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Industriemetalle im Auftrieb


03.12.12 11:45
Saxo Bank

Kopenhagen (www.aktiencheck.de) - Die Unsicherheit darüber, mit welcher Entscheidung die US-Politik die drohende Fiskalklippe abwenden will, beeinflusste die Rohstoff- und Finanzmärkte in der letzten Woche am meisten, so Ole Hansen, Rohstoffexperte bei der Saxo Bank.

"Obwohl noch keine Annährung absehbar ist, preisen die Märkte zurzeit aber einen positiven Ausgang ein. Sorgen über mögliche negative Konsequenzen für die US-Konjunktur könnten aber dennoch zusätzliche Volatilität im Dezember bringen", erkläre der Rohstoffexperte.

Im November hätten sowohl der DJ-UBS- als auch der S&P GSCI-Rohstoffindex mit plus 0,6 bzw. 1,8 Prozent leichte Gewinne verzeichnet. Die geringere Performance des DJ-UBS liege vor allem an seiner hohen Gewichtung von Sojabohnen, die letzten Monat einen heftigen Preiseinbruch hätten hinnehmen müssen.

"Besonders gut entwickelt haben sich Industriemetalle, allen voran Aluminium, Zink und Blei. Dabei stieg die Nachfrage nach Blei nicht nur wegen positiver Signale aus China. Spürbar wurden auch hier die Folgen von Hurrikan Sandy, denn wegen der Stromausfälle kauften die Menschen mehr Batterien - und die enthalten Blei", sage der Saxo Bank-Experte. Bei den Edelmetallen wiederum hätten Palladium und Silber zu den Top-Performern gehört.

Ein gemischtes Bild hingegen habe der Energiesektor geliefert: "Während Wetterprognosen auf wärmere Temperaturen hindeuten und den Erdgaspreis in der Folge auf Talfahrt schickten, zählte Benzin im November zu den stärksten Rohstoffen", so Hansen abschließend. (03.12.2012/ac/a/m)