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Internationale Aktienmärkte volatil erwartet
05.11.07 12:52
GECAM
Wangen (aktiencheck.de AG) - Alles blickte bis einschließlich vergangenen Mittwoch auf die US-Notenbank (FED) und ihren Zinsentscheid, der mit der Absenkung um 0,25 auf 4,5 Basispunkte zwar wie erwartet ausfiel, jedoch auch enttäuschte, so die Experten von GECAM.
Denn gleichzeitig habe die FED signalisiert, bis Ende 2007 keine weitere Zinssenkung vorzunehmen. Dafür gebe es zwei triftige Gründe: Einerseits wolle man den aktuellen Inflationsrisiken Rechnung tragen, andererseits aber auch den US-Dollar stützen, der bei einem weiteren Verfall zusätzliche (importierte) Inflation bringen würde.
Problematisch sei jedoch, dass die Absatzzahlen im privaten US-Immobilienmarkt noch immer keinen Boden finden wollten - weder bei den Neubauten noch bei den billigeren Gebrauchtimmobilien. Weiterer Abschreibungsbedarf bei den Hypothekenkrediten sei daher vorprogrammiert und die bislang von den Banken veröffentlichten Summen im mittleren einstelligen Milliardenbereich hätten eher positiv überrascht.
Eine neue Dimension würde sich jedoch auftun, wenn der von CIBC World Markets geschätzte dringende Kapitalbedarf von 30 Mrd. USD bei der Citigroup zutreffen würde. Die Märkte hätten auf diese Analyse geschockt reagiert und insbesondere die Finanzbranche abgestraft. Eine weitere baldige US-Zinssenkung werde nach Erachten der Experten aber auf jeden Fall notwendig sein, um die Kreditnehmer und -geber vor nachhaltigem Schaden zu bewahren.
Neben den negativen Nachrichten aus dem Finanzsektor habe es sehr wohl auch positive Überraschungen gegeben, wie z. B. die Quartalszahlen von Microsoft und Sony. Stark hätten sich auch die europäischen Automobilwerte gezeigt, die zwar vorwiegend von der "VW (Volkswagen)-Sonderstory" (Wegfall des VW-Gesetzes, Übernahme durch Porsche) getragen worden seien, allesamt aber dem hohen Euro sehr gut hätten trotzen können.
Erfreulich sei ferner, dass die Übernahme von ABN AMRO durch ein Konsortium aus RBOS (Royal Bank of Scotland), Fortis und Santander trotz der jüngsten Finanzkrise habe abgeschlossen werden können. Neue Übernahmeangebote von Finanzinvestoren wie Cerberus oder Macquarie würden zudem zeigen, dass auch diese Branche die Subprime-Krise bisher überlebt habe.
Regelrecht beängstigend wirke jedoch die Entwicklung der Emerging Markets. Nach der enormen Rally seit Juli/August scheine den Experten insbesondere der chinesische Aktienmarkt übertrieben teuer - eine generelle Trendwende der aufstrebenden Märkte sei aber noch nicht in Sicht. Wer nicht in den Emerging Markets investiert sei, könne sich hierzulande auch am DAX trösten, welcher in den letzten 20 Monaten dank der Euro-Stärke nahezu mit der Wertentwicklung des MSCI-Emerging-Markets habe mithalten können, bei gleichzeitig deutlich geringerer Volatilität.
Auch Ölpreis-Profiteure, die wir über Energie- und Russland-Fonds abdecken, scheinen vorerst weiterhin lukrativ, da letztere von niedrigen US-Lagerbeständen, politischen Spannungen im Nahen Osten und von spekulativen "Trendfolgern", die den Ölpreis durchaus auf 100 USD treiben könnten, profitieren, so die Experten von GECAM. Von den höheren Rohstoffpreisen, Inflationsraten, aber auch vom schwachen US-Dollar sei zuletzt auch der Goldpreis in neue Höhen um 800 USD/Unze katapultiert worden. Da die Experten sämtliche oben genannten Märkte in der August-Schwächephase in ihren GECAM Global Funds aufgestockt hätten, habe ihre Performance davon stark profitieren können.
