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Internationale Zinsmärkte im Fokus


04.07.07 12:54
Robeco Asset Management

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Bis vor kurzem ging der Markt davon aus, dass sich der Zyklus anziehender Leitzinsen dem Ende nähert und eine Lockerung der Geldmarktpolitik einsetzt, so die Experten von Robeco Asset Management.

Eine anhaltend stark wachsende Weltwirtschaft sorge aber aktuell für ein verändertes Bild. Hohe Rohstoffpreise und eine hohe Kapazitätsauslastung sowie ein starkes Kreditwachstum seien Anzeichen für eine zukünftig inflationäre Entwicklung, die die Zentralbanken im Auge behalten würden.

Im US-Markt seien bereits drei Zinserhöhungen innerhalb der nächsten zwölf Monate eingepreist. Der Markt habe damit auf die Krise am US-Immobilienmarkt und deren mögliche Auswirkungen auf die Konsumausgaben reagiert. Schon in Großbritannien und Australien habe die Angst vor einer Korrektur am Immobilenmarkt zu einer Abschwächung bei den Konsumausgaben geführt und habe Anlass zu Spekulationen über Zinssenkungen gegeben. Doch anders als erwartet habe die Entwicklung hier letztendlich in einen neuen Zyklus von Zinserhöhungen gemündet.

Den Geldmarkt-Futures folgend sei in den USA eine Erhöhung des Zinssatzes ebenso unwahrscheinlich wie eine Zinssenkung. Das Verhalten der amerikanischen Verbraucher im Bezug auf die anhaltende Unruhe auf dem US-Immobilienmarkt bleibe die große Unbekannte. Nach siebzehn aufeinander folgenden Zinserhöhungen, steigenden Benzinpreisen, Terroranschlägen und dem Hurrikan "Katrina" werde die Immobilienkrise ein weiterer Test für den US-Verbraucher sein. (04.07.2007/fc/a/m)