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Der Iran ist wieder im Spiel
21.01.16 09:21
Baring Asset Management
Boston (www.fondscheck.de) - Mit dem Inkrafttreten des lang erwarteten Atomabkommens gelang ein großer Schritt in der Annäherung zwischen dem Iran und dem Westen, so die Experten von Baring Asset Management.
Die Umsetzung des Abkommens habe begonnen, nachdem internationale Kontrolleure den Abbau eines Großteils des Atomprogramms bestätigt hätten. Mit dem Abkommen würden eingefrorene iranische Gelder in Höhe von etwa 100 Mrd. US-Dollar von den Sanktionen befreit. Gleichzeitig werde der Weg für eine Lockerung der Beschränkungen für Handel und Investitionen geebnet, der über Jahre hinweg für unternehmerische Aktivitäten zwischen dem Iran und dem Westen versperrt gewesen sei. Das Land plane, zunächst 500.000 Barrel Öl pro Tag an die internationalen Märkte zu bringen.
Allerdings werde es einige Zeit dauern, bis der iranische Aktienmarkt direkt für ausländische Investoren zugänglich sei. Nicht alle Sanktionen seien aufgehoben worden und es bestehe nach wie vor ein komplexer rechtlicher und finanzieller Rahmen, den Investoren vor Markteintritt berücksichtigen müssten, einschließlich offener Fragen im Hinblick auf fehlende Verwahrungsmöglichkeiten, Rechnungslegungsstandards und eine schwache Marktinfrastruktur. Dennoch leite die Lockerung der Sanktionen den Anfang dieses Prozesses ein.
Die Experten würden sich auf die längerfristigen Chancen in Verbindung mit der Neuintegrierung des Irans in die Weltwirtschaft konzentrieren. Der Aktienmarkt des Landes umfasse eine Kapitalisierung von etwa 790 Mrd. US-Dollar, womit Iran der zweitgrößte Markt im MSCI Frontier Markets Index wäre, würde man das Land dort integrieren. Mit einem geschätzten BIP von 416 Mrd. US-Dollar entspreche die Dimension der Wirtschaft beinahe der Österreichs und mit 80 Mio. Menschen sei das Land etwa so groß wie die Türkei.
Positiv zu erwähnen sei, dass der Iran viele der attraktiven Eigenschaften aufweise, nach denen die Experten mit Blick auf Investitionen in Unternehmen der Grenzmärkte sowie des Nahen Ostens und Nordafrikas (MENA) suchen würden. Dazu zähle insbesondere das günstige demografische Profil des Landes mit einer jungen und sehr gut ausgebildeten Bevölkerung, die den längerfristigen Konsum und die Produktivitätsentwicklung unterstütze. Darüber hinaus sei der Infrastrukturbedarf des Landes, vor allem nach den Jahren der Sanktionen, immens. Dieses Umfeld könnte Chancen für Anleger mit sich bringen.
Die Lockerung der Sanktionen gegen den Iran folge auf die Entscheidung Saudi-Arabiens aus dem Jahr 2015, das Land für ausländische Direktinvestitionen zu öffnen, und diene als Erinnerung an die dynamischen Möglichkeiten, die Grenzmärkte und Märkte der MENA-Region immer wieder aufweisen würden.
Im Hinblick auf die mögliche Öffnung des iranischen Marktes hätten die Experten die vorhandenen Anlagechancen beobachtet und bewertet und aus dieser Analyse sei eine facettenreiche Bandbreite an Unternehmen hervorgegangen. Sie würden zukünftig von einer schrittweisen Entwicklung des Kapitalmarktes als Finanzierungsquelle für Privatunternehmen sowie von Privatisierungen seitens des Staates ausgehen.
Aufgrund der Vielfalt der Unternehmen in den Regionen würden Anlagen in Grenzmärkten und der MENA-Region eine vergleichsweise niedrige Korrelation mit Aktien der Industrieländer aufweisen. Da Unternehmen in diesen Märkten häufig in Nischenbereichen des strukturellen Wachstums innerhalb wachstumsstarker Volkswirtschaften aktiv seien, könnten sie Anlegern einzigartige, langfristige Wachstumschancen eröffnen, die über die etablierteren Anlageklassen nur schwer zugänglich seien. (Ausgabe vom 20.01.2016) (21.01.2016/fc/a/m)
Die Umsetzung des Abkommens habe begonnen, nachdem internationale Kontrolleure den Abbau eines Großteils des Atomprogramms bestätigt hätten. Mit dem Abkommen würden eingefrorene iranische Gelder in Höhe von etwa 100 Mrd. US-Dollar von den Sanktionen befreit. Gleichzeitig werde der Weg für eine Lockerung der Beschränkungen für Handel und Investitionen geebnet, der über Jahre hinweg für unternehmerische Aktivitäten zwischen dem Iran und dem Westen versperrt gewesen sei. Das Land plane, zunächst 500.000 Barrel Öl pro Tag an die internationalen Märkte zu bringen.
Allerdings werde es einige Zeit dauern, bis der iranische Aktienmarkt direkt für ausländische Investoren zugänglich sei. Nicht alle Sanktionen seien aufgehoben worden und es bestehe nach wie vor ein komplexer rechtlicher und finanzieller Rahmen, den Investoren vor Markteintritt berücksichtigen müssten, einschließlich offener Fragen im Hinblick auf fehlende Verwahrungsmöglichkeiten, Rechnungslegungsstandards und eine schwache Marktinfrastruktur. Dennoch leite die Lockerung der Sanktionen den Anfang dieses Prozesses ein.
Positiv zu erwähnen sei, dass der Iran viele der attraktiven Eigenschaften aufweise, nach denen die Experten mit Blick auf Investitionen in Unternehmen der Grenzmärkte sowie des Nahen Ostens und Nordafrikas (MENA) suchen würden. Dazu zähle insbesondere das günstige demografische Profil des Landes mit einer jungen und sehr gut ausgebildeten Bevölkerung, die den längerfristigen Konsum und die Produktivitätsentwicklung unterstütze. Darüber hinaus sei der Infrastrukturbedarf des Landes, vor allem nach den Jahren der Sanktionen, immens. Dieses Umfeld könnte Chancen für Anleger mit sich bringen.
Die Lockerung der Sanktionen gegen den Iran folge auf die Entscheidung Saudi-Arabiens aus dem Jahr 2015, das Land für ausländische Direktinvestitionen zu öffnen, und diene als Erinnerung an die dynamischen Möglichkeiten, die Grenzmärkte und Märkte der MENA-Region immer wieder aufweisen würden.
Im Hinblick auf die mögliche Öffnung des iranischen Marktes hätten die Experten die vorhandenen Anlagechancen beobachtet und bewertet und aus dieser Analyse sei eine facettenreiche Bandbreite an Unternehmen hervorgegangen. Sie würden zukünftig von einer schrittweisen Entwicklung des Kapitalmarktes als Finanzierungsquelle für Privatunternehmen sowie von Privatisierungen seitens des Staates ausgehen.
Aufgrund der Vielfalt der Unternehmen in den Regionen würden Anlagen in Grenzmärkten und der MENA-Region eine vergleichsweise niedrige Korrelation mit Aktien der Industrieländer aufweisen. Da Unternehmen in diesen Märkten häufig in Nischenbereichen des strukturellen Wachstums innerhalb wachstumsstarker Volkswirtschaften aktiv seien, könnten sie Anlegern einzigartige, langfristige Wachstumschancen eröffnen, die über die etablierteren Anlageklassen nur schwer zugänglich seien. (Ausgabe vom 20.01.2016) (21.01.2016/fc/a/m)


