Erweiterte Funktionen
Italien-Referendum dürfte unmittelbare Auswirkungen auf die europäischen Aktienmärkte haben
02.12.16 13:44
Legal & General IM
London (www.fondscheck.de) - Hetal Mehta, Senior European Economist beim britischen Vermögensverwalter Legal & General Investment Management, äußert sich zum anstehenden Referendum in Italien:
Das Italien-Referendum entscheide über die Zukunft des kränkelnden italienischen Bankensektors und dürfte unmittelbare Auswirkungen auf die europäischen Aktienmärkte haben. Aufgrund der akut hohen politischen und wirtschaftlichen Unsicherheit würden die Experten mit Blick auf europäische Aktien vorsichtig verbleiben. Sorgen bereite nicht nur die global wachsende Anti-Establishment-Bewegung, sondern auch die schwachen Bankensysteme innerhalb Europas.
Würden sich die Bürger zugunsten der Verfassungsreform entscheiden, dann werde die Position von Premierminister Matteo Renzi gestärkt. Die Rekapitalisierung italienischer Banken dürfte vereinfacht werden. Wenn sich die politische Unsicherheit auflöse, die am Markt bereits eingepreist worden sei, dann sei sogar eine Rally am italienischen Aktienmarkt möglich. Die Bewertungen der Aktien hätten zuletzt ein 30-Jahres-Tief erreicht.
Bei einer knappen Entscheidung gegen die Verfassungsreform könnte Renzi - entgegen seiner Ankündigung - im Amt bleiben und an der geplanten Rekapitalisierung des kränkelnden Bankensektors festhalten. Gemeinsam mit möglichen weiteren Lockerungsmaßnahmen durch die Europäische Zentralbank könnte sich eine positive Ausgangslage für europäische Aktien ergeben. Eine überwältigende Mehrheit für ein "Nein" würde Renzi aber zum Rücktritt zwingen, was für Volatilität am Aktienmarkt sorgen und die Rekapitalisierung der italienischen Banken erheblich erschweren dürfte. (02.12.2016/fc/a/m)
Das Italien-Referendum entscheide über die Zukunft des kränkelnden italienischen Bankensektors und dürfte unmittelbare Auswirkungen auf die europäischen Aktienmärkte haben. Aufgrund der akut hohen politischen und wirtschaftlichen Unsicherheit würden die Experten mit Blick auf europäische Aktien vorsichtig verbleiben. Sorgen bereite nicht nur die global wachsende Anti-Establishment-Bewegung, sondern auch die schwachen Bankensysteme innerhalb Europas.
Würden sich die Bürger zugunsten der Verfassungsreform entscheiden, dann werde die Position von Premierminister Matteo Renzi gestärkt. Die Rekapitalisierung italienischer Banken dürfte vereinfacht werden. Wenn sich die politische Unsicherheit auflöse, die am Markt bereits eingepreist worden sei, dann sei sogar eine Rally am italienischen Aktienmarkt möglich. Die Bewertungen der Aktien hätten zuletzt ein 30-Jahres-Tief erreicht.
Bei einer knappen Entscheidung gegen die Verfassungsreform könnte Renzi - entgegen seiner Ankündigung - im Amt bleiben und an der geplanten Rekapitalisierung des kränkelnden Bankensektors festhalten. Gemeinsam mit möglichen weiteren Lockerungsmaßnahmen durch die Europäische Zentralbank könnte sich eine positive Ausgangslage für europäische Aktien ergeben. Eine überwältigende Mehrheit für ein "Nein" würde Renzi aber zum Rücktritt zwingen, was für Volatilität am Aktienmarkt sorgen und die Rekapitalisierung der italienischen Banken erheblich erschweren dürfte. (02.12.2016/fc/a/m)


