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Irland belastet Euro nicht mehr


22.11.10 15:29
Rohstoff-Trader

Gerbrunn (aktiencheck.de AG) - Noch vor einiger Zeit gab es hitzige Diskussionen um ein europäisches Land in Not, so die Experten vom "Rohstoff-Trader".

Gesprochen werde hier von Griechenland, was kurz vor dem Bankrott gestanden habe und durch europäische Unterstützung habe gerettet werden können. Nach Griechenland sei es nun Irland, das auf die Hilfe der europäischen Mitgliedsländer angewiesen sei.

Selbstverständlich würden sich solche Krisensituationen immer negativ auf Devisen auswirken. Kurz nachdem sich der Euro von der Griechenland-Krise habe erholen können, sei er wieder durch die Irland-Situation belastet worden. Auch wenn die Situation Irlands nicht so dramatisch sein möge wie die Griechenlands, spiegele sich die Bedrohung dennoch in den Devisen wider.

Die angespannten Gemüter könnten sich aber beruhigen. Wie bei Griechenland auch, habe die EU auch in diesem Fall beschlossen, Irland unter die Arme zu greifen. Diese positive Nachricht spiegele sich auch im Euro wider und der "freie Fall" sei erst einmal gestoppt. Der Euro habe sich in den letzten Tagen sogar ein wenig erholen können. Damit wäre die Kursbelastung Irlands aus dem Spiel und der europäische Wirtschaftsraum könne positiv in die Zukunft blicken.

Betrachte man den Euro langfristiger, würden sich positive Erwartungen im Gegensatz zum Dollar ergeben. Die expansive Geldpolitik der Federal Reserve und das größte Leistungsbilanzdefizit weltweit könnten über einen längeren Zeitraum nichts anderes bedeuten als eine Schwächung des Dollars. Jedoch könne auf der anderen Seite ein starker Euro ein vom Export abhängiges Land sehr belasten.

Nachdem schon zwei Staaten in der europäischen Union hätten gerettet werden müssen, stelle sich nun berechtigterweise die Frage, wie es um die Gesundheit anderer Staaten stehe. Die Rede sei hierbei von Spanien, Italien und Portugal. Falls es diesen Staaten genauso ergehe wie auch Irland und Griechenland, müsse sich die EU sehr gut vorbereiten. Solche Probleme würden den Euro-Kurs und den europäischen Wirtschaftsraum erheblich belasten und langfristig schädigen. Die Entwicklung dieser Länder, auch bekannt als "PIGS-Staaten" sollten in naher Zukunft genau beobachtet werden. (22.11.2010/ac/a/m)