Invesco Global Structured Equity-Fonds: Anlagetipp der Woche - Fondsanalyse


16.02.15 09:09
Euro fondsxpress

München (www.fondscheck.de) - Die Experten von "Euro fondsxpress" empfehlen den Invesco Global Structured Equity-Fonds (ISIN LU0267984937 / WKN A0LELN, USD; ISIN LU0482497954 / WKN A1CV2N, Euro hedged) als Anlagetipp der Woche.

Das bewährte Invesco-Quant-Duo Michael Fraikin und Thorsten Paarmann würden neben dem European Structured Equity (ISIN LU0119750205 / WKN 796421) auch das globale Pendant managen. Fraikin habe BWL an den Hochschulen in Reutlingen sowie Middlesex und der London School of Economics studiert. Er sei 1991 bei der Commerzbank im Investmentbanking gestartet und dann quantitativer Aktienanalyst geworden. 1997 sei er zu LGT gewechselt. Er sei 1998 zu Invesco gekommen, als sein Quant-Team der LGT mit dem von Invesco fusioniert worden sei.

Paarmann sei 2004 zu Invesco gekommen. Vorher habe er bei der Cominvest als Produktmanager für institutionelle Fonds gearbeitet.

Die Structured-Equity-Fonds würden seit Jahren zu den besten Quant-Fonds unter Rendite-Risiko-Gesichtspunkten gehören. Grund dafür sei, dass in wenig schwankende Wertpapiere investiert werde. Und das aus einem guten Grund: "Über einen gesamten Wirtschaftszyklus weisen sie ein besseres Chance/Risiko-Verhältnis auf als stark schwankende Aktien", sage Paarmann.

Wie gut dies funktioniere, zeige auch der Invesco Global Structured Equity Fund. Er sei noch einmal eine Spur defensiver als der Europa-Fonds. Die Volatilität liege knapp 30 Prozent unter der des MSCI World. Der Fonds werde ebenfalls nach einer Quant-Strategie gemanagt, deren Wurzeln bis in die frühen 1980er-Jahre zurückgehen würden und die seitdem ständig weiterentwickelt werde. Invesco verwalte in dieser Strategie rund 30 Milliarden US-Dollar.

Der Auswahlprozess der Aktien bestehe aus vier Säulen. Dies seien: Gewinnrevisionen, Relative Stärke, Managementverhalten und Bewertung. Diese vier Bausteine habe Invesco als besonders wichtig für die Wertentwicklung von Aktien identifiziert. Jeder Baustein bestehe aus verschiedenen Indikatoren, die alle quantifizierbar und damit vergleichbar gemacht würden. So würden sich laut Paarmann beispielsweise im Bereich Managementverhalten durch die Betrachtung der Eigen- und Fremdkapitalposition eines Unternehmens und deren Entwicklung Rückschlüsse auf das Verhalten und die Ziele der Firmenlenker ziehen lassen.

Genau genommen suche Invesco bei Aktien die gleichen Eigenschaften wie viele andere aktive Manager auch: Gute Bilanzen, stetige Cashflows und Gewinne sowie nachhaltige Dividendenrenditen. Betrachtet werde vom Invesco-Quant-Team aber auch die markttechnische Entwicklung. Weise eine Aktie derzeit relative Stärke auf oder stehe eine Trendumkehr bevor? Aus diesen Kennziffern werde ein Ranking erstellt, und die Manager würden einfach die Aktien kaufen, die das Modell als die attraktivsten ausgespuckt habe.

Emotionen und Bauchentscheidungen hätten somit keinen Einfluss auf die Investitionsentscheidungen. Das wirke sich auch auf die Struktur des Fonds aus. Lieblinge des Fondsmanagers gebe es nicht. Auch hier würden klare Regeln herrschen. Eine Aktie werde mit maximal zwei Prozent, ein Sektor mit 25 und ein Land mit maximal 40 Prozent gewichtet. Das führe dazu, dass etwa die USA mit knapp 20 Prozentpunkten geringer gewichtet seien als im MSCI World. Insgesamt hätten Fraikin und Paarmann etwa 90 Titel im Fonds.

Das Konzept habe sich nachhaltig bewährt. Wer zwar Aktien wolle, aber weniger Risiken eingehen möchte, fahre gut mit dem Fonds und müsse keine Renditeabstriche fürchten.

Für die Experten von "Euro fondsxpress" ist der Invesco Global Structured Equity-Fonds ein Anlagetipp der Woche. (Ausgabe 7 vom 13.02.2015) (16.02.2015/fc/a/f)





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