Henderson Horizon Euroland Fund: Unternehmensgewinne in Euroland - Gradmesser für Nachhaltigkeit


05.10.15 09:26
Henderson Global Investors

London (www.fondscheck.de) - Der Henderson Horizon Euroland Fund (ISIN LU0011889846 / WKN 989226, A2; ISIN LU0196034820 / WKN A0B62Q, CLASS I-ACC; ISIN LU0247695934 / WKN A0PBHJ, X2 CAP EUR) nutzt ein selbst entwickeltes Analysemodell, um fehlbewertete Aktien mit Wertpotenzial zu identifizieren, so die Experten von Henderson Global Investors.

Mit der Entwicklung dieses Filtermodells habe der Fondsmanager Nick Sheridan Ende der 1980er Jahre am Beginn seiner Karriere als Vermögensverwalter begonnen. Im Kern dieses laufend weiterentwickelten Modells stünden die vier zentralen Kennzahlen: Dividenden, Gewinne, Nettovermögenswert und Wert des Wachstums. Das Portfolio des Fonds setze sich aus Aktien mit den höchsten Werten aus der Summe dieser vier Faktoren zusammen. In diesem zweiten Beitrag ihrer mehrteiligen Reihe würden sich die Experten eingehender mit den Gewinnen beschäftigen.

Die Bottom-up-Strategie der Experten ziele darauf ab, Emotionen außen vor zu lassen und stattdessen fundierte Analysen aussagekräftiger Kennzahlen zu berücksichtigen, um unterbewertete, für eine Outperformance am besten aufgestellte Aktien zu identifizieren.

Voraussetzung für eine wertorientierte Anlagestrategie (Value Investing) sei ein langfristiger Anlagehorizont. Zudem würden Unternehmen in erster Linie anhand ihrer zugrunde liegenden Qualitäten beurteilt. Eine Analyse der nachhaltigen Ertragskraft eines Unternehmens könne wertvolle Einblicke in sein künftiges Wachstum liefern. Natürlich könnten auch Marktschwankungen den Kurs eines Unternehmens beeinflussen. Gewinnschätzungen und Bilanzen aber würden den Experten helfen, eine Vorstellung davon zu entwickeln, mit welchem künftigen Wachstum sie vernünftigerweise rechnen könnten.

Die Experten würden die aktuellen Gewinne eines Unternehmens analysieren, um einschätzen zu können, was es wert wäre, wenn es künftig kein Wachstum erziele, d.h. wenn sein Gewinn stagniere. Ferner würden die Experten bewerten, wie nachhaltig seine Ertragskraft sei. Dazu würden die Experten Faktoren wie Änderungen der Rechnungslegungsmethoden, Auswirkungen von Firmenzukäufen und mögliche Gewinnrisiken berücksichtigen. So könnten die Experten eine ihres Erachtens verlässliche Prognose des potenziellen Werts künftigen Wachstums erstellen. Das könne die Experten davor bewahren, zu viel für eine Aktie zu bezahlen und ihnen helfen, potenziell unterbewertete Titel zu identifizieren.

Die Experten würden nach Aktien mit attraktiven Kursen und hoher Gewinnrendite suchen, die über längere Zeiträume betrachtet tendenziell besser abschneiden würden als der Markt. Die Gewinnrendite gebe Aufschluss über die Verzinsung, die dem Aktionär aus dem Halten einer Aktie in den letzten zwölf Monaten zufließe. Sie sei eine nützliche Kennzahl, um festzustellen, ob eine Aktie verglichen mit dem Markt unterbewertet sei. In der Realität, so würden die Theorie der Rückkehr zum Mittelwert (Mean Reversion Theory) und die Erfahrung der Vergangenheit besagen, würden sich ungeliebte Unternehmen in Europa, die über einen längeren Zeitraum nachhaltige und hohe Gewinne erwirtschaften würden, auf längere Sicht überdurchschnittlich entwickeln.

Steigende Unternehmensgewinne seien bislang das fehlende Teil im Puzzle europäischer Aktien. Hier scheine nun endlich Licht am Ende des Tunnels sichtbar, denn bei der letzten Berichtssaison hätten die meisten Unternehmen die Gewinnerwartungen erfüllt bzw. übertroffen. Hilfreich seien dabei die lockere Geldpolitik und das quantitative Lockerungsprogramm der EZB, aber auch der gegenüber anderen Währungen schwächere Euro gewesen.

