Erweiterte Funktionen

Hedgefonds: US-Kreditengagement belastet


17.12.14 09:23
Lyxor Asset Management

Paris (www.fondscheck.de) - Vor der Sitzung des Offenmarktausschusses vom 16. bis 17. Dezember stiegen die Spannungen am Markt leicht an, so die Experten von Lyxor Asset Management in ihrem aktuellen "Lyxor Weekly Brief".

Vergangene Woche hätten Medien gemeldet, die FED erwäge, ihre Haltung bezüglich niedriger Zinsen zu ändern und ihr Versprechen, die kurzfristigen Zinsen würden für "beträchtliche Zeit" bei null bleiben, zu brechen. Obendrein habe der griechische Ministerpräsident Samaras vorgezogene Präsidentschaftswahlen angekündigt, deren erste Runde bereits am 17. Dezember stattfinden solle. Diese Ereignisse hätten die Märkte auf beiden Seiten des Atlantiks erschüttert. Aktien hätten insbesondere in Europa nachgegeben, wogegen die Renditekurve in den USA abgeflacht sei und Währungen von Schwellenländern gegenüber dem USD abgewertet hätten.

Dabei seien Hedgefonds-Strategien in der vergangenen Woche durch ihre Long-Engagements in risikoreichen Anlagen - insbesondere Kreditpositionen - belastet worden. Sinkende Risikobereitschaft und Ölpreise hätten sich negativ auf hochverzinsliche Anlagen ausgewirkt, was teilweise auf die Gewichtung von Schuldtiteln aus dem Energiesektor auf dem US-Markt zurückzuführen sei. Sie hätten sich seit Jahresbeginn als robust erwiesen, wogegen L/S-Credit- und CB-Arbitrage-Fonds unter der Ausweitung der Spreads gelitten hätten. Auch Event-Driven-Fonds seien durch ihre Long-Kreditpositionen belastet worden, wobei sich Not leidende Fonds schwächer als das Segment entwickelt hätten. Griechenland habe sich nur äußerst geringfügig ausgewirkt, denn das Engagement der Manager in griechischen Positionen - sowohl in Anleihen als auch in Aktien - sei gering, wie im Folgenden gezeigt.

Die vergangene Woche sei zudem von kontinuierlich nachgebenden Schwellenländeranlagen geprägt gewesen, die noch immer durch die globalen Wachstumssorgen und die Energiepreise für Ölproduzenten belastet würden. Global-Macro- und L/S-Equity-Manager würden die Aussichten für Schwellenländer 2015 als recht konstruktiv einschätzen, nachdem das Jahr für Aktien schwach verlaufen sei (seit Jahresbeginn 3,72% für den MSCI EM und +3,67% für den MSCI World). Während höhere Zinsen in den USA ein Risiko für die Schwellenländeranlagen darstellen, erscheinen die Bewertungen von Aktien, festverzinslichen Anlagen und Währungen für die meisten Länder günstig, so die Experten von Lyxor Asset Management. Hedgefonds-Managern zufolge würden die Unterschiede zwischen Fundamentaldaten und Geldpolitik wichtige Impulse für die Renditen 2015 sein. Zudem würden sie ihre Einschätzungen eher in Relative-Value-Geschäften anstatt durch rein direktionale Spekulationen mit Schwellenländern umsetzen. (Ausgabe vom 16.12.2014) (17.12.2014/fc/a/f)