihen niedrig gehalten.
Dieser freundliche Trend habe sich bis zur Parlamentswahl in Italien im Februar 2013 gehalten. Deren Patt-Ergebnis habe für das Land - und damit auch für Europa - eine zusätzliche finanzpolitische Unsicherheit bedeutet. Die jetzt gebildete Koalitionsregierung nehme dem Markt etwas von der Nervosität - doch ob die angekündigte Adjustierung des bisherigen Kurses nicht bald neue Unruhe schüre, bleibe abzuwarten, so Bender.
Auch der in 2013 in greifbare Nähe gerückte Bankrott Zyperns zeige, dass es um die Eurozone zumindest in Teilen nicht so gut bestellt sei, wie es noch Ende letzten Jahres schien. Daher würden die Anleiherenditen in wichtigen Kernländern wie Deutschland, Frankreich, den Beneluxländern sowie Finnland auf einem niedrigen Niveau bleiben. Und eine Reihe von Fremdwährungen werte auf, wie unter anderem das Britische Pfund - trotz der Rating-Herabstufung Großbritanniens im Februar. Gleiches gelte für den USD sowie diverse Währungen aus den Schwellenländern.
Der Japanische Yen hingegen stehe vor einer weiteren, bewusst herbeigeführten Abwertung, ausgelöst durch den Politikumschwung des neuen Regierungschef Shinzo Abe. Dieser werde von der japanischen Notenbank ohne Zögern umgesetzt werden - und stütze wiederum höherverzinsliche Währungen aus Schwellenländern und rohstoffreichen Regionen, wie z.B. Südafrika oder Russland. Unterstützt würden diese Trends durch die jüngste Leitzinssenkung der EZB, so Bender. Denn während von dieser Zinssenkung wenig direkte konjunkturelle Impulse in Form verstärkter Kreditnachfrage bzw. erhöhter Investitionen von Unternehmensseite ausgehen würden, werde es den Außenwert des Euro absenken und - so die Hoffnung der EZB - Exporte unterstützen.
Der Rückblick auf die Ereignisse innerhalb Europas mache deutlich, dass der Wert einzelner Währungen in hohem Maße mit politischen Entwicklungen verbunden sei. Und das gelte nicht nur für die Eurozone, so Bender. So sei beispielsweise der starke Australische Dollar auch von den hohen Rohstoffexporten nach China abhängig. Sollte es hier zu einer restriktiven Konjunkturpolitik kommen, habe dies negative Auswirkungen auf die Währung in Australien - und damit auch auf alle Anleger, die hier investiert hätten.
Für Fondsmanager von Fremdwährungsanleihen-Fonds bestehe deshalb die Herausforderung darin, die politische und wirtschaftliche Lage weltweit beurteilen zu können - und anhand dieser das Währungs- und Durationsmanagement des Fonds fortwährend anzupassen. Hinsichtlich der einzelnen Positionen sollten bei Staatsanleihen Kennzahlen wie das Bruttoinlandsprodukt, die Inflation, die Leitzinsen und die Realzinsen als Determinanten für eine Währungsprognose geprüft werden. Bei Unternehmensanleihen seien es die Fundamentaldaten, die stimmen müssten, um einen Platz im Portfolio zu bekommen, erkläre Bender, der selbst tagtäglich rund 100 unterschiedliche Positionen im Blick habe. (13.05.2013/fc/a/f)
Polen zeichne sich beispielsweise durch einen stetig wachsenden Konsum aus, und die Türkei sei vor allem aufgrund ihrer geographischen Lage interessant. Auf der Grenze zwischen Europa und Asien gelegen sei das Land ein wichtiger Mittler zwischen der europäischen und der orientalischen Welt - das nehme positiven Einfluss auf den Handel. Sollte sich das Verhältnis zu den Kurden perspektivisch weiter entspannen, könne sich das Land zu einer bedeutenden Wirtschaftsmacht entwickeln. Der Brasilianische Real hingegen sollte von den anstehenden Infrastrukturprojekten im Land profitieren können. Die internationalen Sporthöhepunkte wie die Fußball-WM 2014 und die Olympiade 2016 geben zusätzliche Impulse für die Wirtschaft, so Bender.