Weithin bekannt seien die negativen Folgen der gesunkenen Energiepreise. Vielen Unternehmen gerade aus der Reise-, Transport- und Einzelhandelsbranche hätten die niedrigeren Energiekosten jedoch höhere Nettogewinne beschert und damit Mittel freigesetzt für Expansion und die Einstellung neuer Mitarbeiter. Da die niedrigeren Energiekosten bei den Verbrauchern de facto wie eine Steuersenkung wirken würden und ihnen folglich mehr Geld zum Ausgeben bleibe, komme auch der steigende Konsum den Unternehmen indirekt zugute.

Gewinnschätzungen seien jedoch mit gewisser Vorsicht zu betrachten und nur eine Kennzahl unter vielen zur Beurteilung des Anlagepotenzials einer Aktie. So könne ein Unternehmen zwar nachhaltige Gewinne erwirtschaften. Im Kurs der Aktie könne das jedoch bereits eingepreist sein, sodass Anleger unter Umständen einen Aufschlag für die Aktie zahlen müssten.

Bei den Unternehmen in dem Portfolio der Experten handele es sich in der Regel um etablierte Firmen mit Erfahrung aus unterschiedlichen Markt- und Geschäftszyklen. Dem Fonds würden sie damit tendenziell zu einem robusteren Ertragsprofil verhelfen. RELX, Bayer und ASM International seien Beispiele für einige dieser Unternehmen, die die Experten derzeit im Portfolio hätten:

RELX Group (britisch-niederländischer Verlag)
Im Portfolio seit: November 2011
Portfoliogewichtung am 31. August 2015: 5,9%

RELX Group (ehemals Reed Elsevier) sei eines der weltweit führenden Verlagshäuser mit starken Marktanteilen in den Bereichen Wissenschaft, Recht, Risikolösungen und Ausstellungskataloge.

Das Unternehmen zeichne sich durch hohe Margen, eine hohe Eigenkapitalrendite und vielfältige Umsatzquellen aus. Sein auf wiederkehrenden Umsätzen und einem Abonnement-Modell basierendes Geschäftsmodell sorge für Resilienz und sei der Eckpfeiler der soliden, tragfähigen Unternehmensbilanz.

Bayer (in den Bereichen Gesundheit, Saatgutwissenschaft und Werkstoffe international tätiger, deutscher Konzern)
Im Portfolio seit: Mai 2015
Portfoliogewichtung am 31. August 2015: 4,0%

Bayer sei ein breit diversifiziertes Unternehmen, das einen hohen Cashflow generiere und bereits in der Vergangenheit Teil des Portfolios der Experten gewesen sei. Dem Unternehmen gelinge es seit Jahren, den Umsatz in seinen Kerngeschäftsfeldern zu steigern. Zudem würden die Leverkusener gute Fortschritte beim Schuldenabbau machen.

Eine Stütze für die künftigen Umsätze sei die starke Pipeline mit innovativen Produkten, während sich Bayer weiter auf den Bereich Life Sciences und die anstehende Übernahme des Gesundheitskonzerns Merck sowie den Börsengang der Sparte Material Sciences konzentriere.

ASM International (Halbleiterhersteller mit Sitz in den Niederlanden)
Im Portfolio seit: Juni 2014
Portfoliogewichtung am 31. August 2015: 1,6%

Das in den Niederlanden ansässige ASM International sei ein weltweit tätiges Unternehmen und führend in der Halbleiterherstellung. Die Aktie erscheine attraktiv bewertet und biete Anlegern damit in Anbetracht des jüngsten Umsatzwachstums, der vertretbaren Verschuldung und der auf Jahre hinaus zu erwartenden Profitabilität einen soliden Bewertungspuffer. (Ausgabe vom 01.10.2015) (05.10.2015/fc/a/f)





hier klicken zur Chartansicht

Aktuelle Kursinformationen mehr >
Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
87,33 € 94,27 € -   € 0,00% 17.04./07:40
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
LU0011889846 989226 95,24 € 74,03 €
Werte im Artikel