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Im Januar kaufen, im Mai verkaufen? Die saisonbedingte Schwankung der Performance von Rohstoffen


14.12.16 14:58
ETF Securities

London (www.fondscheck.de) - Laut ETF Securities, einem der weltweit führenden unabhängigen Anbieter von Exchange Traded Products (ETPs), findet eine Outperformance des Rohstoffsektors vor allem in den frühen Monaten eines Kalenderjahres statt.

ETF Securities habe herausgefunden, dass die Handelsstrategie "Kaufen im Januar und Verkaufen im Mai" bei Rohstoffkörben über den Zeitraum einer 24-Monatsperiode überzeugende Erträge gebracht habe. Im Gegensatz dazu präsentiere sich die Zeit von August bis November für Rohstoffe schwächer.

James Butterfill, Head of Research and Investment Strategy bei ETF Securities, habe dazu erklärt, dass Rohstoffkörbe sowie die Agrar- und Industriemetallsektoren historisch gesehen die stärkste Überperformance am Anfang eines Jahres gezeigt hätten.

"Unsere Forschung bestätigt, dass das Sprichwort "Sell in May and go away" bei Aktien nicht stichhaltig ist. Jedoch bringt das Übernehmen der Strategie, im Januar zu kaufen und im Mai zu verkaufen, bei Rohstoffen statistisch betrachtet bessere Resultate als Strategien, die Rohstoffe nur einzelne Monate zu halten", so Butterfill.

Die Analysten hätten eine Handelsstrategie erstellt, bei der ein Portfolio Anfang Januar nur mit Rohstoffen gefüllt sei, Ende April verkauft und dann für den Rest des Jahres durch Bargeld ersetzt werde. Dies habe seit 1991 jährliche Renditen von 6,8 Prozent im Vergleich zu 6,6 Prozent Rendite von Aktien gebracht.

ETF Securities habe herausgefunden, dass sowohl Rohstoffkörbe als auch die Agrar- und Industriemetallsektoren die höchsten Anzeichen an Saisonalität aufweisen würden. Gold sei immun gegen saisonale Effekte gewesen und die Performance von Erdöl sei generell zu volatil gewesen.

"Die Gründe hierfür sind komplex, jedoch glauben wir, dass das kühlere Wetter in der nördlichen Hemisphäre sowie die Lagerbestände zu Jahresbeginn ausschlaggebende Faktoren sind. Es ist jedoch verblüffend, dass diese nicht eingepreist werden", fasse Butterfill zusammen. (14.12.2016/fc/a/e)