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Internationale Aktienmärkte mit zweistelligen Kursgewinnen in Q3


19.10.10 09:36
Metzler Asset Management

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die internationalen Aktienmärkte erlebten ein freundliches drittes Quartal und verbuchten zum Teil sogar zweistellige Kursgewinne, so die Experten von Metzler Asset Management.

Zu den Spitzenreitern hätten Aktien aus Osteuropa mit einem Wertzuwachs von knapp 13% gehört. Enttäuschend hätten sich dagegen Dividendentitel aus Japan entwickelt, die nur seitwärts tendiert hätten. Den Berechnungen der Experten zufolge seien die Unternehmensgewinne in Japan im Quartalsverlauf um durchschnittlich 7,7% gestiegen, was aufgrund der unveränderten Aktienkurse das Kurs-Gewinn-Verhältnis entsprechend reduziert habe.

Japanische Aktien seien damit wieder so günstig bewertet wie zuletzt im März 2009 und würden derzeit international gesehen zu den attraktivsten Anlagen gehören. Vor allem die umfangreichen Liquiditätsprogramme der Japanischen Zentralbank von Anfang Oktober dürften dem japanischen Aktienmarkt im vierten Quartal eine gute Unterstützung bieten.

Die Aktienmärkte der Schwellenländer hätten sich im dritten Quartal einer zunehmenden Beliebtheit erfreut und daher starke Kapitalzuflüsse von Investoren aus den entwickelten Volkswirtschaften verzeichnet. In der Vergangenheit seien Perioden mit Kapitalzuflüssen in diesem Umfang oft Übertreibungsphasen gewesen, die in den folgenden Monaten zu einer Kurskorrektur geführt hätten.

Auch spreche die durchschnittlich hohe Bewertung der Aktien aus den Schwellenländern dafür, dass sich die Aktienkurse dort im vierten Quartal enttäuschend entwickeln könnten - zumal die Unternehmen in den Schwellenländern zunehmend unter Margendruck geraten dürften. Die Löhne scheinen in vielen Schwellenländern zweistellig zu wachsen, und die Rohstoffe haben sich zuletzt deutlich verteuert, so die Experten von Metzler Asset Management.

Vor allem von den steigenden Lebensmittelpreisen würden überraschend schlechte Inflationsnachrichten drohen, die eine straffere Geldpolitik zur Folge haben könnten. Im Gegensatz dazu würden schon seit vielen Monaten aus europäischen und US-Aktienfonds kontinuierlich Gelder abgezogen. Als eine Folge hiervon seien die Aktienmärkte in den entwickelten Volkswirtschaften niedrig bewertet und würden keine Anzeichen von Übertreibungen zeigen.

Den Schätzungen der Experten zufolge dürften die Unternehmensgewinne in Europa und in den USA im dritten Quartal zwar nicht mehr so schnell gestiegen sein wie in den Vorquartalen, aber immer noch einen ordentlichen Zuwachs verzeichnet haben. Grundsätzlich würden die Experten vor diesem Hintergrund gute Chancen für eine moderat positive Kursentwicklung von europäischen und US-amerikanischen Aktien im vierten Quartal sehen. (19.10.2010/fc/a/m)