Dass sich diese Länder und ihre Währungen derzeit im Aufwind befinden würden, hänge nicht zuletzt mit den Entwicklungen in der Eurozone zusammen. Bis zum Sommer letzten Jahres habe in Europa Unsicherheit über den Fortbestand der Gemeinschaftswährung geherrscht - die finanzielle Lage in den Peripheriestaaten schien derart prekär, dass eine Rettung des Euro in den Augen vieler Skeptiker unmöglich zu werden gedroht habe.
Die Folge: Eine ganze Reihe ausländischer Währungen werteten gegenüber dem Euro deutlich auf, erläutere Bender. Im Sommer sei dann der Wendepunkt für die europessimistische Großwetterlage gekommen. Am 26. Juli habe der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) Mario Draghi verkündet, dass die EZB alles Notwendige tun werde, um den Euro zu erhalten. Der massive Ankauf von Staatsanleihen zur Sanierung der europäischen Finanzen habe den Wert des Euro wieder steigen lassen, und habe das Zinsniveau bezogen auf Bundesanleihen niedrig gehalten.
Auch der in 2013 in greifbare Nähe gerückte Bankrott Zyperns zeige, dass es um die Eurozone zumindest in Teilen nicht so gut bestellt sei, wie es noch Ende letzten Jahres schien. Daher würden die Anleiherenditen in wichtigen Kernländern wie Deutschland, Frankreich, den Beneluxländern sowie Finnland auf einem niedrigen Niveau bleiben. Und eine Reihe von Fremdwährungen werte auf, wie unter anderem das Britische Pfund - trotz der Rating-Herabstufung Großbritanniens im Februar. Gleiches gelte für den USD sowie diverse Währungen aus den Schwellenländern.
Der Japanische Yen hingegen stehe vor einer weiteren, bewusst herbeigeführten Abwertung, ausgelöst durch den Politikumschwung des neuen Regierungschef Shinzo Abe. Dieser werde von der japanischen Notenbank ohne Zögern umgesetzt werden - und stütze wiederum höherverzinsliche Währungen aus Schwellenländern und rohstoffreichen Regionen, wie z.B. Südafrika oder Russland. Unterstützt würden diese Trends durch die jüngste Leitzinssenkung der EZB, so Bender. Denn während von dieser Zinssenkung wenig direkte konjunkturelle Impulse in Form verstärkter Kreditnachfrage bzw. erhöhter Investitionen von Unternehmensseite ausgehen würden, werde es den Außenwert des Euro absenken und - so die Hoffnung der EZB - Exporte unterstützen.
Der Rückblick auf die Ereignisse innerhalb Europas mache deutlich, dass der Wert einzelner Währungen in hohem Maße mit politischen Entwicklungen verbunden sei. Und das gelte nicht nur für die Eurozone, so Bender. So sei beispielsweise der starke Australische Dollar auch von den hohen Rohstoffexporten nach China abhängig. Sollte es hier zu einer restriktiven Konjunkturpolitik kommen, habe dies negative Auswirkungen auf die Währung in Australien - und damit auch auf alle Anleger, die hier investiert hätten.
Für Fondsmanager von Fremdwährungsanleihen-Fonds bestehe deshalb die Herausforderung darin, die politische und wirtschaftliche Lage weltweit beurteilen zu können - und anhand dieser das Währungs- und Durationsmanagement des Fonds fortwährend anzupassen. Hinsichtlich der einzelnen Positionen sollten bei Staatsanleihen Kennzahlen wie das Bruttoinlandsprodukt, die Inflation, die Leitzinsen und die Realzinsen als Determinanten für eine Währungsprognose geprüft werden. Bei Unternehmensanleihen seien es die Fundamentaldaten, die stimmen müssten, um einen Platz im Portfolio zu bekommen, erkläre Bender, der selbst tagtäglich rund 100 unterschiedliche Positionen im Blick habe. (13.05.2013/fc/a/f)
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| 16,184 € | 16,195 € | -0,011 € | -0,07% | 01.01./01:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0008479080 | 847908 | 16,53 € | 15,79 € | |