Angesichts der niedrigen "Realverzinsung" und akzeptabler Bewertungen in den "entwickelten" Märkten würden die Experten keine langfristigen Alternativen zur Aktienanlage sehen, gerade auch weil Aktien als Sachwerte angesehen werden könnten. Sobald Länderindices wie der DAX, Nikkei, Dow & Co. ihre aktuelle Konsolidierung abgeschlossen hätten, sollten hier neue Jahreshöchststände möglich sein. Nervöse Tage würden die Experten für Nachkäufe außerhalb der Finanzbranche nutzen. (05.11.2007/fc/a/m)
Denn gleichzeitig habe die FED signalisiert, bis Ende 2007 keine weitere Zinssenkung vorzunehmen. Dafür gebe es zwei triftige Gründe: Einerseits wolle man den aktuellen Inflationsrisiken Rechnung tragen, andererseits aber auch den US-Dollar stützen, der bei einem weiteren Verfall zusätzliche (importierte) Inflation bringen würde.
Problematisch sei jedoch, dass die Absatzzahlen im privaten US-Immobilienmarkt noch immer keinen Boden finden wollten - weder bei den Neubauten noch bei den billigeren Gebrauchtimmobilien. Weiterer Abschreibungsbedarf bei den Hypothekenkrediten sei daher vorprogrammiert und die bislang von den Banken veröffentlichten Summen im mittleren einstelligen Milliardenbereich hätten eher positiv überrascht.
Eine neue Dimension würde sich jedoch auftun, wenn der von CIBC World Markets geschätzte dringende Kapitalbedarf von 30 Mrd. USD bei der Citigroup zutreffen würde. Die Märkte hätten auf diese Analyse geschockt reagiert und insbesondere die Finanzbranche abgestraft. Eine weitere baldige US-Zinssenkung werde nach Erachten der Experten aber auf jeden Fall notwendig sein, um die Kreditnehmer und -geber vor nachhaltigem Schaden zu bewahren.
Erfreulich sei ferner, dass die Übernahme von ABN AMRO durch ein Konsortium aus RBOS (Royal Bank of Scotland), Fortis und Santander trotz der jüngsten Finanzkrise habe abgeschlossen werden können. Neue Übernahmeangebote von Finanzinvestoren wie Cerberus oder Macquarie würden zudem zeigen, dass auch diese Branche die Subprime-Krise bisher überlebt habe.
Regelrecht beängstigend wirke jedoch die Entwicklung der Emerging Markets. Nach der enormen Rally seit Juli/August scheine den Experten insbesondere der chinesische Aktienmarkt übertrieben teuer - eine generelle Trendwende der aufstrebenden Märkte sei aber noch nicht in Sicht. Wer nicht in den Emerging Markets investiert sei, könne sich hierzulande auch am DAX trösten, welcher in den letzten 20 Monaten dank der Euro-Stärke nahezu mit der Wertentwicklung des MSCI-Emerging-Markets habe mithalten können, bei gleichzeitig deutlich geringerer Volatilität.
Auch Ölpreis-Profiteure, die wir über Energie- und Russland-Fonds abdecken, scheinen vorerst weiterhin lukrativ, da letztere von niedrigen US-Lagerbeständen, politischen Spannungen im Nahen Osten und von spekulativen "Trendfolgern", die den Ölpreis durchaus auf 100 USD treiben könnten, profitieren, so die Experten von GECAM. Von den höheren Rohstoffpreisen, Inflationsraten, aber auch vom schwachen US-Dollar sei zuletzt auch der Goldpreis in neue Höhen um 800 USD/Unze katapultiert worden. Da die Experten sämtliche oben genannten Märkte in der August-Schwächephase in ihren GECAM Global Funds aufgestockt hätten, habe ihre Performance davon stark profitieren können.
Angesichts der niedrigen "Realverzinsung" und akzeptabler Bewertungen in den "entwickelten" Märkten würden die Experten keine langfristigen Alternativen zur Aktienanlage sehen, gerade auch weil Aktien als Sachwerte angesehen werden könnten. Sobald Länderindices wie der DAX, Nikkei, Dow & Co. ihre aktuelle Konsolidierung abgeschlossen hätten, sollten hier neue Jahreshöchststände möglich sein. Nervöse Tage würden die Experten für Nachkäufe außerhalb der Finanzbranche nutzen. (05.11.2007/fc/a/m)


